Der Jemen-Konflikt – (endlich) Frieden in Sicht?

Montag, 28. November 2022

Seit mehr als sieben Jahren tobt im Jemen ein Bürgerkrieg mit regionaler Beteiligung. Eine von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützte Koalition kämpft gegen die Huthi-Rebellen, die weite Teile des Nordens des Landes beherrschen und die Riad als verlängerten Arm seines Erzfeindes Iran betrachtet. Der langwierige Konflikt hat in dem armen Land auf der Arabischen Halbinsel zu einer katastrophalen humanitären Situation geführt. Die Infrastruktur ist infolge der andauernden Kampfhandlungen kollabiert, die Versorgungslage – auch wegen des Rückgangs von Spendengeldern – mehr als angespannt: Seit 2015 sind laut UN mehr als 380.000 Menschen durch den Krieg und dessen Folgen getötet worden; die Menschen hungern und sterben auch aufgrund von Mangelernährung und vergleichsweise harmlosen Erkrankungen.

Zwar regte sich unlängst leise Hoffnung: Zwischen Anfang April und Anfang Oktober dieses Jahres galt eine Waffenruhe, in der Friedensverhandlungen geführt wurden. Nachdem sich die Konfliktparteien aber nicht auf eine Verlängerung der Feuerpause einigen konnten, ist unklar, wie die Zukunft aussieht.

Wir wollen die Veranstaltung dazu nutzen, uns nicht nur mit der Genese des Konflikts sowie der unfassbaren Not im Land zu befassen, sondern vor allem auch um über mögliche Wege zu dauerhaftem Frieden zu sprechen. Zwei ausgesprochene Expert:innen werden darüber diskutieren, welche Konflikte im Rahmen der Verhandlungen sowie im weiteren Prozess befriedet werden müssten, welche Akteure in diesem Zusammenhang zu beteiligen wären und wie die internationale Unterstützung für den Jemen jetzt und künftig aus-
sehen sollte – auch und gerade unter Berücksichtigung der globalen Lage sowie im Hinblick auf die Rollen Deutschlands und der Europäischen Union.

 

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Programm

Montag, 28. November 2022

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab eine Stunde vor Beginn)

19.00 Uhr    
Begrüßung
Sophia Haggenmüller, Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern

19.10 Uhr
Entstehung und Verlauf des Konflikts
Dr. Said AlDailami, Staatswissenschaftler sowie Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen Jemen-Hilfs-Vereins Hayati Karamati e. V.

19.45 Uhr
(Endlich) Frieden!?
Gespräch zwischen
Dr. Said AlDailami und
Dr. Marie-Christine Heinze, Vorsitzende von CARPO (Center for Applied Research in Partnership with the Orient)

20.45 Uhr    
Ende der Veranstaltung

Moderation und Organisation: Sophia Haggenmüller
 


Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können.

Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott!
Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei.


Bildnachweis: fahd sadi / Wiwikimedia Commons

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