Hyperloop - ein Transportsystem der Zukunft?

Mittwoch, 27. Januar 2021

Reihe Wissenschaft für jedermann des Deutschen Museums / Foto: TUM Hyperloop / NEXT Prototypes e.V.

Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportystems, bei dem sich ein Ultra-Hochgeschwindigkeitszug mit annähernd Schallgeschwindigkeit in eine Röhre mit Teilvakuum fortbewegen soll. Vorgestellt hatte das Konzept der SpaceX-Gründer Elon Musk. Die Veröffentlichung dieses Konzepts hat weltweit großes Interesse für neuartige, umweltfreundliche Hochgeschwindigkeits-Transportysteme erzeugt. Kurz darauf sind eine Vielzahl an Projekten zum Erforschen solcher oder ähnlicher Konzepte entstanden, größtenteils in einem kommerziellen Rahmen. Dies hat dazu geführt, dass heutzutage der Begriff "Hyperloop" kein eindeutig definiertes technisches Konzept beschreibt, sondern im Allgemeinen als Sammelbegriff für verschiedene Hochgeschwindigkeits-Transportkonzepte verwendet wird, die sich hinsichtlich ihrer technischen Umsetzbarkeit teilweise stark voreinander unterscheiden. In allen Fällen lässt sich eindeutig erkennen, dass es bis zur kommerziellen Reife eines solchen Transportystems - trotz der oft zuversichtlichen Ankündiungen verschiedener Unternehmen - noch erheblicher Forschung und Entwicklung bedarf. 

Gefördert mit Mitteln der Hightech Agenda Bayern der Bayerischen Staatsregierung, untersucht das TUM-Hyperloop Team, wie der Hyperloop ein sicheres, bezahlbares und nachhaltiges Transportmittel der Zukunft werden kann. So entwickelt das Team unter anderem ein Schwebesystem für den Pod, den Protoyp einer Teströhre aus ultrahochfestem Beton.

 

Der erste Teil des Vortrags befasst sich mit den Hintergründen des TUM Hyperloop-Forschungsprogramms und den ermittelten Anwendungsszenarien in Deutschland und Europa. Weiterführend werden die Konzeptentwicklung und die Kapsel vorgestellt. Der Vortrag schließt mit den Zielen und Visionen für das Hyperloop-Programm.

 

Referentin:
Prof. Dr.-Ing. Agnes Jocher, Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie der TU München

 

Moderation:
Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München

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