Erinnerte Geschichte? Zur Ambivalenz der Denkmäler

Montag, 05. Juli 2021

Referat von Katharina Weigand / Foto: Canva

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Erinnerte Geschichte? Zur Ambivalenz der Denkmäler

Montag, 05. Juli 2021

Bei den Denkmälern, die bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt stehen, handelt es sich nicht um Objekte des Denkmalschutzes, also nicht um erhaltenswerte Kirchen, Schlösser oder Bauernhäuser, sondern vielmehr um neu geschaffene Monumente, die – vorrangig in den Städten – auf Sockel gehoben wurden, um an Vergangenes zu erinnern. Dabei ist es durchaus erstaunlich, welche starke Beachtung Denkmäler noch immer – in unserer digitalen Welt – erfahren. Erfunden im geschichtsbegeisterten 19. Jahrhundert, sollten sie einerseits dazu beitragen, das allgemeine Geschichtsbewusstsein zu fördern, andererseits waren sie aber auch häufig Instrumente zur Beeinflussung der damals aktuellen Politik.

Heute können Denkmäler auf zwei Arten in den Mittelpunkt des Interesses geraten. So entschließen sich nach wie vor gesellschaftlich relevante Gruppen, neue, weitere Denkmäler in Angriff zu nehmen. Dies ist vor allem in Berlin zu beobachten, wo in absehbarer Zeit wohl für alle einzelnen Opfergruppen der nationalsozialistischen Herrschaft ein eigenes Denkmal bzw. Mahnmal errichtet sein wird. Aber auch längst bestehende Denkmäler geraten mitunter in den Blick der Öffentlichkeit: Während die meisten der die Städte möblierenden Monumente eine Art Dornröschenschlaf halten, sind im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung nun vor allem jene Personendenkmäler massiv umstritten, die in einem engeren oder weiteren Zusammenhang mit dem Kolonialismus stehen.

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Programm

Montag, 5. Juli 2021


18.00 Uhr    Begrüßung

18.10 Uhr    An Vergangenes erinnern?
                     Bemerkungen zur Genese und Wirksamkeit von Denkmälern

                     Dr. Katharina Weigand,
                     Akademische Oberrätin am Universitätsarchiv München
                 
19.00 Uhr    Pause

19.15 Uhr    Einst populär, heute umstritten: Bismarck- und Kriegerdenkmäler
                
    Dr. Katharina Weigand

20.00 Uhr    Diskussion

20.30 Uhr    Ende der Veranstaltung

 

Wichtige Hinweise zur Veranstaltung

Begrenzte Personenzahl

Nach Maßgabe der geltenden Abstands- und Hygieneregeln (siehe unser Hygienekonzept) ist die Besucherzahl begrenzt. Die verfügbaren Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Wir bitten Personen aus demselben Haushalt, sich gemeinsam anzumelden.

Namentliche Anmeldung

Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen angenommen.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt.

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 1. Juli 2021.

Bei Anmeldung, aber kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung.

Eintrittskarten

Eintrittskarten zum Preis von € 10,– werden an der Abendkasse verkauft. Schüler und Studierende bis zum 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.
Am Einlass ist der „Besucherfragebogen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ auszufüllen.
 

Bitte unbedingt beachten:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur möglich, wenn Sie

- von einer COVID-19-Infektion genesen sind
- oder die zweite Impfung vor mehr als 15 Tagen erhalten haben
- oder einen negativen Test vorlegen können, der höchstens 24 Stunden alt ist
- oder bereit sind, am Einlass einen gebührenpflichtigen Test durchführen zu lassen.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sind im Interesse Ihrer und unserer Gesundheit unumgänglich. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!

 

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