Die Apostelgeschichte / ZOOM-GESPRÄCH ZUM VIDEO

Donnerstag, 29. April 2021

Biblische Tage 2021 rein digital

Prof. Dr. Hans-Georg Gradl hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, einen Aufriss der wichtigsten Inhalte der Apostelgeschichte zu geben, der als Video aufgezeichnet wird. Das Video finden Sie im YouTube-Kanal der Akademie und auf der Dokumentationsseite der Website.

Am Donnerstag, 29. April 2021, laden wir Sie dann ab 19 Uhr zu einem Zoom-Gespräch auf der Grundlage des Videos ein, in dem Sie Prof. Gradl dazu Fragen stellen und mit ihm diskutieren können. Nutzen Sie am 29. April diesen Link, um zum Gespräch zu kommen. Wenn Sie schon im Vorfeld eine Frage haben, können Sie diese per Mail an Studienleiter Michael Zachmeier (michael.zachmeier@kath-akademie-bayern.de) schicken.

Das Video und das Zoom-Gespräch sind auch Vorgeschmack auf die in der Karwoche 2022 vom 11. bis 13. April stattfindenden Biblischen Tage über die Apostelgeschichte. Dazu werden Sie aber natürlich gesondert eingeladen.

Hier ein kleiner Ausblick auf den Inhalt:
Die Apostelgeschichte hat es in sich. Wer sie liest, begibt sich auf eine so spannende wie spektakuläre, so tröstende wie aufwühlende Lese-Reise. Der Weg führt von Jerusalem nach Rom, herab von zinnenbekränzten Stadtmauern über das sturmgepeitschte Meer, heraus aus mehrstöckigen Kerkern und durch die öde Wildnis.

Mit viel erzählerischem Charme beschreibt die Apostelgeschichte das Wachsen und Werden der jungen Kirche. Doch die Verkündigung der ersten Christen findet nicht nur begeisterte Annahme; sie stößt auf ebenso heftigen Widerstand. Zauberer und Handwerker fürchten um ihr Auskommen. Religiöse Instanzen sehen sich in ihrem Einfluss bedroht. Statthalter interessiert weniger die Botschaft als der Profit. Immer wieder steht das Christentum vor Gericht. Die Anfangszeit war eine von mannigfaltigen Krisen bestimmte Epoche. Nicht zuletzt deshalb ist die Apostelgeschichte noch heute so aktuell. Letztlich erzählt sie von einer nie endenden Geschichte und Aufgabe. Damals wie heute geht es doch um die Verkündigung des Evangeliums inmitten unterschiedlichster Kulturen und Kalküle, Regionen und Religionen.

Die Biblischen Tage laden zu einer Reise in die bewegte und bewegende Welt des frühen Christentums ein. Kundige Reisebegleiterinnen und -begleiter stehen bereit. Die Route gibt der zweite Teil des lukanischen Doppelwerks vor. Der Weg führt aus der Vergangenheit in die Gegenwart, aus der heiligen Aura der Anfangszeit zu den alltäglichen Aufgaben der Jetztzeit und geradewegs auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu. Herzliche Einladung und gute Reise!

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Programm

Montag, 29. März, bis Mittwoch, 31. März 2021


 

Keine Präsenzveranstaltung 2021 möglich!


Leider können die Biblischen Tage heuer nicht mit Teilnehmern stattfinden.

Ein Überblicksvortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, dem Leiter der Biblischen Tage, wird als Video aufgenommen und in unserem YouTube-Kanal eingestellt, wo es bis zum 29. April 2021 abrufbar ist.

Am 29. April 2021 haben Sie dann die Möglichkeit, ab 19 Uhr in einem Zoom-Gespräch Prof. Dr. Hans-Georg Gradl Fragen zu stellen und mit ihm zu diskutieren. 


Nutzen Sie am 29. April diesen Link, um zum Gespräch zu kommen. Wenn Sie schon im Vorfeld eine Frage haben, können Sie diese per Mail an Studienleiter Michael Zachmeier schicken.

 

Montag, 29. März 2021

15.00 Uhr

Begrüßung

15.15 Uhr

Von Jerusalem nach Rom.
Eine Einführung in die Welt der Apostelgeschichte

Entstehungszeit, Adressaten, Quellen, der Bezug zum Lukas-Evangelium, Einblicke in aktuelle Forschungsschwerpunkte sowie Leseschlüssel zum umfassenden und besseren Verständnis bilden den Inhalt dieser Einführung in die Apostelgeschichte (Apg).

Prof. Dr. Hans-Georg Gradl,
Professor für Exegese des Neuen Testaments, Theologische Fakultät Trier

16.00 Uhr

Imbisspause

16.30 Uhr

Geschichte(n) erzählen.
Die Apostelgeschichte im Rahmen der antiken Historiographie

Es wird um die Frage nach Ziel und Inhalt der antiken Historiographie gehen, um die Gattung der Apostelgeschichte, um das Verhältnis von Fakt und Fiktion, Wahrheit und Geschichte – gewürzt mit Beispielen antiker Historiographen zum Selbstverständnis ihrer Arbeit.

Prof. Dr. Sabine Bieberstein,
Professorin für Exegese des Neuen Testaments und Biblische Didaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

17.15 Uhr

Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr

Epizentren des Urchristentums.
Eine bebilderte Reise

...die in die kulturelle, religiöse, politische Welt des ausgehenden 1. Jahrhunderts führt, entlang der Reiserouten der Apostelgeschichte, mit Blick auf Ausgrabungen in Paphos auf Zypern, in Korinth oder in Ephesus, die aber auch die religiösen Kulte und philosophischen Strömungen wie die Epikureer und Stoiker in Athen ins Auge fasst. Ebenfalls im Angebot: die Auseinandersetzungen mit der Magie.

Prof. Dr. Bernhard Heininger,
Professor für Neutestamentliche Exegese an der Universität Würzburg

 

 

 

Dienstag, 30. März 2021

8.30 Uhr

Laudes

 

Zu den folgenden drei Themen finden Arbeitskreise in drei Runden statt, zwei am Vormittag und eine am Nachmittag, mit Textarbeit, Raum für Aussprache und Rückfrage sowie mit Analysen entscheidender Erzählungen der Apg. Damit haben jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die Möglichkeit, die drei angebotenen Themen in den Arbeitskreisen am Vor- und Nachmittag zu besuchen.

Lydia, Tabita u.a.: Frauen in der Apostelgeschichte
Prof. Dr. Sabine Bieberstein

Der Apostelkonvent
Prof. Dr. Hans-Georg Gradl

Das Damaskus-Erlebnis
Prof. Dr. Bernhard Heininger

9.00 Uhr

Arbeitskreise - Runde 1

10.30 Uhr

Pause

11.00 Uhr

Arbeitskreise – Runde 2

12.30 Uhr

Mittagessen

14.00 Uhr

Der Weg einer frühjüdischen Gruppe in die Eigenständigkeit.
Die Entwicklung des Christusglaubens zu einer neuen Religion

In Antiochia (Apg 11,26) werden die Jüngerinnen und Jünger Jesu zum ersten Mal „Christen“ genannt. Die Entstehung der christlichen Ekklesia – als eigene, unterscheidbare Glaubensgemeinschaft – ist allerdings ein langer Prozess. „The parting of the ways“ stellt mittlerweile einen eigenen Forschungsbereich in der neutestamentlichen Wissenschaft dar. Ziel des Vortrags ist eine sorgsame Darstellung der Geschichte des frühen Christentums auf dem Hintergrund der jüdischen Herkunft.

Prof. Dr. Marlis Gielen,
Professorin für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Universität Salzburg

anschl. Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion

15.30 Uhr

Imbisspause

16.00 Uhr

Arbeitskreise – Runde 3

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr

Die apokryphen Apostelakten.
Was die Bibel nicht erzählt

Sie sind zwar nicht offizieller Teil des neutestamentlichen Kanons, haben aber doch die Volksfrömmigkeit geprägt. Im Grunde ergänzen die apokryphen Apostelakten – wie auch die apokryphen Evangelien – die biblische Tradition in legendärer Manier, zur Erbauung und Unterhaltung. Der Vortrag widmet sich der Welt der apokryphen Apostelakten und untersucht deren Quellenwert kritisch.

Prof. Dr. Hans-Josef Klauck,
Professor auf dem Naomi-Shenston-Donnelley-Lehrstuhl für „New Testament and Early Christian Literature“ an der University of Chicago Divinity School

anschl. Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion

 

 

 

Mittwoch, 31. März 2021

8.30 Uhr

Eucharistiefeier

9.30 Uhr

Der Siegeszug des Evangeliums.
Was den (ur)christlichen Glauben attraktiv macht(e)

Die Apostelgeschichte erzählt in einer z.T. apologetischen, aber faszinierenden und werbenden Art und Weise vom „Siegeszug“ des Evangeliums. Der Glaube wächst, trotz Widerständen. Der „Weg“ bahnt sich, auch in unwegsamen Geländen. Vor der Erfahrung heutiger Kirchen- und Glaubenskrisen kann der Optimismus der Apostelgeschichte provozieren. Was sagt dieser erzählte „Siegeszug“ uns heute? Was waren (und sind) die von Lukas eindrücklich herausgearbeiteten Attraktivitätsfaktoren des Christentums?

Dr. Markus Lau,
Oberassistent am Departement für Biblische Studien, Neues Testament, der Universität Fribourg

10.15 Uhr

Imbisspause

10.45 Uhr

Offenes Ende.
Eine Rückschau zum Weitergehen

Die Apostelgeschichte endet offen. In der Forschung wurde diskutiert, ob das wirklich der beabsichtigte Schluss sei: Sollte noch ein dritter Teil folgen, konnte der Autor die Paulusbiographie nicht mehr abschließen, ging das letzte Blatt verloren... In diesem letzten Vortrag geht es um die Analyse der Schlusspassage der Apg als offenes Ende, das die Leser zu den kommenden „Helden“ der Geschichte macht. Das offene Ende ist der Anfang des Weges der Leserinnen und Leser.

Prof. Dr. Thomas Söding,
Professor für Neues Testament an der Universität Bochum

anschl. Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion

12.30 Uhr

Mittagessen - Ende der Biblischen Tage

 

Leiter der Biblischen Tage:
Prof. Dr. Hans-Georg Gradl,
Professor für Exegese des Neuen Testaments, Theologische Fakultät Trier

 

Organisation:
Michael Zachmeier

 

Keine Präsenzveranstaltung möglich!

Keine Präsenzveranstaltung möglich!


Leider können die Biblischen Tage nicht mit Teilnehmern stattfinden.

Ein Überblicksvortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, dem Leiter der Biblischen Tage, wird als Video aufgenommen und in unserem YouTube-Kanal eingestellt, wo es bis zum 29. April 2021 abrufbar ist.

Am 29. April 2021 haben Sie dann die Möglichkeit, ab 19 Uhr in einem Zoom-Gespräch mit Prof. Hans-Georg Gradl zu diskutieren und Fragen zu stellen.


Nutzen Sie am 29. April diesen Link, um zum Gespräch zu kommen. Wenn Sie schon im Vorfeld eine Frage haben, können Sie diese per Mail an Studienleiter Michael Zachmeier schicken.

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