Bayerische Klosterlandschaften

Freitag, 19. November 2021

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Bayerische Klosterlandschaften

Freitag, 19. November 2021

Die Geschichte Bayerns ist ohne ihre Klöster und Stifte nicht oder allenfalls nur schwer vorstellbar. Denn Klöster waren seit jeher bedeutende Seelsorgeeinrichtungen und hervorragende geistliche Zentren sowie wirtschaftliche und politische Kristallisationspunkte. Mit ihren zum Teil sehr umfangreichen Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen hatten sie große Strahlkraft für ihr Umfeld. Wie kann man den religiösen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Leistungen einer monastisch geprägten Kirche vor der Säkularisation als Ganzes gerecht werden? Dazu bietet sich der Landschaftsbegriff an, den ursprünglich Geowissenschaften prägten.

So geht es bei der Tagung eingangs um die Frage, inwiefern Klöster in Bayern als Raum- und Kulturbildner geistliche Landschaften gestalteten. An der gelehrten Korrespondenz des Münchner Jesuiten Matthäus Rader wird sodann aufgezeigt, wie Verbindungen über Konfessionsgrenzen hinweg in zahlreiche Länder Europas aufgebaut und unterhalten wurden. Am Beispiel barocker Bautätigkeit werden Abteien und Prälaturen als Wirtschaftsplätze vorgestellt, und es wird dargelegt, wie Baumeisterschulen, etwa die der Dientzenhofer, dazu beitrugen, Baustile und Bauaustattungen zu verbreiten und Klosterlandschaften als Ganzes zu modellieren. Abgerundet werden die Überlegungen mit einem Blick auf die vielfältige Klosterlandschaft in der Oberpfalz, die im 12. Jahrhundert ihren Ausgang nahm.

Neben den Reflexionen über die räumliche und kulturelle Gestaltung der Landschaft durch Klöster und Stifte soll auch der Aspekt eine Rolle spielen, ob die historischen Kartenwerke der landschaftlichen Vielfalt Süddeutschlands gerecht wurden.
 

Tagungsprogramm
 

Freitag, 19. November 2021
 

Willkommenskaffee
(ab einer Stunde vor Beginn)

15.00 Uhr
Begrüßung

15.15 Uhr
Geistliche Landschaften? Klöster und Stifte in Bayern, Franken und Schwaben als Raum- und Kulturbildner
Prof. Dr. Wolfgang Wüst,
Professor em. für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg

16.00 Uhr
Die Korrespondenz und Briefkultur der Orden und Klöster:
Das „commercium litterarum“ des Münchner Jesuiten Matthäus Rader SJ (1561-1634)

Prof. Dr. Alois Schmid,
Professor em. für Bayerische Geschichte und vergleichende Landesgeschichte an der LMU München

16.45 Uhr
Möglichkeit zu Rückfragen

17.15 Uhr
Pause mit Imbissverkauf

18.00 Uhr
Barocke Kloster- und Kirchenbaustellen.
Wie prägte der „Bauboom“ die bayerische Landschaft im 17./18. Jahrundert?

Prof. Dr. Britta Kägler,
Professorin für Bayerische Landesgeschichte und europäische Regionalgeschichte an der Universität Passau

18.45 Uhr
Die Oberpfälzer Klosterlandschaft
Dr. Tobias Appl,
Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz

19.30 Uhr
Möglichkeit zu Rückfragen

20.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
 


Corona-Regeln
Gemäß der aktuellen Infektionsschutzverordnung gilt beim Einlass die 3-G-Regel. In den Innenräumen herrscht Maskenpflicht, je nach Teilnehmerzahl auch am Platz (Stand: September 2021).

Anmeldung
Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss ist Montag, 15. November 2021.
 

Kosten
Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 14 € pro Person; darin inbegriffen ist der Willkommenskaffee. Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Die Eintrittskarten sind an der Tagungskasse erhältlich.
 

Übernachtung
Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für 68 € oder im Doppelzimmer für 44 € pro Person.
 


Bildnachweis: Kloster Benediktbeuern; © User:Fb78  Wikimedia Commons

 

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