150 Jahre Unfehlbarkeit

Donnerstag, 20. Mai 2021

Veranstaltung In Kooperation mit der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg)

Wir können es selbst kaum glauben, aber mit den stetig sinkenden Inzidenzzahlen ist es ab sofort wieder möglich, dass mit den entsprechenden Maßnahmen bis zu 50 Personen zu einer Veranstaltung in unseren Vortragssaal kommen können. Deshalb ergreifen wir gleich die Gelegenheit, Sie kurzfristig ganz herzlich zu unseren Vorträgen von Prof. Dr. Franz-Xaver Bischof und Prof. Dr. Thomas Schüller zum Thema „150 Jahre Unfehlbarkeit“  am kommenden Donnerstag, den 20. Mai 2021, einzuladen. Ausnahmsweise beginnen wir schon um 17.00 Uhr, Einlass ist ab 16 Uhr. Kassieren werden wir beim Einlass nicht. Wir freuen uns über eine Spende.

Die Veranstaltung hat keine Pause und wird gegen ca. 18.45 Uhr zu Ende sein; Kameras werden die Veranstaltung für unseren YouTube-Kanal aufzeichnen. Corona-bedingt ist eine namentliche Anmeldung zwingend erforderlich, diese können Sie auf der Veranstaltungsseite der Homepage vornehmen. Für telefonische Rückfragen steht Ihnen Frau Corana Hoffmann unter 089 / 38 10 21 17 zur Verfügung.

Wir haben entschieden, vorerst nur Menschen einzulassen, deren Ansteckungsrisiko entweder durch Impfung, oder durch Genesung oder durch einen Test als äußerst gering einzustufen ist. Denn die Sicherheit unserer Gäste und Beschäftigten ist uns sehr wichtig. Wir werden daher Sie beim Einlass bitten, uns dies auf diesem Bogen schriftlich zu bestätigen, den Sie bereits ausgefüllt mitbringen können oder bitte vor Ort ausfüllen. Damit niemand deswegen an der Teilnahme gehindert wird, halten wir auch Schnelltests für Sie bereit, die Sie vor Ort noch eigenständig durchführen können (bitte planen Sie dann genügend Zeit ein). Wir hoffen, Ihnen damit die gewünschte Sicherheit zu geben, und danken Ihnen für Ihr Verständnis!

Wir freuen uns sehr, dass die Zeit ohne Präsenzveranstaltungen langsam dem Ende zugeht und wir Sie wieder bei uns begrüßen können!

 

 

 

Thematische Hinführung

 

Mit dem Ersten Vatikanischen Konzil hat sich die Kirche von Rom auf einen Sonderweg begeben, indem sie zweierlei zum Dogma erhob:
1. Alle Hirten und Gläubigen weltweit sind dem Bischof von Rom zu hierarchischer Unterordnung und Gehorsam verpflichtet – und zwar sowohl in Fragen des Glaubens und der Sitten als auch disziplinarisch (DH 3060).
2. Der Bischof von Rom besitzt Unfehlbarkeit, wenn er „ex cathedra“ spricht. Seine Definitionen sind dann aus sich selbst heraus, nicht aufgrund des Konsenses der Kirche „unreformierbar“ (DH 3074).

Seit 1870 muss jeder Katholik das glauben. Und hat auch das Zweite Vatikanische Konzil diese Ekklesiologie durch Kategorien wie „Communio“, „Synodalität“ oder „Volk Gottes“ ergänzt, so bleibt sie doch ungeschmälert in Kraft.

Dieses Jubiläum fordert die Theologie heraus. Einmal in ökumenischer Hinsicht; denn keine andere Konfession wird sich diesem Anspruch jemals unterwerfen. Aber auch intern verstummt nicht jene Kritik, die schon damals zu erbittertem Widerstand und zu einer Kirchenspaltung geführt hatte: Ist, gemessen an der Botschaft Jesu, die absolutistische Wahlmonarchie wirklich die Rechtsform, in der sich Autorität, Macht und Entscheidungsbefugnis in der Kirche legitimieren sollten? Andere halten jeden Versuch, die päpstliche Vollmacht zu relativieren, für nicht mehr katholisch – und haben dabei die seit 150 Jahren geltende Lehre auf ihrer Seite.

Wir wollen über diese Fragen ins Gespräch kommen: Wie ist es zur Dogmatisierung der Herrschaft gekommen? Wie hat sie sich seitdem entwickelt? Sind jegliche Ideen, die Macht in der Kirche zu teilen, von vornherein zum Scheitern verurteilt? Und selbst wenn Kirche und Papst es wollten: Kämen wir aus der Nummer überhaupt wieder heraus? Oder ist die Lehre tatsächlich, wie sie selbst es nennt, „irreformabilis“?

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Programm

Donnerstag, 20. Mai 2021

17.00 Uhr

Begrüßung
PD Dr. Achim Budde,
Direktor der Katholischen Akademie in Bayern

17.15 Uhr

Dogmatisierung des päpstlichen Absolutismus.
Primat und Unfehlbarkeit auf dem Ersten Vatikanischen Konzil

Prof. Dr. Franz Xaver Bischof,
Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters
und der Neuzeit an der LMU München

17.45 Uhr

Der Codex von 1983 als vorläufiger Endpunkt und
Absicherung des Papstes als absolutistischer Wahlmonarch
– von kirchenrechtlichen Sackgassen und Reformbedarfen

Prof. Dr. Thomas Schüller,
Professor für Kirchenrecht an der Universität
Münster

 Gespräch PD Dr. Achim Budde
mit den Referenten



Organisation:
Stephan Höpfinger, Katholische Akademie in Bayern

 

Wichtige Hinweise zur Veranstaltung

 

Voraussetzung für die Teilnahme

Sie können an der Veranstaltung nur teilnehmen, wenn Sie

- von einer COVID-19-Infektion genesen sind
- oder die zweite Impfung vor mehr als 15 Tagen erhalten haben
- oder einen negativen Test vorlegen können, der höchstens 24 Stunden alt ist
- oder bereit sind, am Einlass einen gebührenpflichtigen Test durchführen zu lassen.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sind im Interesse Ihrer und unserer Gesundheit unumgänglich. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit!


Begrenzte Personenzahl

Nach Maßgabe der geltenden Abstands- und Hygieneregeln (siehe www.kath-akademie-bayern.de/hygienekonzept.html) ist die Besucherzahl begrenzt. Die verfügbaren Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben.
Wir bitten Personen aus demselben Haushalt, sich gemeinsam anzumelden.
 

Namentliche Anmeldung

Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen angenommen.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt.
Bei Anmeldung, aber kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

 

 

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