„wir wissen ja nicht, was gilt“. Paul Celan zum 100. Geburtstag

Montag, 30. November 2020

Paul Celan (1920 - 1970). Foto: Wikipedia

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„wir wissen ja nicht, was gilt“. Paul Celan zum 100. Geburtstag

Montag, 30. November 2020

Viele Kenner der deutschen Lyrik halten Paul Celan für den bedeutendsten Poeten der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleichwohl steht Celans Dichtung – nach wie vor – in dem Ruf, schwierig und unzugänglich, ja beinahe geheimnisvoll zu sein. Ist Celans Werk also nur ein esoterischer Gegenstand akademischer Diskussionen? Celan selbst wehrte sich gegen solche Verkürzung und forderte von seinen Lesern: Wiederholung, Vertiefung, vor allem: Aufmerksamkeit. „Aufmerksamkeit ist das natürliche Gebet der Seele“ – so zitiert Celan den Philosophen und Oratorianer Nicolas Malebranche und deutet damit an, dass seine Gedichte nur vor dem Hintergrund des Religiösen wirklich zu erhellen sind.


Diesem Fingerzeig wollen wir anlässlich von Paul Celans 100. Geburtstag nachgehen und gemeinsam mit unseren Gästen – dem Theologen Jan-Heiner Tück aus Wien und dem Literaturwissenschaftler Markus May aus München – den religiösen Dichter Paul Celan kennenlernen. Der abwesende Gott, die Opfer der Shoah, Spuren jüdischer Mystik und Anspielungen auf die Passion des Gekreuzigten werden dabei ebenso im Zentrum stehen wie Celans Auseinandersetzung mit dem Judentum und seiner jüdischen Identität. Aber nicht nur das: Unter Anleitung des Sprecherziehers Marcus Boshkow rezitieren zwei Schauspielerinnen einschlägige Gedichte – u.a. Benedicta, Tenebrae, Denk dir,  Die Pole – und lassen so den Dichter selbst zu Wort kommen. Besondere Aufmerksamkeit ist also geboten, denn: „wir wissen ja nicht, weißt du, wir wissen ja nicht, was gilt.“

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Programm

Montag, 30. November 2020

ab ca. 18 Uhr

Gelegenheit zum Kennenlernen

19.00 Uhr

Begrüßung und Einführung in Celans Biographie
Dominik Fröhlich,
Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern

19.15 Uhr

Im Finstern einander nah.
Jüdische und katholische Traditionssplitter in Paul Celans Gedicht Benedicta

Prof. Dr. Jan-Heiner Tück,
Professor für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

19.45 Uhr

„es stand Jerusalem um uns“
Judentum in Paul Celans späten Gedichten

Prof. Dr. Markus May,
Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Ludwigs-Maximilians-Universität München

20.15 Uhr

Pause

20.30 Uhr

Paul Celan als religiöser Dichter?
Moderierte Diskussion

zwischen Markus May und Jan-Heiner Tück

21.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Rezitation:
Sina Dresp, München
Regina Speiseder, München

 

Künstlerische Gestaltung:
Marcus Boshkow,
Otto-Falckenberg-Schule München

 

Organisation und Moderation:
Dominik Fröhlich

Wichtige Hinweise zur Veranstaltung


Begrenzte Personenzahl

Die maximale Teilnehmerzahl ist aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln begrenzt.
Die Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben.

Namentliche Anmeldung, Besucherfragebogen

Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen  angenommen.

Personen aus demselben Haushalt bitte gemeinsam anmelden!

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Am Einlass ist der „Besucherfragebogen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ auszufüllen.

Anmeldeschluss ist Freitag, 27. November 2020.

Bitte benachrichtigen Sie uns umgehend, wenn Sie sich angemeldet haben, aber kurzfristig an der Teilnahme verhindert sind.

Kosten

Eintrittskarten zum Preis von € 15,– werden an der Abendkasse verkauft.

Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

Übernachtung

Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück
im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder
im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person.

Ermäßigung erhalten Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr.

 

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