RAFFAEL. Zum 500. Todestag - AUSGEBUCHT

Montag, 02. November 2020

Die Sixtinische Madonna (Detail) Engel. Bildnachweis: bpk / Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Elke Estel / Hans-Peter Klut

Raffael ist zu seinem 500. Todestag ein größeres Rätsel denn je. Bereits von den Zeitgenossen wurde er bei seinem Tod am 6. April 1520 als „Gott der Malerei“ gefeiert. In der Folge stieg er in der allgemeinen Wertschätzung bis zum besten Maler auf, den die Welt je gesehen hat und je sehen wird, und blieb in der akademischen Maler-Ausbildung das absolute Vorbild.

 

Erst mit der Suche des 19. Jahrhunderts nach einer vermeintlich unverfälschten religiösen Ausdruckskraft in der Kunst, wie sie die Nazarener und dann die Präraffaeliten betrieben, wurden kritische Stimmen zuerst zu den Spätwerken Raffaels, dann überhaupt zu seiner Rolle laut. Mit den Avantgarden der zweiten Jahrhunderthälfte, die zunehmend den Bruch mit allen künstlerischen Traditionen suchten, wurde der Name „Raffael“ dann zum Inbegriff all dessen, was man zu überwinden versuchte.

Die Vorbildfunktion Raffaels, die sich in schier endlosen Reproduktionen und Kopien manifestierte, aber auch eine Vorstellung von seiner Persönlichkeit als wohlerzogen-freundlicher, gebildeter, zuverlässiger Künstler-Unternehmer, sorgen bis heute dafür, dass er neben Michelangelo, Leonardo da Vinci oder etwa auch Caravaggio weniger interessant erscheint. Dabei wissen wir über ihn als Mensch im Vergleich zu Leonardo und Michelangelo, mit denen er bereits in den 1520er Jahren zum Dreigestirn der großen Meister zusammengebracht worden war, sehr wenig.

Arnold Nesselrath und Ulrich Pfisterer, die beide Monographien zu Raffael vorgelegt haben, wollen aus unterschiedlichen Perspektiven den rätselhaften Künstler und Menschen Raffael und seine Werke neu interpretieren, um zu zeigen, warum dies gerade heute eine lohnende Herausforderung darstellt.


 

Literatur

Arnold Nesselrath, Raffael!. Belser Verlag, Stuttgart 2020

Ulrich Pfisterer, Raffael. Glaube, Liebe, Ruhm. C.H. Beck Verlag, München 2019

Mehr

Programm

Montag, 2. November 2020

 

Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

(Nachricht vom 29. September 2020) 



Möglichkeit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

19.00 Uhr

Begrüßung

19.10 Uhr

Raffael und die Antike
Prof. Dr. Arnold Nesselrath,
Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin

19.40 Uhr

Raffael in seiner Zeit
Prof. Dr. Ulrich Pfisterer,
Lehrstuhl für allgemeine Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kunst Italiens; Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München

20.10 Uhr

Podiumsdiskussion und
Fragen aus dem Publikum

21.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Augustyn,
Stellv. Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München

 

Organisation:
Michael Zachmeier,
Katholische Akademie in Bayern

Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Es gibt nur noch Plätze auf der Warteliste.
(Nachricht vom 29. September 2020)


Wichtige Hinweise zur Veranstaltung
Begrenzte Personenzahl
Nach Maßgabe der geltenden Abstands- und Hygieneregeln (siehe www.kath-akademie-bayern.de/hygienekonzept.html) ist die Besucherzahl stark begrenzt.
Wir bitten Personen aus demselben Haushalt, sich gemeinsam anzumelden.
Am Einlass ist der „Besucherfragebogen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ auszufüllen.
Namentliche Anmeldung
Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen angenommen.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erfolgt.
Anmeldeschluss ist Freitag, 23. Oktober 2020.
Bitte informieren Sie uns, wenn Sie sich angemeldet haben, aber kurzfristig verhindert sind.
Kosten
Eintrittskarten zum Preis von € 14,– werden an der Abendkasse verkauft.
Schüler und Studierende bis zum 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

In Ihrem Kalender eintragen

Weitere Informationen (PDFs)

Medien zum Thema

Veranstaltungen zum Thema