Charles de Gaulle - AUSGEBUCHT

Freitag, 30. Oktober 2020

Zum 50. Todestag des französischen Staatsmanns

Charles de Gaulle gilt als einer der bedeutendsten französischen Politiker des 20. Jahrhunderts. 1890 in Lille geboren, trat er nach seiner Ausbildung in der Offiziersschule St. Cyr in die französische Armee ein. Im Ersten Weltkrieg geriet er in deutsche Gefangenschaft, die ihm als bittere Zeit in Erinnerung blieb. In der Zwischenkriegszeit erlangte er durch seine Forderungen nach grundlegenden Reformen in der Armee öffentliche Bekanntheit.

Nach der Besetzung Frankreichs durch Nazi-Deutschland ging er 1940 ins Exil nach London, gründete dort das Komitee „Freies Frankreich“ und wurde zur Integrationsfigur der Résistance gegen die Besatzung und die Vichy-Regierung. Auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 erreichte er die Anerkennung Frankreichs als eine der künftigen Besatzungsmächte Deutschlands.

Nach einer Auszeit kehrte er 1958 im Zuge des Algerienkrieges in die Politik zurück. Er initiierte eine Art Präsidialverfassung und begründete damit die Fünfte Republik, deren Staatspräsident er von 1959 bis 1969 war. Er entließ die Kolonien in die Unabhängigkeit, betrieb eine auf Eigenständigkeit bedachte Außen- und Europapolitik, forcierte Frankreichs Weg zur Atommacht und war eine zentrale Figur der deutsch-französischen Aussöhnung, die im Élysée-Vertrag besiegelt wurde.

Die Studentenrevolte 1968 löste eine Staatskrise aus und erschütterte de Gaulles Autorität, der die Unruhen als Angriff auf seinen Staat sah. Nach einem verlorenen Referendum ein Jahr später erklärte er seinen Rücktritt. Am 9. November 1970 starb Charles de Gaulle auf seinem Landsitz in Colombey-les-deux-Églises.

Mehr

Programm

Freitag, 30. Oktober 2020

 

Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

(Mitteilung vom 14.10.20)

 

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

19.00 Uhr

Begrüßung

19.10 Uhr

Krieg und Frieden mit Deutschland.
Charles de Gaulle aus französischer Sicht

Prof. Dr. Henri Ménudier,
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle

19.30 Uhr

Charles de Gaulle und die certaine idée de la France
Dr. Johannes Willms,
Historiker und Journalist, München/Paris

19.50 Uhr

Gespräch mit den Referenten
über die Bedeutung de Gaulles für Frankreich, Deutschland und Europa
und Diskussion zu Fragen aus dem Publikum

Moderator:
Axel Honsdorf,
Geschäftsführer des Bayerisch-Französischen Hochschulzentrums München

21.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Organisation:
Stephan Höpfinger, Studienleiter

Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

(Mitteilung vom 14.10.20)


Begrenzte Personenzahl
Nach Maßgabe der geltenden Abstands- und Hygieneregeln (siehe www.kath-akademie-bayern.de/hygienekonzept.html) ist die Besucherzahl stark begrenzt.
Die verfügbaren Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben.
Namentliche Anmeldung
Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen angenommen.
Personen aus demselben Haushalt bitten wir, sich gemeinsam anzumelden.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erfolgt.
Am Einlass ist der „Besucherfragebogen im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ auszufüllen.
Bitte informieren Sie uns, wenn Sie sich angemeldet haben, aber kurzfristig verhindert sind.
Anmeldeschluss ist Montag, 26. Oktober 2020.
Kosten
Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt € 12,-- pro Person.
Für Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist der Eintritt kostenlos.
Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.
Übernachtung
Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück
im Einzelzimmer für € 59,-- (ermäßigt € 50,--) oder
im Doppelzimmer für € 45,-- (ermäßigt € 39,--) pro Person.
Ermäßigung erhalten Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr.


Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

(Mitteilung vom 14.10.20)

 

Weitere Informationen (PDFs)

Medien zum Thema