Suizidprävention - Pflicht oder Anmaßung?

Freitag, 15. November 2019

Seit 50 Jahren berät DIE ARCHE in Krisen Foto: Pixabay

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Suizidprävention - Pflicht oder Anmaßung?

Freitag, 15. November 2019

Die Möglichkeit, das eigene Leben durch Suizid zu beenden, steht jedem Menschen offen. Allerdings trifft ein suizidgefährdeter Mensch, der sich anderen anvertrauen möchte, meist auf Unverständnis und Sprachlosigkeit und bleibt mit der eigenen Not allein.


 

Seit langem gibt es Suizid-Präventionsprogramme, unter anderem Beratungsangebote mit dem Ziel, Suizide zu verhindern. Tatsächlich haben sich die Suizidzahlen in Deutschland gegenüber den 70er Jahren etwa halbiert, sind mit etwa 10.000 Menschen pro Jahr jedoch immer noch erschreckend hoch.

Auf der anderen Seite nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz von Suizid offenbar zu. Warum weiterleben, wenn das Leiden ausweglos und das Leben unerträglich erscheint? Ist es dann nicht verständlich, dass ein Mensch seinem Leben ein Ende setzen möchte?

Die Beratungsstelle Die Arche bietet seit 50 Jahren Menschen in Lebenskrisen und mit suizidalen Gedanken und Wünschen ein Gegenüber. Wir schaffen gemeinsam einen Raum, in dem die suizidale Absicht neu reflektiert und vielleicht ein Ausweg gefunden werden kann.

Immer stärker erleben wir aber die Spannung zwischen unserem suizidpräventiven Auftrag und der Konfrontation mit ausweglosen Lebenssituationen, die den Suizid als nachvollziehbaren Ausweg erscheinen lassen.

So nehmen wir unser 50-jähriges Bestehen zum Anlass, uns dieser Frage im Rahmen eines Fachtages unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter und im Austausch mit Ihnen zu widmen.

 


DIE ARCHE

Wir sind eine Beratungsstelle für Menschen in Lebenskrisen und bei Suizidgefährdung, für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren.

Wir sind für Sie da, wenn Sie ...
... sich in einer Lebenskrise befinden
... eine Lebenssituation als ausweglos erleben
... nicht mehr leben wollen
... einen Suizidversuch unternommen haben
... sich Sorgen machen um eine Person, die nicht mehr leben möchte
... einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben

Unser Selbstverständnis
– Wir bieten Ihnen Raum für eine ruhige Aussprache
– Wir nehmen Ihre Gedanken und Gefühle ernst
– Wir suchen mit Ihnen nach Wegen auch in scheinbar ausweglosen Situationen
– Wir unterstützen Ihre Selbsthilfekräfte
– Wir stehen unter strikter Schweigepflicht

Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an:
Telefon: 089 / 33 40 41
Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr

Beratungsstelle Die Arche,
Saarstraße 5, 80797 München
www.die-arche.de

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Programm

Freitag, 15. November 2019

 

WORKSHOPS

9.00 Uhr

 

Registrierung.
Gewünschten Workshop bzw. Alternative bitte bei Anmeldung im Feld "Mitteilungen" angeben!

9.30-12.30 Uhr

 

Workshops zu Themen der Suizidprävention,
moderiert von Mitarbeiter*innen der Arche

 

 

Workshop 1:
Suizidalität erkennen und einschätzen

Im Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen ist es wichtig, auch suizidale Wünsche unseres Gegenübers im Blick zu haben. Was und wie dürfen wir fragen? Wie können wir die Brisanz einschätzen und möglichst hilfreich reagieren?

Moderation: Dr. Ulrike Wegner

 

Workshop 2:
Gesprächsführung bei suizidalen Krisen

„containing“ – ein Entwicklungsraum für Helfer*innen und Betroffene: Einführung in eine Haltung zwischen Reverie und Krisenbewältigung.

Moderation: Bärbel Rödig, Thomas Rieger

 

Workshop 3:
Sterbewünsche alter Menschen

Wünsche, nicht mehr leben oder sich selbst das Leben nehmen zu wollen, sind bei alten Menschen nicht selten: Workshop zur Gesprächsführung in diesen existenziellen Situationen.

Moderation: Heribert Zapf

 

Workshop 4:
Trauer nach einem Suizid

Ein Suizid löst bei den Hinterbliebenen sehr widersprüchliche Gefühle und viele Fragen aus: Workshop zu Trauerverarbeitungsprozessen von Hinterbliebenen nach einem Suizid, und auf ihrem Weg in ein verändertes, neues Leben.

Moderation: Gerda Schumacher, Vera Käufl

12.30 Uhr

Gelegenheit zum Mittagessen

 

 

 

ÖFFENTLICHE TAGUNG

13.30 Uhr

Registrierung

14.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Johannes Schießl,
Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern
Dr. Lisa Pecho,
1. Vorsitzende Die Arche e.V.

14.15 Uhr

Beständig in den Wellen – 50 Jahre DIE ARCHE
Hans Doll,
Geschäftsführer der Arche

14.45 Uhr

 

Ambivalenz der Freiheit – Suizidprävention kontrovers
Prof. Dr. Matthias Bormuth,
Professur für Vergleichende Ideengeschichte,
Universität Oldenburg

15.45 Uhr

Kaffeepause

16.15 Uhr

 

Zu den Paradoxien suizidalen Erlebens und Handelns: psychoanalytische Perspektiven
Prof. Dr. Benigna Gerisch,
Psychoanalytikerin (DVP/IPA), Hamburg

17.15 Uhr

 

Disput zum Tagungsthema auf dem Podium
und mit dem Plenum

Prof.in Gerisch, Prof. Bormuth und
Prof. Dr. Hans Wedler,
ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft
für Suizidprävention (DGS), Stuttgart

Moderation:
Prof. Dr. Thomas Giernalczyk, München

18.30 Uhr

 

Wir feiern gemeinsam ...
... mit Musik, Buffet und Unterhaltung

 

Organisation:

Hans Doll,
Die Arche

Dr. Johannes Schießl,
Katholische Akademie in Bayern

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit
 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Montag, 4. November 2019.
 

Anmeldung zu den Workshops:

Wenn Sie sich für den ganzen Tag anmelden,
geben Sie bitte im Feld "Mitteilungen"
die Nummer des gewünschten Workshops
und eines alternativen Workshops an!


Kosten

Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person:

Teilnahme am ganzen Tag € 50,– (25,–)
Mittagessen € 17,– (11,–)
Teilnahme am Nachmittag € 20,– (10,–)

Die Preise in () gelten für Studierende bis zum vollendeten
30. Lebensjahr und für Schüler.

Übernachtung/en

Es besteht sowohl von Do, 14. auf Fr, 15. November,
als auch von Fr, 15. auf Sa, 16. November 2019,
die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück 
im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder
im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–)
pro Person und Nacht.

 

 

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