Philosophie als Lebenskunst?

Montag, 02. Dezember 2019

Die Antwort der Stoa

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Philosophie als Lebenskunst?

Montag, 02. Dezember 2019

Die Stoa war die einflussreichste Bewegung der hellenistischen Philosophie. Vom dritten vorchristlichen bis zum ersten nachchristlichen Jahrhundert hing ihr eine große Zahl der Gebildeten im griechisch-römischen Kulturkreis an. Auch christliche Theologie und Lebensform sind über die frühen Kirchenväter von der Stoa mitgeprägt – in Einverständnis und Auseinandersetzung. Bis in die Moderne sind die Auswirkungen gerade der stoischen Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie auf die westliche Welt spürbar.

 

Mit „stoisch“ verbinden wir heute Seelenstärke, Gefühlskontrolle und Schicksalsergebenheit. In philosophischer und theologischer Ethik, aber auch in der kognitiven Psychologie der Gegenwart finden Versuche Zuspruch, die Philosophie der Stoa für die Einübung in eine Lebenskunst fruchtbar zu machen. Gleichwohl dürfte eine direkte Umsetzung stoischer Philosophie in unsere Alltagspraxis schwierig sein, da die stoische Lebenskunst ein (pantheistisches) Weltbild und Selbstverständnis voraussetzt, das vielen von uns fremd erscheinen mag. Sie verlangt nämlich eine Einstellung zu den Gütern des Lebens, die so gut wie allem widerspricht, was der globale Markt und die entsprechende Lebenskultur an vermeintlich Notwendigem, Befriedigendem und Beglückendem anbietet oder fordert.

Die Philosophie der Stoa bereitet indes auch einem Christen grundsätzliche Probleme. Denn auf ihr lastet die Diagnose des Apostels Paulus, dass ihr praktisches Ideal der Weisheit den Menschen überfordert, dass sie Ausdruck eines Stolzes ist, der in den Augen Gottes als überhebliche Torheit zu gelten hat. Derlei Schwierigkeiten sollten uns aber nicht davon abhalten, uns mit einer so wirkmächtigen geistigen Strömung zu beschäftigen.

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Programm

Montag, 2. Dezember 2019

 

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

19.00 Uhr

Begrüßung

19.15 Uhr

Philosophie als Lebenskunst?
Die Antwort der Stoa


Prof. Dr. Maximilian Forschner,
emeritierter Professor für Philosophie
an der Universität Erlangen-Nürnberg

20.00 Uhr

Gespräch mit dem Referenten

20.30 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Organisation und Moderation:
Dr. Johannes Schießl

Veranstaltungsort

Katholische Akademie in Bayern
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 28. November 2019.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten zum Preis von € 8,–
(Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 4,–)
sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Übernachtung

Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück
im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder
im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person.

Ermäßigung erhalten Studierende bis zum
vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler.

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