Münchner Kulturbauten: Zerstörung und Wiederbelebung

Donnerstag, 09. Mai 2019

Münchner Kulturbauten in der Nachkriegszeit/Das Foto zeigt den Grottenhof der Residenz mit Notdächern. Copyright: Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de

Inmitten von Schutt und Asche, inmitten von Wohnungsnot und Flüchtlingselend, von Versorgungsnöten und der Sorge um die Kriegsgefangenen, umgeben von politischer Verunsicherung und weltanschaulicher Desorientierung war es alles andere als selbstverständlich, dass man sich in München in den Jahren nach 1945, konfrontiert mit der Alternative Wiederaufbau oder Neubau, für den so bezeichneten „Münchner Weg“ entschied.

Mit dem Sieg der Traditionalisten über die Modernisierer war eine politische Grundsatzentscheidung getroffen, deren Analyse auch heute noch lohnt, wurden dabei doch Weichenstellungen getroffen, die das Münchner Stadtbild im allgemeinen und die kulturelle Infrastruktur der Landeshauptstadt im besonderen bis in unsere Gegenwart herein prägen.
Zeitgenössliche Prognosen sprachen von einem halben Jahrhundert, das es bis zum Abschluss des Wiederaufbaus dauern würde – und hatten damit, wie wir heute wissen, gar nicht so unrecht.
Ein Blick auf diese Zerstörungs- und Wiederbelebungsgeschichte leistet einen wichtigen Beitrag zur Münchner Stadtgeschichte einerseits und zur historischen Topographie der Haupt- und Residenzstadt andererseits.

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Programm

15.00 UhrBegrüßung
15.10 Uhr

Zur Einführung: Die Dimenionen der Zerstörung
und die finanziellen Herausforderungen

Prof. Dr. Kurt Faltlhauser,
Bayerischer Staatsminister der Finanzen a.D.

15.30 Uhr

Bayern nach 1945 –
Prioritäten und Notwendigkeiten

Ein Gespräch zwischen
Prof. Dr. Hans-Michael Körner,
Professor em. am Historischen Seminar der LMU München
und
Prof. Dr. Hermann Rumschöttel,
Generaldirektor a.D. der Staatlichen Archive Bayerns

16.00 Uhr

Denkmalschutz in einer zerstörten Stadt:
Möglichkeiten und Alternativen

Prof. Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil,
Generalkonservator des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege

16.45 UhrImbisspause
17.15 Uhr

Die Münchner Residenz:
70 lange Jahre des Wiederaufbaus

Prof. Dr. Kurt Faltlhauser

18.00 Uhr

Jüngste Interventionen an Klenzes Königsbau
Dr. Hermann Neumann,
Referent in der Bauabteilung der Bayerischen
Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

18.45 Uhr

Der lange Weg vom Lusthaus zur Staatskanzlei
Dr. Lothar Altmann,
Kunsthistoriker, Lektor, Publizist

19.30 UhrSchlussdiskussion
20.30 UhrEnde der Veranstaltung
Veranstaltungsleitung:

Prof. Dr. Kurt Faltlhauser
Prof. Dr. Hans-Michael Körner

Moderation:

Dr. Katharina Weigand,
Akademische Oberrätin am Universitätsarchiv München

Organisation:

Stephan Höpfinger

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Montag, 6. Mai 2019

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, 
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten zum Preis von € 14,– 
(Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 7,–) 
sind an der Tagungskasse erhältlich.

Weitere Informationen (PDFs)

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