Konsens und Dissens in der Ethik. Wie weit reicht die katholisch-evangelische Ökumene?

Donnerstag, 07. März 2019

Freitag, 08. März 2019

Tagung in Tutzing in Kooperation mit der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Vereinigten Evangelisch- Lutherischen Kirche Deutschlands und der Evangelischen Akademie Tutzing

Bitte melden Sie sich für diese Tagung bei der Evangelischen Akademie Tutzing unter diesem Link an!

Bei organisatorischen Fragen: Evangelische Akademie Tutzing, Frau Isabelle Holzmann, Tel. 08158 / 25 11 21, eMail: holzmann@ev-akademie-tutzing.de

 

In der Ethik sind zwischen der römisch-katholischen Kirche und den evangelischen Kirchen in den vergangenen Jahren immer wieder Unterschiede deutlich geworden. Dies zeigt sich beispielsweise in der Haltung zur Stammzellenforschung oder aktuell zur Pränataldiagnostik. Welchen Stellenwert haben diese und andere unterschiedliche Bewertungen? Wodurch sind sie begründet? Vertiefen sie die Trennung zwischenden Kirchen? Zeigen sie letztlich doch einen Grundwiderspruch? Behindern sie gar das gemeinsame Zeugnis für die unverlierbare Würde des Menschen?


Streit über ethische Konsequenzen

Diesen Fragen stellt sich die Studie „Gott und die Würde des Menschen" der dritten bilateralen Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. Sie beschreibt einen differenzierten Konsens in der Anthropologie und der ethischen Argumentation. Sie erkennt aber in den Beispielen, die sie ausgewählt hat, neben starken Übereinstimmungen an einigen Punkten auch begrenzte Dissense. Diese Unterschiede entbinden die Kirchen jedoch nicht von der gemeinsamen Verantwortung: Sie müssen für die Menschen Partei ergreifen, deren Würde verletzt wird und die in besonderer Weise schutzbedürftig sind.

Im Rahmen dieser Tagung werden die theologischen Grundlagen der Studie im Bereich der Anthropologie und der ethischen Urteilsbildung beleuchtet und zur Diskussion gestellt. Beiträge aus der Perspektive anderer Konfessionsfamilien werden den ökumenischen Rahmen erweitern. Die besondere Relevanz des Themas über den Bereich der Kirchen hinaus wird auch in einer Abendveranstaltung zur gesellschaftlichen Debatte über das christliche Menschenbild verdeutlicht. Nicht zuletzt soll die Grundthese der Studie an zwei aktuellen Praxisbeispielen erprobt werden: Wie tragfähig erweist sie sich im Bereich der Flüchtlingsthematik und der „Ehe für alle"?

Diskutieren Sie mit und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Herzliche Einladung zu diesem Symposium im Schloss Tutzing!

Udo Hahn, 
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Dr. Achim Budde, 
Direktor der Katholischen Akademie in Bayern

Dr. Gerhard Feige,
Bischof von Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz

Dr. Karl-Hinrich Manzke, 
Landesbischof von Schaumburg Lippe, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands
 

 

Referierende:

Dr. Yauheniya Danilovich, 
Akademische Oberrätin am Seminar für Praktische Theologie und Religionspädagogik der Universität Münster

Oberkirchenrat Johannes Dieckow, 
Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands

Dr. Gerhard Feige, 
Bischof von Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz

Prof. Dr. Markus Iff, 
Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Ewersbach

Prof. Dr. Traugott Jähnichen, 
Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas, 
Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Professor für Soziologie an der Universität Chicago

Dr. Katharina Klöcker, 
Juniorprofessorin für Theologische Ethik, Katholisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum

Dr. Karl-Hinrich Manzke, 
Landesbischof von Schaumburg Lippe, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands

Pfr. Dr. Roger Mielke M.A., 
Ev. Militärpfarramt Koblenz III, Zentrum Innere Führung

Prof. Dr. Miriam Rose, 
Professorin für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prodekanin

Prof. Dr. Michael Roth, 
Professor für Systematische Theologie und Sozialethik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz

Prof. Dr. Herbert Schlögel OP, 
em. Professor für Moraltheologie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Regensburg

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, 
Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau

Prof. Dr. Thomas Söding, 
Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, 
Professor für Ökumenische Theologie, leitender Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn sowie Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn

Prof. Dr. Fabian Wittreck, 
Leiter des Instituts für Öffentliches Recht und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster

Tagungsleitung

Udo Hahn, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Astrid Schilling, Katholische Akademie in Bayern
Dr. Dorothee Kaes, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
Oberkirchenrat Johannes Dieckow, Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands
 

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Programm

Donnerstag, 7. März bis Freitag, 8. März 2019

ACHTUNG:

 

VERANSTALTUNGSORT
Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

ANMELDUNG
nur über die Evangelische Akademie Tutzing

 

 

 

Donnerstag, 7. März 2019

ab 10.00 Uhr

 

Anreise

12.30 Uhr

 

Beginn der Tagung mit dem Mittagessen

14.00 Uhr

 

Begrüßung und Einführung

Bischof Dr. Gerhard Feige,
Bischof von Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke,
Landesbischof von Schaumburg Lippe, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands

 

14.30 Uhr

I.

WER IST DER MENSCH? GRUNDELEMENTE DES CHRISTLICHEN MENSCHENBILDES

 

1.

Grundkonsens in der Anthropologie
Die Perspektive der Studie „Gott und die Würde des Menschen"

Prof. Dr. Thomas Söding,
Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum

 

2.

Das Menschenbild der Studie in der ökumenischen Diskussion

 

a)

aus freikirchlicher Sicht
Prof. Dr. Markus Iff,
Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Ewersbach

 

b)

aus orthodoxer Sicht
Dr. Yauheniya Danilovich,
Akademische Oberrätin am Seminar für Praktische Theologie und Religionspädagogik der Universität Münster

Moderation:

 

Oberkirchenrat Johannes Dieckow,
Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands

16.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

16.30 Uhr

II.

PRINZIPIEN ETHISCHER URTEILSBILDUNG IM LICHTE KONFESSIONELLER TRADITIONEN

 

1.

Konfessionelle Zugänge und gewachsene ökumenische Verständigung:
Reflexionen der Studie „Gott und die Würde des Menschen“

Prof. Dr. Miriam Rose,
Professorin für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prodekanin

 

2.

Antwort aus katholischer Sicht
Prof. em. Dr. Herbert Schlögel OP,
em. Professor für Moraltheologie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Regensburg

 

3.

Antwort aus evangelischer Sicht
Prof. Dr. Michael Roth,
Professor für Systematische Theologie und Sozialethik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz

Moderation:

 

Dr. Astrid Schilling,
Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern

18.30 Uhr

 

Abendessen

 

19.30 Uhr

 

Öffentlicher Vortrag:

Sakralität der Person. Christliches Menschenbild in der Debatte
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas,
Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Professor für Soziologie an der Universität Chicago

Moderation:

 

Pfr. Udo Hahn,
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

21.00 Uhr

 

Gespräche in den Salons

 

 

 

 

Freitag, 8. März 2019

7.30 Uhr

 

Frühstück

8.45 Uhr

 

Andacht in der Schlosskapelle

 

9.00 Uhr

III.

DAS MODELL DES DIFFERENZIERTEN KONSENSES IN DER ETHIK UND BEGRENZTEN DISSENSES IN ETHISCHEN EINZELFRAGEN IN DER BEWÄHRUNG

 

1.

Einführung in die Fragestellung
Prof. Dr. Wolfgang Thönissen,
Professor für Ökumenische Theologie, leitender Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn sowie Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn

 

2.

Begrenzter Dissens in der Diskussion um die „Ehe für alle“?

 

a)

Evangelische Perspektive
Prof. Dr. Traugott Jähnichen,
Professor für Ökumenische Theologie, leitender Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn sowie Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn

 

b)

Katholische Perspektive
Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff,
Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i. Breisgau

 

c)

Podiumsgespräch mit
Prof. Dr. Wolfgang Thönissen;
Prof. Dr. Traugott Jähnichen und
Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff

Moderation:

 

Dr. Astrid Schilling

10.45 Uhr

 

Kaffeepause

11.15 Uhr

3.

Differenzierter Konsens in der Ethik am Beispiel der Flüchtlingsfrage

 

a)

Katholische Positionierung
Dr. Katharina Klöcker,
Juniorprofessorin für Theologische Ethik, Katholisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum

 

b)

Evangelische Positionierung
Pfr. Dr. Roger Mielke M.A.
Ev. Militärpfarramt Koblenz III (Zentrum Innere Führung)

 

c)

Staatsrechtliche Perspektive
Prof. Dr. Fabian Wittreck,
Leiter des Instituts für Öffentliches Recht und Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster

Moderation:

 

Pfr. Udo Hahn

 

12.30 Uhr

 

Zusammenfassung

Bischof Dr. Gerhard Feige
Bischof von Magdeburg, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke,
Landesbischof von Schaumburg Lippe, Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands

13.00 Uhr

 

Mittagessen und Ende der Tagung

Veranstaltungsort

Evangelische Akademie Tutzing
Schlossstraße 2+4
82327 Tutzing

 

Anmeldung nur über die Evangelische Akademie Tutzing:

Isabelle Holzmann, 
Telefon: 08158 251-121
Telefax: 08158 251-110
E-Mail: holzmann@ev-akademie-tutzing.de

Isabelle Holzmann, Direktionsassistenz/Tagungsassistenz,
beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von 
Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. 

Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich. 
 
Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich.

Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2019.


Abmeldung

Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, 
bitten wir bis spätestens zum 28. Februar 2019 um 
entsprechende schriftliche Benachrichtigung, 

andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, 
am Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen 
bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. 

Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. 

Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den 
Eingang Ihrer Abmeldung. 

Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.
 

Preise für die gesamte Tagungsdauer:

Teilnahmebeitrag
70,– €

Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)   
40,50 €

Vollpension
– im Einzelzimmer: 99,– €
– im Zweibettzimmer: 77,– €
– im Zweibett- als Einzelzimmer: 107,– €

In den Pausen werden Kaffee/Tee/Kuchen angeboten 
und auch bei Teilnahme mit Verpflegung à 4,- € berechnet.
 
Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. 
Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen 
können nicht rückvergütet werden.

Preisnachlass

Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitsuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 %. JournalistInnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation sowie der Auftrag zur Berichterstattung vorliegt. Bei Inanspruchnahme einer Ermäßigung schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises mit Ihrer Anmeldung zu.
 
Sonderkost
 
Gerne bietet unsere Küche gegen einen Aufpreis von 10,– € pro Person & Veranstaltung bei streng veganem Essen, Unverträglichkeiten oder Allergien nach vorheriger Bestellung die Zubereitung einer Sonderkost an.
 

Anreise
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen.
Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.     

Weitere Informationen (PDFs)

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