Die Bundesrepublik Deutschland

Mittwoch, 06. März 2019

Samstag, 09. März 2019

Historische Tage zu Wegmarken und Trends 1949 – 1989

Die feierliche Verkündung des Grundgesetzes in der Schlusssitzung des Parlamentarischen Rates am 23. Mai 1949 markiert die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Sie war - wie die Gründung der DDR am darauffolgenden 7. Oktober - das Ergebnis der Blockkonfrontation zwischen Ost und West nach dem Zweiten Weltkrieg, die zu den Rahmenbedingungen des politischen Agierens gehörte.

Das Foto zeigt die Siegerehrung der deutschen Mannschaft im Berner Wankstadion. akg-images / IMAGNO / Votava



Im Westen bildete sich ein stabiles demokratisches System heraus, in dem die Wirtschaft florierte und der Wohlstand für viele Menschen stieg. Auch gewann das Land in der internationalen Gemeinschaft wieder an Reputation. Gegen Ende der 1960er Jahre begann sich das Gesamtklima allerdings zu ändern; nicht allein die „Achtundsechziger“ deuteten dies an. Der bis dahin vorherrschende Fortschrittsoptimismus erlitt insgesamt einen Dämpfer durch die allmählich zu Bewusstsein kommenden Grenzen des Wachstums; neue Themen wie Umweltbelastung, Arbeitslosigkeit und Bekämpfung des linken Terrorismus gewannen an Gewicht.

Am Beispiel ausgewählter Themenfelder sollen bei den diesjährigen Historischen Tagen Wegmarken und Trends in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1989 aufgezeigt werden, die 2019 auf ihr 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann.
 

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Programm

Mittwoch, 6. März, bis Samstag, 9. März 2019

 

Mittwoch, 6. März 2019

15.00 Uhr

Begrüßung

15.15 Uhr

20./21. Juni 1948 – Die Währungsreform und andere
Mythen des deutschen Wirtschaftswunders.
Eine Konfrontation mit dem Forschungsstand

Prof. Dr. Werner Abelshauser,
Forschungsprofessur für Historische Sozialwissenschaft
an der Universität Bielefeld

16.00 Uhr

Imbisspause

16.30 Uhr

23. Mai 1949 – Die Verkündung des Grundgesetzes
als Basis unseres Zusammenlebens.
Entstehung, Bedeutung, Entwicklung

Prof. Dr. Fabian Wittreck,
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Öffentliches
Recht und Politik an der Universität Münster

17.15 Uhr

Diskussion

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr

Eucharistiefeier zum Aschermittwoch
mit Aschenkreuzausteilung

 

 

Donnerstag, 7. März 2019

8.45 Uhr

Gesungene Laudes

9.15 Uhr

Eine ganz normale Nation?
Deutschland und die Fußball-WM 1954

Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier,
Professor em. für Wirtschafts,- Sozial- und Umweltgeschichte an der Universität Freiburg

10.00 Uhr

Imbisspause

10.30 Uhr

Westbindung 1955 – Die politische Koordinatenverschiebung
Prof. Dr. Michael Kißener,
Professor für Zeitgeschichte an der Universität Mainz

11.15 Uhr

Pause

11.30 Uhr

Die DDR – eine sozialistische Diktatur, die sich
am 13. August 1961 einmauerte

Prof. Dr. Klaus Schroeder,
Wissenschaftlicher Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat und Professor am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin

12.30 Uhr

Mittagessen

14.30 Uhr

1963 bis 1965 – Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess
Prof. Dr. Sybille Steinbacher,
Direktorin des Fritz Bauer Instituts, Inhaberin des Lehrstuhls zur Erforschung der  Geschichte und Wirkung des Holocaust an der Universität Frankfurt am Main

15.15 Uhr

Imbisspause

15.45 - 17.30

Arbeitskreise
zu den Beiträgen von

Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier
Arbeitskreis 1: Fußball-WM 1954

Prof. Dr. Michael Kißener
Arbeitskreis 2: Westbindung 1955

Prof. Dr. Klaus Schroeder
Arbeitskreis 3: DDR 1961

Prof. Dr. Sybille Steinbacher
Arbeitskreis 4: Auschwitz-Prozes)

17.45 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr

ACHTUNG: Der hier angezeigte Abendvortrag muss leider entfallen!

Auf dem Weg in die „postindustrielle Gesellschaft“?
Arbeiten und Leben in der Bundesrepublik nach 1945
Prof. Dr. Dietmar Süß,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte
an der Universität Augsburg

20.00 Uhr

Möglichkeit zu Nachfragen

 


Freitag, 8. März 2019

8.30 Uhr

Eucharistiefeier

9.15 Uhr

Das letzte Treffen der Gruppe 47 im Jahr 1967.
Eine literarische Institution und ihr Einfluss auf die Bonner Republik

Prof. Dr. Günther Rüther,
Honorarprofessor an der Universität Bonn
am Seminar für politische Wissenschaft und Soziologie

10.00 Uhr

Imbisspause

10.30 Uhr

11. April 1968 – Das Attentat auf Rudi Dutschke.
Die 68er-Bewegung und ihre Folgen

Dr. Wolfgang Kraushaar,
Politikwissenschaftler an der Hamburger Stiftung
zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

11.15 Uhr

Pause

11.30 - 12.30

Arbeitskreise
zu den Beiträgen von

Prof. Dr. Günther Rüther
Arbeitskreis 5: Gruppe 47

Dr. Wolfgang Kraushaar
Arbeitskreis 6: Die 68er-Bewegung

12.30 Uhr

Mittagessen

 

Am Freitag Nachmittag, 14.30 Uhr:
Besuch des „Erinnerungsortes Olympia-Attentat München 1972“
auf dem Olympiagelände, Kolehmainenweg

(U-3 ab Münchner Freiheit bis Olympiazentrum,
denn ca. 5-minütiger Fußweg).

Die 2017 eröffnete Gedenkstätte wurde errichtet
zur Erinnerung an die zwölf Opfer des Terroranschlags
während der Olympischen Spiele am 5. September 1972.

Gespräch mit dem Projektleiter Ministerialrat Werner Karg
über die Konzeption und die Realisierung des Erinnerungsortes
 

Anschließend Möglichkeit zum individuellen Rundgang
auf dem Olympiagelände:
Denkmal „Klagebalken“ des Bildhauers Fritz Koenig
für die Opfer des Olympiaattentats;
Olympiadorf Haus Connollystraße 31,
in dem die israelische Olympiamannschaft untergebracht war

17.45 Uhr

Abendessen in der Akademie

19.00 Uhr

4. bis 8. September 1968 –
Der Essener Katholikentag. Aufruhr und Aufbruch

Prof. Dr. Bernhard Vogel,
Ministerpräsident a.D., Präsident des Essener Katholikentags 1968, Präsident a.D. des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

20.00 Uhr

Möglichkeit zu Nachfragen

 

 

Samstag, 9. März 2019

8.45 Uhr

Gesungene Laudes

9.15 Uhr

7. Dezember 1970 – Der Kniefall von Warschau.
Neue Ostpolitik im Zeichen der Entspannung

Prof. Dr. Manfred Görtemaker,
Professor em. für Neuere Geschichte an der
Universität Potsdam

10.00 Uhr

Imbisspause

10.30 Uhr

5. September/18. Oktober 1977 – Neue Perspektiven auf die Geschichte der RAF vierzig Jahre nach der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers und seiner Begleiter
Prof. Dr. Petra Terhoeven,
Professorin für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte
an der Universität Göttingen

11.15 Uhr

Pause

11.30 Uhr

22. Oktober 1983 – Friedensdemonstration im Bonner Hofgarten. Dynamiken von Sicherheit und Frieden im letzten Jahrzehnt des Kalten Krieges
Prof. Dr. Eckart Conze,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte an
der Universität Marburg

12.15 Uhr

Diskussion

13.00 Uhr

Mittagessen

 

Leitung der Historischen Tage:

Prof. Dr. Hans-Michael Körner,
Professor em. am Historischen Seminar der LMU München

 

Organisation:

Stephan Höpfinger,
Katholische Akademie in Bayern

 

 

 

 

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Montag, 25. Februar 2019.

Die Anmeldung mit den bestellten Leistungen wird verbindlich, 
sobald die entsprechende Gesamtsumme der Kosten auf unserem Konto
eingegangen ist:

LIGA Bank
IBAN: DE 49 7509 0300 0102 3550 00
SWIFT/BIC: GENODEF1M05

Bei Rücktritt von der Teilnahme nach Anmeldeschluss
müssen wir alle bestellten Leistungen in Rechnung stellen.


Kosten

Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person 
(die Preise in () gelten für Studierende bis zum
vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler):

Paket C

Nur Vorträge
€ 70,-- (€ 30,--)

Einzelpreise

Vorträge Mittwoch € 14,– (€ 7,–)
Vorträge Donnerstag € 28,– (€ 14,–)
Vorträge Freitag € 18,– (€ 9,–)
Vorträge Samstag € 16,-- (€ 8,--)

Einzelvortrag € 8,-- (€ 4,--)

Mittagessen € 14,-- (€ 9,--)
Abendessen € 14,-- (€ 9,--)


ACHTUNG:
Die Übernachtungsmöglichkeiten im Haus
und damit auch das Paket A sind leider 
bereits ausgebucht.
 
(16.01.2019)

Inzwischen sind auch das Paket B 
und das Mittagessen am Donnerstag
ausgebucht.

(15.02.2019)

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