Demokratie in Deutschland

Mittwoch, 12. Juni 2019

Wer unsere Ordnung fördert und fordert

Unserem Alltagsbewusstsein längst zur Selbstverständlichkeit geworden, ist und bleibt sie das große Wagnis der Neuzeit: die Demokratie. Allenthalben legen totalitäre Regime, repressive Machthaber und gewissenlose Ideologien Zeugnis davon ab, dass Modernisierung und Demokratisierung durchaus nicht Hand in Hand gehen. Darüber hinaus hat auch die Krise der Repräsentation für ein Schwinden der Demokratie im Inneren gesorgt, so dass die Zukunft der Demokratie – gerade auch in Deutschland – mit einem ernsten Fragezeichen versehen werden muss. Doch wie können wir dieser Krise begegnen? Wen oder was braucht Demokratie, um bei sich selbst zu bleiben?
 

Eine Antwort auf diese fundamentale Frage wollen der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und der St. Galler Philosoph Dieter Thomä geben. Beide sind sich darin einig, dass eine kollektive Besinnung nottut – eine Besinnung darauf, dass unsere Demokratie mehr ist als ein bloßes Institutionengefüge, und dass unsere Demokratie (wieder) gelebt werden muss, wenn sie überleben will. Daran knüpft sich jedoch die prekäre Einsicht, dass Demokratie nicht nur im Zentrum ihrer Macht, sondern auch und gerade an den Rändern gelebt werden will – also genau dort, wo sich Störenfriede und Trittbrettfahrer, Tugendhelden und Pedanten, oder kurz gesagt: genau die Menschen herumtreiben, die unsere demokratische Ordnung entweder zuzuschnüren oder zu sprengen drohen.

 

Zweifelsohne: Die Bewertung des Verhältnisses von Ordnung und Störung entscheidet über die Möglichkeit gelebter Demokratie. Doch wer oder was ist hier im Recht? Die Freiheit des Störenfrieds? Die Werte des Tugendmenschen? Lassen Sie uns darüber sprechen!

 

Foto: Alamy Stock

 

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