Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern

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Donnerstag, 19. Mai 2022

Konzert zur Erwin-Pfrang-Ausstellung

Karin Löffler-Hunziker, Violine | Uta Zenke-Vogelmann, Violoncello | Anne Schätz, Klavier Mit Werken von Franz Schubert, Henriette Bosmans und Gideon Klein Im Kardinal-Wendel-Haus ist derzeit eine Ausstellung mit Werken von Erwin Pfrang (*1951) zu sehen, seine eindringlichen Bilder stellen Grundfragen menschlicher Existenz. Im Zentrum hängt das Gemälde „Einzug Christi in Deutschdachau“ (1996), das Herzog Franz von Bayern der Katholischen Akademie geschenkt hat. Unter anderem mit einem Konzert soll die Ausstellung begleitet werden. Die Geigerin Karin Löffler-Hunziker, die Cellistin Uta Zenke-Vogelmann (beide sind Mitglieder des BR-Symphonieorchesters) und die Pianistin Anne Schätz beschäftigen sich intensiv mit der Musik verfolgter Komponisten und auch mit nahezu vergessenen Komponistinnen. Der mährische Komponist Gideon Klein (1919–1945) galt als pianistisches Wunderkind. Weil er Jude war, wurde er 1941 kaum volljährig ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er mit Kollegen weiter musizierte. Er starb in einem Außenlager des KZ Auschwitz. Zu hören sind seine Klaviersonate, die vom Expressionismus der Wiener Schule um Arnold Schönberg geprägt ist, und ein unvollendetes Duo für Violine und Violoncello, das ein mährisches Volkslied variiert. Als Tochter einer jüdischen Mutter litt auch die niederländische Komponistin und Pianistin Henriette Bosmans (1895–1952) unter dem Nazi-Regime, das sie mit einem Berufs- und Auftrittsverbot belegte und in die innere Emigration zwang. Ihr Klaviertrio von 1921 steht noch in der Tradition der Spätromantik, lässt aber durch sein spanisches Kolorit bereits an den Impressionismus Ravels denken. Im zweiten Teil des Konzerts erklingt das groß angelegte Es-Dur-Trio von Franz Schubert (1797–1828), ohne Zweifel ein Gipfelpunkt romantischer Kammermusik. Es stammt aus dem letzten Lebensjahr des Komponisten, Robert Schumann schätzte es als Schuberts „Eigen-thümlichstes“. Ähnlich wie die Bilder von Erwin Pfrang spannt das Werk menschliche Affekte bis zum Zerreißen. Kein Wunder, dass Schubert der Lieblingskomponist des Malers ist.   Bildnachweis: © kna123; canva.com   Donnerstag, 19. Mai 2022 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Kurze Begrüßung Gideon Klein (1919-1945) Klaviersonate 1943 Allegro con fuoco - Adagio - Allegro vivace Gideon Klein Duo für Violine und Violoncello 1941 Allegro con fuoco - Lento Henriette Bosmans (1895-1952) Trio für Klavier, Violine und Cello 1921 Allegro con brio - Andante moderato / Allegretto - Andante / Molto vivace Konzertpause Franz Schubert (1797-1828) Klaviertrio Es-Dur op. 100 (D929) Allegro - Andante con moto - (Scherzando) Allegro moderato-Trio - Allegro moderato Karin Löffler-Hunziker, Violine Uta Zenke-Vogelmann, Violoncello Anne Schätz, Klavier Organisation: Dr. Johannes Schießl   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Montag, 16. Mai 2022 Kosten Der Abend kostet 15 €. Davon sind 10 € für das Programm und 5 € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei.
Dienstag, 24. Mai 2022

Technik gegen Hunger?

Ansätze zur Sicherung der Welternährung Veranstaltungsort: Deutsches Museum Wir laden sehr herzlich ein in den Ehrensaal des Deutschen Museums in München. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist nur auf der Website von acatech möglich unter folgendem Link! https://www.acatech.de/termin/acatech-am-dienstag-technik-gegen-hunger-ansaetze-zur-sicherung-der-welternaehrung/ Zum Inhalt Weltweit hungern über 800 Millionen Menschen. Zwei Milliarden leiden zudem unter „verborgenem Hunger“ – sie nehmen genug Kalorien zu sich, aber unzureichend Vitamine und Spurenelemente Die Antwort auf die Frage nach den richtigen Strategien für eine globale Sicherung der Ernährungsmöglichkeiten umfasst neben Aspekten der Verteilung, klimabedingter Änderungen von Anbaustrategien und des Transfers von Know-How auch technologische Innovationen. Dabei beschränken sich neue Technologien nicht auf den Einsatz in konventionellen Großbetrieben: auch der ökologische Landbau bis hin zu Kleinbauern in entlegenen Regionen dieser Welt können davon profitieren. An diesem Abend sollen verschiedene Ansätze zur Sicherung der Welternährung vorgestellt und anhand von Beispielen diskutiert werden.   Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen. Hier der Livestream-Link Die Anmeldung zur Veranstaltung ist nur auf der Website von acatech möglich unter folgendem Link! https://www.acatech.de/termin/acatech-am-dienstag-technik-gegen-hunger-ansaetze-zur-sicherung-der-welternaehrung/ Dienstag, 24. Mai 2022 18.00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums, acatech-Mitglied (angefragt)   Impulse / Podiums-Talk Dr. Sabine Gerber-Hirt, Leitung der Hauptabteilung Naturwissenschaften und Kuratorin für Umwelt, Medizintechnik und Deutscher Zukunftspreis beim Deutschen Museum Dominik Heinrich,  Director of Innovation beim World Food Programme (WFP) Dr. Eberhard Nacke, Director Corporate Product Strategy, CLAAS KGaA mbH Moderation:  Prof. Dr. Bernhard Bleyer,  Professor für Theologische Ethik an der Universität Passau, Mitglied im Bildungsausschuss der Katholischen Akademie in Bayern 19.30 Uhr Empfang    Veranstaltungsort: Deutsches Museum Ehrensaal Museumsinsel 1 80538 München  Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen. Hier der Livestream-Link Bildnachweis: ©Jevtic; canva Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an. acatech Deutsches Museum
Mittwoch, 01. Juni 2022

Krzysztof Penderecki

Komponieren im Dienst einer universalen Humanität und Toleranz Stelldichein! Münchner Operngespräche #3 Sündige Fantasien einer Nonne, unzüchtige Ausschweifungen eines Priesters, Neid und Eifersucht bigotter Kleinbürger - und über allem der politische Masterplan eines ehrgeizigen Kirchenmanns: Aus dieser Gemengelage entstand in einer französischen Provinzstadt des frühen 17. Jahrhunderts ein Exorzismus-Exzess. Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki machte 1969 daraus eine Oper. Die Münchner Erstaufführung von Die Teufel von Loudun veranlasst nun die Bayerische Staatsoper, in der dritten Ausgabe ihrer Reihe Stelldichein! Münchner Operngespräche erneut den Dialog zu suchen. Sie ist diesmal zu Gast in der Katholischen Akademie, wo dem Komponisten 2002 der Romano-Guardini-Preis verliehen wurde. Heute folgen nun ebendorthin Künstler*innen, Musikwissenschaftler*innen und Theolog*innen der Einladung, sich mit den zahlreichen Facetten des Musikers und Menschen Penderecki auseinanderzusetzen. Die Anknüpfungspunkte sind so vielfältig wie seine Interessen, die ihm auch immer Inspiration für seine Musik waren: seine Nähe zu Literatur und bildender Kunst, seine Liebe zu Bäumen, seine philosophische und katholische Weltsicht oder sein feiner Humor. Seine Musik wendet sich nach avantgardistischen Anfängen traditionellen Formen zu, umfasst Vokalmusik, Symphonisches, Solokonzerte, Kammermusik, Klavierwerke, sogar Filmmusik. Kein moderner Komponist - den Franzosen Olivier Messiaen ausgenommen - hat so viel geistliche Musik geschrieben wie Penderecki. Das Bewusstsein als Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs, die Verinnerlichung der Bedeutung von Auschwitz bestimmen sein Schreiben, das er als „Komponieren im Dienst einer universalen Humanität und Toleranz“ versteht. Corinna Jarosch Der Kartenverkauf läuft ausschließlich über die Bayerische Staatsoper. Tickets zu 20 (ermäßigt 10) Euro erhalten Sie über die Tageskasse der Bayerischen Staatsoper, Marstallplatz 5, 80539 München. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10.00 bis 19.00 Uhr. Telefon: 089 2185-1920. tickets@staatsoper.de www.staatsoper.de Mittwoch, 1. Juni 2022 19.00 Uhr Begrüßung Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Krzysztof Penderecki (1933–2020): Capriccio per Siegfried Palm für Violoncello solo (1968) Avantgarde mit menschlichem Antlitz - Ein Kurzporträt des Komponisten Krzysztof Penderecki Prof. Dr. Meinrad Walter, Musikwissenschaftler und Theologe aus Freiburg / Breisgau Krzysztof Penderecki: Ciaccona - In memoriam Giovanni Paolo II für Violine und Violoncello (2005) Gespräch zum Komponisten mit Jakob Spahn, Solocellist des Bayerischen Staatsorchesters, und Professor Meinrad Walter Krzysztof Penderecki: N. N. für Violoncello solo Gespräch zur Oper mit Staatsintendant Serge Dorny, Prof. Dr. Gisela Muschiol, Kirchenhistorikerin an der Universität Bonn,   und Prof. Dr. Christof Breitsameter, Moraltheologe an der LMU München Krzysztof Penderecki: „Abschied“ aus dem Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello (1993) Schlusswort PD Dr. Achim Budde, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern Moderation der Gespräche Prof. Dr. Magdalena Zorn, Musikwissenschaftlerin an der Universität Frankfurt / Main Ausführende Jakob Spahn, Violoncello David Schultheiß, Violine N. N., Viola N. N., Klarinette Ausklang bei Wein und Brot, bei schönem Wetter im Park der Akademie   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Karten und Preise Der Kartenverkauf läuft ausschließlich über die Bayerische Staatsoper. Tickets zu 20 (ermäßigt 10) Euro erhalten Sie über die Tageskasse der Bayerischen Staatsoper, Marstallplatz 5, 80539 München. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10.00 bis 19.00 Uhr. Telefon: 089 2185-1920. tickets@staatsoper.de www.staatsoper.de Bildnachweis: Krzysztof Penderecki; ©Pr osv; wikimedia commons Eine Erinnerung an die Verleihung des Romano-Guardini-Preises an Krzysztof Penderecki im Jahr 2002: Der letzte F-Dur-Akkord des Larghetto-Satzes aus Krzysztof Pendereckis Klarinetten-Quartett war gerade verklungen, als Professor Albert Scharf seine Laudatio mit einem Zitat Romano Guardinis begann: „Vollkommen ist das alles, doch Trauer ist darüber.“ Schlagartig wurde klar, wie glücklich die Wahl des polnischen Komponisten für den diesjährigen Guardini-Preis der Katholischen Akademie ist. Nach Carl Orff (1974) und Eugen Jochum (1985) erhielt zum dritten Mal ein Musiker den 1970 nach dem berühmten Religionsphilosophen benannten Preis. (2012 kam noch Nikolaus Harnoncourt dazu; Anm. d. Red.) In der Tat hat sich der 68-jährige Penderecki „hervorragende Verdienste um die Interpretation von Zeit und Welt“ erworben, wie es in der Preisbegründung heißt ... Kardinal Friedrich Wetter würdigte Penderecki als einen Künstler, der seine Welterfahrung „im Lichte Gottes“ interpretiere: „In Ihrer Musik bringen Sie Ihren Glauben zum Klingen.“ Penderecki rühre an das Mysterium Gottes, „das unaussprechbar ist, über das man aber auch nicht schweigen darf“. Quasi als Beweis für diese letzte Spannung der Kunst erklang gegen Ende der Feierstunde in der Akademie Pendereckis „Agnus Dei“ von 1981 ... Wie auf einem Schwarz-Weiß-Foto steht dem „Peccata“–Aufschrei des Chores der stille, aber nicht minder eindringliche Wunsch nach ewigem Frieden gegenüber.                      Johannes Schießl   Aus: Glauben zum Klingen bringen, Münchner Kirchenzeitung, 13. Oktober 2002, Seite 13
Mittwoch, 08. Juni 2022

Gesprächsabend und Buchpräsentation zur Ausstellung Erwin Pfrang

Einzug Christi in Deutschdachau, 1996, Öl auf Leinwand, 240 x 170 cm Erwin Pfrang ist kein Künstler lautstarker Gesten, seine Werke dringen jedoch tief ins Bewusstsein der Betracher*innen ein, lassen sie, wenn sie sich öffnen, nicht mehr los. Die Arbeiten zeigen exemplarisch die radikale Entäußerung des Individuums, seine monomani-sche Konzentration auf die Gefährdungen der eigenen Existenz gegen eine Welt, die hierfür keinen selbstverständlichen Freiraum mehr bereithält. Sie zeigen verwundete Existenzen, die überall dabei sind, aber nach den Vorstellungen eines legitimen Lebens nicht dazugehören. Sie sind in ihrer Erscheinung ins Rutschen geraten und können sich selbst kaum halten. Sie drängen ins Bild und bedrängen das betrachtende Auge. Pfrangs physiognomische Präzision erinnert an Francis Bacon und Lucian Freud. Da ist nichts verborgen, da tritt alles zu Tage. In Zeiten, die das Menschenmögliche erweitern wollen, behaupten sich diese Bilder als Ausdruck des Menschenunmöglichen und geben daher zu bedenken, ob das Individuum sich nicht selbst überlebt hat. Erwin Pfrangs Bildwelt regt zum Dialog an, zur Auseinandersetzung mit existentiellen Grundfragen, die sich mit dieser Ausstellung in vielfältiger Weise bietet. Einen Impuls dafür möchte der Gesprächsabend geben. (Carla Schulz-Hoffmann / Heinz Bude) 19.00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann, stellv. Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen i.R. und Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst spricht mit Prof. Dr. Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel und Gründungsdirektor des documenta Instituts und mit Erwin Pfrang über die Arbeiten des Künstlers. Diese sind noch bis zum 20. Juli in den Räumen des Kardinal-Wendel-Hauses zu sehen. Der Galerist Fred Jahn präsentiert an diesem Abend das zu dieser Ausstellung erschienene Katalogbuch. 19.45 Uhr Ausklang bei Wein und Brot Der Eintritt ist frei. Führungen Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann wird am Mittwoch, 13. Juli und Freitag, 15. Juli 2022, jeweils ab 19 Uhr durch die Ausstellung Erwin Pfrang im Kardinal-Wendel-Haus, Mandlstraße 23, führen. Wir bitten um Anmeldung per Mail unter michael.zachmeier@kath-akademie-bayern.de. Der Eintritt ist frei.
Montag, 13. Juni 2022

Wieviel Gender verträgt die Katholische Kirche?

Prof. Dr. Barbara Vinken, Ph.D. | Prof. Dr. Hans-Joachim Sander | Prof. Dr. Thomas Schärtl-Trendel | Prof. Dr. Christof Breitsameter Einladung zu den Vorträgen und zur Diskussion Die Gender-Theorie sei eine Ideologie, die den Unterschied in der Natur eines Mannes und einer Frau leugne, eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsehe und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiere, so hat der Vatikan verlautbaren lassen. Für einen großen Teil unserer Gesellschaft jedoch ist Kritik an traditionellen Geschlechterrollen und ein stärkeres Bewusstsein für Geschlechterfragen jenseits des rein biologischen Geschlechts längst Teil ihrer Lebenswirklichkeit. Wenn daher von einer wechselhaften Mode gesprochen und dabei suggeriert wird, geschlechtliche Identitäten seien lediglich Verkleidungen, die man beliebig wechseln könne, verkehrt das die Realität ganz offensichtlich. Warum tun sich Teile der Kirche so schwer mit einer neuen gesellschaftlichen Sensibilität? Kennt sie nicht vielmehr eine Tradition, die das Menschsein des Menschen betont? Wie passen der Kampf für das binäre System und klare Geschlechtertypen dazu, dass gerade für kirch-liche Verantwortungsträger das Ideal der Jung-fräulichkeit und feminin anmutende antike Mode in der Liturgie prägend sind? Wir laden herzlich zu den Vorträgen und zur Diskussion ein!   Montag, 13. Juni 2022 17.00 Uhr Begrüßung 17.15 Uhr Keuschheit Prof. Dr. Barbara Vinken, Ph.D., Professorin für Allg. Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der LMU München; derzeit Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz (IFK), Wien 17.45 Uhr Zwischen Macht und Wahrheit. Wieviel Antigenderismus ist der Katholischen Kirche zuträglich? Prof. Dr. Hans-Joachim Sander, Professor für Dogmatik an der Universität Salzburg 18.15 Uhr Response Prof. Dr. Thomas Schärtl-Trendel, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München, und Prof. Dr. Christof Breitsameter, Lehrstuhl für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU München 18.45 Uhr Pause 19.00 Uhr Diskussion 20.00 Uhr Ausklang mit Imbiss im Park   Livestream Wir planen, diese Veranstaltung live zu streamen. Aktuelle Informationen und die Einwahldaten mit Link finden Sie kurzfristig auf unserer Website — oder bequem in unserem Newsletter, den Sie hier abonnieren können. Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei Anmeldung, aber kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Donnerstag, 9. Juni 2022 Kosten Schüler und Studierende bis zum 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Eintrittskarten zum Preis von 10 € werden an der Abendkasse verkauft. Bildnachweis: Transgenderflagge © henrikjonsson; München © manfredxy; canva.com
Montag, 20. Juni 2022

Paradise City

Ein Abend mit der Schriftstellerin Zoë Beck zum Gelingen des Anthropozän Lesung und Gespräch mit der Schriftstellerin Zoë Beck Alle Welt redet vom Anthropozän. Doch wie eindeutig ist dieser Begriff? Sicher nehmen Menschen in einem nie gekannten Ausmaß Einfluss auf geologische, atmosphärische und biologische Prozesse, sichtbar in Krisen wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben oder Übernutzung natürlicher Ressourcen. Dabei wird ein misslingendes Verhältnis zwischen den Menschen und der ihnen äußerlichen Natur angenommen. Doch ist die Natur dem Menschen bloß äußerlich? Gerade in den Krisen des Anthropozän zeigt sich, dass das ganze menschliche Leben von Naturprozessen durchdrungen ist, bestes Beispiel dafür ist die Corona-Pandemie. Menschen sind als Kulturwesen Teil der Natur und gestalten diese mindestens so sehr mit, wie sie von ihr abhängen. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Übersetzerin Zoë Beck, geboren 1975, befasst sich in ihrem jüngsten Thriller Paradise City mit einer nahen Zukunft Deutschlands. Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Alles geht gut - solange die Menschen keine Fragen stellen. Dieser öffentliche Abend ist Höhepunkt der geschlossenen Fachtagung „Kann das Anthropozän gelingen?“, die von der Hochschule für Philosophie unter Federführung von Olivia Mitscherlich-Schönherr, Mara-Daria Cojocaru und Michael Reder in und mit der Katholischen Akademie organisiert wird. Mit dieser Kooperation setzt sich eine Reihe zu philosophisch-ethischen Grundfragen fort, bei der es in den letzten Jahren um Sterben, Geburt und „künstliche Natürlichkeit“ ging. Die Veranstaltung wird auch live gestreamt: https://us02web.zoom.us/j/81725643176 Montag, 20. Juni 2022 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademiein Bayern Prof. Dr. Michael Reder, Vizepräsident der Hochschule für Philosophie München 19.15 Uhr Menschsein im Anthropozän Eine philosophische Einführung Dr. Olivia Mitscherlich-Schönherr, Hochschule für Philosophie München 19.30 Uhr Paradise City Lesung und Gespräch mit der Schriftstellerin Zoë Beck Moderation: Dr. Mara-Daria Cojocaru, Lyrikerin und Philosophin 21.00 Uhr Ausklang bei Wein und Brot Organisation: Dr. Johannes Schießl, Katholische Akademie in Bayern   Livestream Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen: https://us02web.zoom.us/j/81725643176 Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Mittwoch, 15. Juni 2022 Kosten Der Abend kostet 15 €. Davon sind 10 € für das Programm und 5 € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Bildnachweis: Schriftstellerin Zoë Beck, Foto von Mario Sixtus; Wikimedia commons
Freitag, 24. Juni 2022

1521 – Fuggerei  – 2021

Stiftungen als Akt religiöser Selbstvorsorge Veranstaltungsort: Augsburg Die Fuggerei in Augsburg ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Die von Jakob Fugger „dem Reichen“ im Jahr 1521 gestiftete Reihen-haussiedlung wird bis heute aus dem Stiftungsvermögen unterhalten. Die Jahreskaltmiete beträgt 0,88 Euro sowie die Verpflichtung zu täglich drei Gebeten für den Stifter und die Stifterfamilie Fugger. Über die Jahrhunderte hinweg steht bis heute der Kerngedanke „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Mittelpunkt. Mit der Stiftung der Fuggerei stellte sich Jakob Fugger in eine jahrhundertealte christliche Tradition, die im Stiften einen Ausdruck von  Verantwortung gegenüber Gott und den Mitmenschen sah, aber auch die Möglichkeit, mit guten Werken zum eigenen Seelenheil beizutragen. In diesem Sinne verstehen sich auch weitere Stiftungen für medizinische Einrichtungen sowie die Stiftungen der Fuggerkapelle bei St. Anna und  einer Prädikatur bei St. Moritz, um eine gute Predigt in Augsburg zu gewährleisten. „Stiftungen für das Seelenheil“ oder „Gebetsgedenken“ - ein kaufmännisches Verständnis, sich den Himmel mit guten Werken zu verdienen vor dem Hintergrund einer tief sitzenden Angst, das Ziel des ewigen Lebens zu verfehlen, müssen heute sicherlich anders interpretiert werden als vor 500 Jahren. Die Tagung, die bereits im Juni 2021 hätte stattfinden sollen, pandemiebedingt aber verschoben werden musste, fordert uns heraus, einen Dialog zwischen damals und heute zu führen.   Bildhinweis: Fuggerei / Fotograph: Eckhart Matthäus   Freitag, 24. Juni 2022 Vorprogramm 14.00 Uhr Führung durch die Fuggerei  (Treffpunkt: Jakoberstraße 26, 86152 Augsburg) Wolf Dietrich Graf von Hundt, Administrator der Fuggerei, und Astrid Gabler, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation Fuggerei Danach: Fahrt mit der Straßenbahn zum  Theodor-Heuss-Platz / Haus Sankt Ulrich,  Kappelberg 1, 86150 Augsburg 16.00 Uhr  Begrüßung 16.15 Uhr  Ökonomischer Erfolg und soziale Selbstverpflichtung. Der Aufstieg der Fugger und die Stiftung der Fuggerei Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Professor für Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit und deren Didaktik an der PH Weingarten; Wiss. Leiter des Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Familien- und Stiftungsarchivs 16.45 Uhr  Handeln für die Ewigkeit unter den Bedingungen der Gegenwart. Stiftungen in Theorie, Praxis und Recht Prof. Dr. Stefan Ihli,  apl. Professor für Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat Rottenburg 17.15 Uhr  Diskussion und Rückfragen 17.45 Uhr    Pause mit Imbiss 18.15 Uhr  Stiftungen in religiösem Kontext: Ein Beitrag zur Ökonomisierung des Befreiungshandelns Gottes? Prof. Dr. Gerda Riedl, apl. Professorin für Dogmatik an der Universität Augsburg; Leiterin der Hauptabteilung VI Grundsatzfragen im Bischöflichen Ordinariat Augsburg 18.45 Uhr  Stiftungen - eine Welt für sich. Soziale, religiöse und kulturelle Aspekte Prof. Dr. Wolfgang Augustyn, Stellv. Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte; apl. Professor für Kunstgeschichte an der LMU München Diskussion und Rückfragen 20.00 Uhr    Ende der Tagung Organisation Dr. Robert Schmucker, Wissenschaftlicher Referent und stellv. Leiter Fachbereich Akademisches Forum Augsburg Michael Zachmeier,  Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Kooperationspartner Akademisches Forum der Diözese Augsburg Bischöfliches Ordinariat Hauptabteilung VI — Grundsatzfragen Kornhausgasse 2, 86152 Augsburg Postanschrift: Postfach 11 03 49, 86028 Augsburg Telefon 0821 3166-8811 akademisches-forum@bistum-augsburg.de Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungen  Fuggerei 56 86152 Augsburg  Telefon 0821 319881-0 info@fugger.de   Corona-Regeln  Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können.  Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Freitag, 17. Juni 2022 Kosten Ihr Ticket erhalten Sie an der Tageskasse für 15 €. Schüler*innen und Student*innen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr nehmen kostenlos teil. Bildhinweis: Fuggerei / Fotograph: Eckhart Matthäus Augsburg 16. Jahrhundert
Donnerstag, 30. Juni 2022

E. T. A. Hoffmann

Zum 200. Todestag Sommernacht der Künste 2022 Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann (1776–1822) war ein Spätentwickler, obwohl er schon früh als musikalisches Wunderkind galt. Bereits als junger Bursche hatte er zwei stattliche Romane in der Schublade liegen, und das „A“ in E. T. A. steht ganz unbescheiden für Wolfgang Amadeus Mozart. Sein literarisches Debüt gibt er mit 33 Jahren - Ritter Gluck heißt die Erzählung, die an einen toten Komponisten erinnern soll. Beglückt und geplagt von Anspruchsphantasien wählt Hoffmann aber zunächst einen Brotberuf beim preußischen Staat, der ihn wegen seiner Streiche immer tiefer ins annektierte Polen verbannt. Als Musikdirektor in Bamberg scheitert er anschließend kläglich, stattdessen wird er Kapellmeister im belagerten Dresden. In Berlin avanciert er schließlich zum erfolgreichen Schriftsteller und einflussreichen Juristen, bis er sich verwundert die Augen reibt: Und das soll es gewesen sein? Auch 200 Jahre nach seinem Tod lädt E. T. A. Hoffmann zum Wundern und Staunen ein. So wählt sich unsere diesjährige Sommernacht der Künste Rüdiger Safranski zum Bündnispartner, der mit seiner neu aufgelegten Biographie dem Geheimnis des „entfesselten Romantikers“ (Safranski) auf die Schliche zu kommen glaubt. Ergänzt wird er von Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, dessen Stimme Ritter Gluck zu neuem Leben erweckt. Aber nicht nur das: Gerahmt wird diese Begegnung von Zitherspieler Georg Glasl und der Verrichterin Ruth Geiersberger, die eine temporeiche Musik-Sprachmelange mit Musik-Fragmenten von E. T. A. Hoffmann, Jacques Offenbach und anderen kunstsinnigen Geistern in petto haben. Dazu skurrile Skizzen aus Hoffmanns Kreisleriana und seine groteske Erzählung Die Folgen des Sauschwanzes … Hierzu herzliche Einladung! Donnerstag, 30. Juni 2022 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung und Einführung 19.15 Uhr | Musik Zischeln, Scharren, Räuspern                             Eine temporeiche Musik-Sprachmelange mit Musik-Fragmenten von E. T. A Hoffmann Georg Glasl mit Ruth Geiersberger 19.45 Uhr Pause mit Imbissverkauf 20.30 Uhr | Vortrag E. T. A. Hoffmann. Das Leben eines skeptischen Phantasten Rüdiger Safranski anschließend | Lesung Udo Wachtveitl liest ausgewählte Passagen aus Ritter Gluck. Eine Erinnerung aus dem Jahr 1809 21.30 Uhr | Musik Vom Beschnüffeln der Weltseele Georg Glasl mit Ruth Geiersberger 22.00 Uhr Ende der Sommernacht der Künste Organisation und Moderation Dominik Fröhlich und Michael Zachmeier, Katholische Akademie in Bayern   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Montag, 27. Juni 2022 Kosten Die Eintrittskarte zum Preis von 25 € erhalten Sie an der Abendkasse. Schüler*innen und Student*innen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr haben freien Eintritt. Bildnachweis: E.T.A. Hoffmann, Öl auf Holz (1810), Unbekannter Künstler, Wikimedia Commons / Georg Glasl, Zitherspieler © Georg Glasl Ruth Geiersberger, Performerin, Sprecherin, Schauspielerin, Beobachterin, absolvierte in Paris, München und Berlin ihre Ausbildung in Schauspiel, Gesang, Stimmtherapie und Körperarbeit (Feldenkrais). Seit 1990 entwickelt sie Projekte, die sie auch Verrichtungen nennt, im Bereich theatraler Performance und szenischer Installation. Für ihre eigenen Arbeiten erkundet sie als „Feldforscherin“ u. a. den städtischen Außenraum, begibt sich auf der Suche nach der „Heimat“ an ungewöhnliche Orte, die sich in einem sog. Wartezustand befinden: am Bahnhof, auf Baustellen, im Bunker, in Kirchen, in leerstehenden Läden, im Zoo oder im Museum... Als Schauspielerin wirkt sie seit 1990 bei internationalen Produktionen mit, als Sprecherin arbeitet sie seit Jahren für den BR, RBB und WDR. Georg Glasl, Zitherspieler, gelang es durch seine Zusammenarbeit mit international renommierten Komponisten (u. a. Violeta Dinescu, Georg Friedrich Haas, Wilfried Hiller, Peter Kiesewetter, Bernhard Lang, Klaus Lang, Annette Schlünz, Gerhard Winkler, Christian Wolff, Walter Zimmermann) und Orchestern (u. a. Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks,   Staatsorchester Stuttgart, Nürnberger Philharmoniker, Wiener Philharmoniker), die Zither in der zeitgenössischen Musik zu verankern. Seine Konzerte führten ihn durch Europa, Japan, USA, Afrika und Zentralasien. Auftritte auf zahlreichen Festivals und in renommierten Konzertreihen (u. a. Musica viva / München, Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Wien modern, Klangspuren /Schwaz, Shanghai JZ Springfestival). Rüdiger Safranski studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Er ist Herausgeber und Redakteur der Berliner Hefte und seit 1986 freier Autor. Von 2002 bis 2012 moderierte er zusammen mit Peter Sloterdijk das Philosophische Quartett im ZDF, 2012 wurde er von der Freien Universität Berlin zum Honorarprofessor bestellt. Für sein in 26 Sprachen übersetztes Werk wurde er u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet. Zuletzt ist von ihm erschienen Hölderlin. Komm! ins Offene, Freund! (2019) und Einzeln sein. Eine philosophische Herausforderung (2021). E. T. A. Hoffmann. Das Leben eines skeptischen Phantasten (1984) wird 2022 neu aufgelegt, ergänzt um ein Vorwort. Udo Wachtveitl wurde einem großen TV-Publikum durch seine Rolle als Kommissar Franz Leitmayr in der ARD-Krimiserie „Tatort“ bekannt. Seit 1991 ermittelt er gemeinsam mit seinem Kollegen Miroslav Nemec (alias Ivo Batic) für den Bayerischen Rundfunk in München. Ursprünglich kam Wachtveitl über das Synchronsprechen ins Schauspielgeschäft; schon als Kind war er in den 1960er Jahren in der Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“ zu hören. Später synchronisierte er die Hollywood-Stars Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und Pierce Brosnan. Vor seiner „Tatort“-Karriere spielte Wachtveitl unter anderem in dem Film „Treffer“ (1985) von Dominik Graf. Seit 2013 ist der gebürtige Münchener auch in der Vorabendserie „Im Schleudergang“ zu sehen.
Freitag, 01. Juli 2022

Passionsspiele in Bayern

Das Leiden und Sterben Jesu als geistliches Schauspiel Busfahrt zu den Passionsspielen Oberammergau – noch freie Plätze! Um das Jahr 30 wurde Jesus von Nazareth vor den Toren Jerusalems gekreuzigt. Die älteste Überlieferung dieses Geschehens findet sich in den vier Evangelien, auf die sich die Textbücher der etwa seit dem 14. Jahrhundert vielerorts aufgeführten Passionsspiele berufen. Heute gibt es in Europa etwa 70 Passionsspielorte in 16 Ländern; die wohl bekanntesten Passionsspiele werden in Oberammergau veranstaltet und gehen auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633 zurück. In der Diskussion um die Problematik des geistlichen Schauspiels stellen sich grundlegende Fragen: Inwieweit ist es überhaupt möglich, das Geschehen des Leidens und Sterbens Jesu in eine angemessen künstlerische Ausdrucksform zu bringen? Stellen Passionsspiele als geistliche Schauspiele auch heute noch eine sinnvolle Form von Frömmigkeit und Verkündigung dar? Oder sind sie zum reinen Spektakulum geworden? Sind der Freiheit der dramaturgischen Gestaltung des Geschehens Grenzen gesetzt? Die Katholische Akademie in Bayern nimmt die seit Mitte Mai 2022 laufenden Aufführungen der Passionsspiele in Oberammergau zum Anlass, diese wichtigen Fragen zu erörtern.   Veranstaltungshinweis:   Samstag, 2. Juli 2022 An diesem Tag findet von der Akademie aus eine Busfahrt zum Passionsspiel nach Oberammergau statt, bei der noch einige Plätze frei sind. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Corana Hoffmann, die Ihnen gerne Informationen über Ablauf und Kosten gibt. Telefon 089 38102-117 corana.hoffmann@kath-akademie-bayern.de Freitag, 1. Juli 2022 Willkommenskaffee (eine Stunde vor Beginn) 17.00 Uhr Begrüßung 17.15 Uhr Passionsspiele – ein vormodernes Massenmedium in Spätmittelalter und früher Neuzeit Prof. Dr. Klaus Wolf, Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg 18.00 Uhr Passionsspiele in Bayern – Kontinuität und Neubeginn im 20. Jahrhundert Dr. Manfred Knedlik, Freier Lexikonredakteur und Bibliotheksreferent des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Neumarkt 18.45 Uhr     Imbisspause 19.15 Uhr Das Passionsspiel in Oberammergau. Erbe und Auftrag Prof. Dr. Ludwig Mödl, Professor em. für Pastoraltheologie an der LMU München, theologischer Berater der Passionsspiele in Oberammergau 20.00 Uhr Passionsspiele – heute noch zeitgemäß? Gespräch mit den Referenten sowie mit Vinzenz Rahn, Vertreter der Stadt Tirschenreuth im europäischen Passionsverbund 21.00 Uhr     Ende der Veranstaltung Organisation: Stephan Höpfinger Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Montag, 27. Juni 2022 Kosten Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 20 € pro Person; darin inbegriffen sind der Willkommenskaffee sowie der Imbiss. Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Bildnachweis: Oberammergau, Passionstheater; © Andreas Praefcke; Wikimedia Commons Veranstaltungshinweis: Samstag, 2. Juli 2022 An diesem Tag findet von der Akademie aus eine Busfahrt zum Passionsspiel nach Oberammergau statt, bei der noch einige Plätze frei sind. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Corana Hoffmann, die Ihnen gerne Informationen über Ablauf und Kosten gibt. Telefon 089 38102-117 corana.hoffmann@kath-akademie-bayern.de
Donnerstag, 07. Juli 2022

Was ich leiste, ist unbezahlbar!

Die Kirche lebt vom Ehrenamt Einladung zur Denkwerkstatt: Die Kirche lebt vom Ehrenamt Die Kirche lebt vom Ehrenamt: Ohne Verbände, Pfarrgemeinderäte, Lektor:innen, ohne die freiwillig Engagierten in der katholischen Erwachsenenbildung, ohne Firmhelfer:innen, Kirchenchöre, die Freiwilligen in kirchlichen Büchereien oder Krankenbesuchsdienste ist kirchliches Leben undenkbar. Nach zwei Jahren Pandemie aber liegt das Ehrenamt mancherorts am Boden. Und viele sorgen sich, ob und wie es sich wiederbeleben lässt. Grund genug, einmal genauer hinzusehen: Wer engagiert sich in kirchlichen Räumen? Welche Motive liegen diesem Engagement zugrunde? Was gewinnen Freiwillige durch ihren Dienst? Und was brauchen Ehrenamtliche für eben diesen? In Kooperation mit der Landesstelle der Katholischen Erwachsenenbildung Bayern lädt die Katholische Akademie in Bayern Ehrenamtliche und Hauptamtliche, Engagierte und Interessierte, Gewählte und Berufene zum gemeinsamen Nachdenken über das freiwillige Engagement in kirchlichen Räumen ein. Wie ist es um das kirchliche Ehrenamt bestellt? Welche Fragen stellen sich im Hinblick auf die Zukunft des Freiwilligendienstes in kirchlichen Kontexten? Und welche Antworten können wir auf diese Fragen finden? Die Denkwerkstatt will eine Möglichkeit zu Reflexion und Austausch bieten und hofft so, das kirchliche Ehrenamt als Ganzes sowie die einzelnen Engagierten in ihrem Dienst zu stärken.   Denkwerkstatt   Donnerstag, 7. Juli 2022 16.30 Uhr Begrüßung Ehrenamt verstehen. Eine Hinführung apl. Prof. Dr. Bettina Hollstein, Geschäftsführerin des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien, Universität Erfurt „Ehre, wem Ehre gebührt“ Kirchliches Ehrenamt in Bayern Dr. Karl Eder, Geschäftsführer des Landeskomitees der Katholiken in Bayern 17.30 Uhr | Podiumsdiskussion Kirchliches Ehrenamt im Gespräch ... Räte, Vereine, Verbände und Stiftungen ... Liturgie und Sakramenten-Vorbereitung ... Sozial-caritative Freiwilligendienste Moderation: Eva Jelen, Geschäftsführerin der Katholischen Erwachsenenbildung Bayern 18.15 Uhr Pause mit Imbiss 19.00 Uhr | Workshops     Zukunftsfragen des kirchlichen Ehrenamts Ansprache | Wie gewinnt Kirche Ehrenamtliche und Freiwillige? Anerkennung | Wie kann Kirche Ehrenamtlichen und Freiwilligen gegenüber ihre Wertschätzung deutlich machen? Zusammenarbeit | Wie können verschiedene Akteure miteinander tätig sein? Welche Konfliktfelder gibt es, und wie kann man mit ihnen umgehen? Begleitung | Wie kann und muss Kirche Ehrenamtliche und Freiwillige dabei unterstützen, ihr Engagement zufrieden auszuüben? Qualifizierung | Wie können Ehrenamtliche und Freiwillige für ihre Aufgaben qualifiziert werden? Vielfalt | Wie sieht inklusives Ehrenamt aus? Wie können alle Interessierten beteiligt werden? Grundsätzlich | Wie bereichert Ehrenamt die Kirche? Wofür braucht die Kirche Haupt-, wofür Ehrenamtliche? 20.00 Uhr | Plenum Konklusion Moderation: Eva Jelen 21.00 Uhr Ende der Tagung Organisation Konrad Haberger, Katholische Erwachsenenbildung Bayern Sophia Haggenmüller, Katholische Akademie in Bayern   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Montag, 4. Juli 2022 Kosten Für Essen und Getränke erheben wir einen Unkostenbeitrag von 10 Euro. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Bildnachweis: Conductor and Seniors' Choir; canva.com
Freitag, 08. Juli 2022

Preis für Junge Theologie

Preis für Junge Theologie eingerichtet im Jahr 2008 in Würdigung der Verdienste von Kardinal Friedrich Wetter als Protektor der Katholischen Akademie in Bayern und als Förderer der Theologie Preisverleihung in der Neuen Universität in Würzburg Die Katholische Akademie in Bayern und das Dekanat der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg laden sehr herzlich ein zur öffentlichen Akademischen Feier anlässlich der Verleihung des Preises für Junge Theologie am Freitag, 8. Juli 2022, um 19.00 Uhr im Hörsaal 318 der Neuen Universität Neue Universität Sanderring 2 97070 Würzburg PD Dr. Achim Budde, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern Prof. Dr. Matthias Reményi, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg Begrüßung   Prof. Dr. Johann Rechenmacher, Professur für Biblische Einleitung und Biblische Hilfswissenschaften an der Universität Würzburg Laudatio auf die Preisträgerin   Verleihung des Preises für Junge Theologie an Dr. Annemarie Frank   Dr. Annemarie Frank Asaf, Juda, Hatifa - Namen und Namensträger in Esra/Nehemia   Es musiziert „BRAWÜSSimo“: Michael Albert, Trompete Jonas Mittag, Trompete Frank Orschel, Horn Felix Linsmeier, Posaune Florian Mäschl, Tuba   Empfang im Lichthof der Neuen Universität am Sanderring   Diese Veranstaltung ist die aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Verleihung des Kardinal Wetter Preises vom 18. November 2020 bzw. 25. November 2021. Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Anmeldeschluss: Freitag,1. Juli 2022 Bildnachweis: © Dr. Annemarie Frank
13.07.2022 – 14.07.2022

Leibniz – Pionier der Ökumene in neuem Licht

Der Fortschritt der historisch-kritischen Gesamtausgabe des Werkes von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) hat ein für die christlichen Theologien überaus bedeutsames neues Leibnizbild generiert. Dieses gilt es zu heben und in den theologischen Diskurs der Gegenwart einzuspeisen: Zwischen den Konfessionen strittige theologische Probleme haben Leibniz fast sein ganzes Leben lang beschäftigt. Noch wichtiger ist allerdings, dass in der nun möglich gewordenen Gesamtschau seines Werkes deutlich wird, wie untrennbar Theologie, Philosophie, die Wissenschaften und das Projekt der Kirchenunion für ihn miteinander verbunden sind. Ihre Einheit ist für Leibniz der Schlüssel für die Vermehrung des Gemeinwohls und damit der Ehre Gottes. Als Meilensteine der vormodernen ökumenischen Anstrengung gelten seit langem einerseits die Verhandlungen, die Leibniz mit den Bischöfen Rojas y Spinola und Bossuet sowie dem Berliner Hofprediger Jablonski geführt hat, andererseits der Briefwechsel mit dem konvertierten Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels und seine Freundschaft mit dem ebenfalls konvertierten Johann Christian von Boineburg. Zentrale Prinzipien, etwa, dass in der Ökumene mit Wohlwollen die Sicht des Anderen einzunehmen versucht werden muss, und dass die terminologische Differenz durch philosophische oder historische Reflexion von einer gemeinsamen Basis aus überwunden werden muss, haben die Ökumene des 20. Jahrhunderts geprägt und sind bei Leibniz bereits vorgezeichnet. Diese Tagung möchte deshalb Leibniz‘ Bemühen um die Einheit aus Theologie, Philosophie, Wissenschaften und Kirchenunion beleuchten und für die gegenwärtigen Theologien fruchtbar machen.   Mittwoch, 13. Juli 2022 13.00 Uhr Begrüßung und Hinführung PD Dr. Achim Budde, Katholische Akademie in Bayern Udo Hahn, Evangelische Akademie Tutzing Dr. Jan Levin Propach, LMU München GRUNDSÄTZLICHES 13.15 Uhr Leibniz‘ Unionsbestrebungen als Mitarbeit am Reich Gottes Dr. Hartmut Rudolph, Leibniz-Gesellschaft Hannover Die theologische Rezeption Leibnizens im 18. und 19. Jahrhundert Prof. Dr. Klaus Unterburger, Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der LMU München 14.45 Uhr Kaffeepause THEOLOGIE UND PHILOSOPHIE BEI LEIBNIZ 15.30 Uhr The Epistemological Status of the Christian Mysteries Prof. Dr. Maria Rosa Antognazza, Professor for Philosophy am King‘s College London Leibniz und die Eucharistie Prof. Dr. Ursula Goldenbaum, Professor emeritus der Emory University, Atlanta Leibnizens Konzeption von Kontingenz - Unendlichkeit, Unentscheidbarkeit, Apologie PD Dr. Dr. Christina Schneider, Institut für Statistik an der LMU München 18.30 Uhr    Abendessen 20.00 Uhr Leibniz‘ Theodizee und ihre Bedeutung in der gegenwärtigen Theologie Prof. Dr. Dr. Thomas Schärtl-Trendel, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der LMU München 22.30 Uhr    Möglichkeit, an der Komplet teilzunehmen 23.00 Uhr    Ende   Donnerstag, 14. Juli 2022 9.00 Uhr    Möglichkeit, an der Laudes teilzunehmen LEIBNIZ IM KONTEXT SEINER ZEIT UND HEUTE 9.30 Uhr Leibniz‘ Theodizee - ein Musterbeispiel fruchtbarer Verbindung von Theologie und Jurisprudenz Prof. Dr. Hubertus Busche, Institut für Philosophie an der FernUniversität in Hagen Leibniz, Bossuet, and the Council of Trent Prof. Dr. Jaime de Salas Ortueta, Facultad de Filosofía, Departamento de Filosofía y Sociedad, Universidad Madrid 11.00 Uhr    Kaffeepause 11.30 Uhr Im Gespräch Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Lehrstuhl Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen an der Universität Augsburg anschließend Diskussion 12.30 Uhr    Ende der Veranstaltung Konzeption Prof. Dr. Klaus Unterburger, München Dr. Jan Levin Propach, München Organisation Dr. Astrid Schilling, Katholische Akademie in Bayern Kooperationspartner Evangelische Akademie Tutzing Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft Hannover   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Freitag, 8. Juli 2022 Kosten Teilnahmegebühr: 50 € (ermäßigt 0 €*) Abendessen: 15 € (ermäßigt 10 €*) *Schüler*innen und Student*innen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr haben freien Eintritt und erhalten die Mahlzeiten zum ermäßigten Preis.   Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für 70 € oder im Doppelzimmer für 45 € pro Person. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Corana Hoffmann: corana.hoffmann@kath-akademie-bayern.de I Telefon: 089 38102-117 Bildnachweis: © Internet Archive Book Images ; Wikimedia Commons
Montag, 18. Juli 2022

Assistierter Suizid

Zum Stand der Debatte aus juristischer, medizinischer und theologischer Perspektive Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht in einem spektakulären Urteil das Grundrecht jedes Menschen auf Inanspruchnahme von Hilfe zur Selbsttötung festgestellt - unabhängig von Alter und Krankheit. Unsere Verfassung garantiere dieses Grundrecht ebenso wie den grundrechtlichen Schutz dafür, Suizidhilfe selbst in geschäftsmäßiger Form anzubieten. Neben einer neuen gesetzlichen Regelung solle der Bundestag ein Beratungs- und Schutzkonzept entwickeln. Das Karlsruher Urteil zog viel Kritik auf sich, es habe die Tür zur organisierten Sterbehilfe nicht nur aufgestoßen, sondern „aus den Angeln gehoben“, wie Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung schrieb. Ein überzogenes Autonomie-Verständnis stehe in der Gefahr, die Sterbewilligen aus ihren zwischenmenschlichen Beziehungen zu isolieren. Und kann eine „Sterbereifeprüfung“ (Prantl) in jedem Fall gewährleisten, dass der Sterbewunsch freiwillig, ernst und dauerhaft ist? Wie sieht das aus bei Minderjährigen, bei bloß lebensmüden Alten, bei Demenzkranken? Interessant ist, dass sich sowohl Sterbehilfevereine als auch Patientenschützer gegen weitere gesetzliche Regelungen ausgesprochen haben, die immer nur bedingt auf den Einzelfall passen. Sollte sich das Augenmerk der Gesellschaft nicht noch viel stärker auf medizinische und menschliche Begleitung Schwerstkranker und Sterbender richten? Es gibt viele gute Gründe, das Thema Assistierter Suizid erneut zu diskutieren. Und zwar mit Rechtsanwalt Wolfgang Putz, der sich seit Jahrzehnten mit Rechtsfragen am Lebensende beschäftigt und einer der Beschwerdeführer in Karlsruhe war, mit Professorin Claudia Bausewein, der führenden Palliativmedizinerin in Deutschland, und Weihbischof Anton Losinger, der sich über viele Jahre im Deutschen Ethikrat mit dem Thema Sterbehilfe auseinandergesetzt hat.   Montag, 18. Juli 2022 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung 19.15 Uhr Assistierter Suizid Statements zum Stand der Debatte… …aus juristischer Perspektive Rechtsanwalt Wolfgang Putz, München, spezialisiert auf Rechtsfragen am Ende des Lebens …aus medizinischer Perspektive Prof. Dr. Claudia Bausewein, LMU Klinikum München, Direktorin der Klinik für Palliativmedizin und Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin …aus theologischer Perspektive Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger, Augsburg, Mitglied des Bayerischen Ethikrats 20.15 Uhr Podiumsdiskussion ca. 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung Organisation und Moderation Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern   Livestream Wir planen, diese Veranstaltung live zu streamen. Aktuelle Informationen und die Einwahldaten mit Link finden Sie kurzfristig auf unserer Website - oder bequem in unserem Newsletter, den Sie hier abonnieren können. Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Mittwoch, 13. Juli 2022 Kosten Der Abend kostet 15 €. Davon sind 10 € für das Programm und 5 € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Bildnachweis: canva.com
Mittwoch, 20. Juli 2022

Erich Garhammer trifft Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil liest aus seinem neuen Roman „OMBRA“ Literatur im Gespräch „OMBRA“ erzählt die Geschichte einer Wiederkehr aus erlebter Todesnähe: Im Sommer 2019 wird bei Hanns-Josef Ortheil eine schwere Herzinsuffizienz festgestellt. Die anschließende Operation verläuft nicht ohne Komplikationen, ein langer Aufenthalt in einer Rehaklinik schließt sich an. Das Leben des Autors Ortheil steht am Scheideweg – der Körper hat sich unüberhörbar gemeldet und fordert sein Recht. In dieses Gefühl der Ohnmacht und Angst hinein kehrt allmählich das Schreiben zurück. Stück für Stück setzt Hanns-Josef Ortheil in seinem wohl persönlichsten Buch sein Leben neu zusammen. Wer ist er gewesen vor der Krankheit? Und wer kann er danach einmal sein? Eine literarische Auferstehungserfahrung. Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Wer seinen Lesungen lauscht, spürt nicht nur seine literarische Kunst, sondern auch seine Lese-Kunst. Und wer darauf resonant ist, spürt die Schönheit des Glaubens. (Erich Garhammer)   Mit Hanns-Josef Ortheil setzt der Würzburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Erich Garhammer die Reihe Literatur im Gespräch der Katholischen Akademie in Bayern fort.   Mittwoch, 20. Juli 2022 19.00 Uhr Begrüßung Erich Garhammer trifft Hanns-Josef Ortheil Lesung und Gespräch 20.30 Uhr Begegnung mit dem Autor Literatur Hanns-Josef Ortheil „Ombra. Roman einer Wiedergeburt“ Luchterhand (2021) Hanns-Josef Ortheil, Imma Klemm (Hrsg.) „Ein Kosmos der Schrift. Hanns-Josef Ortheil zum 70. Geburtstag“ btb (2021) Erich Garhammer „Meridiane aus Wörtern“ Theo-poetisches ABC Echter Verlag (2021) Organisation: Michael Zachmeier, Studienleiter   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Freitag, 15. Juli 2022 Kosten Der Abend kostet 15 €. Davon sind 10 € für das Programm und 5 € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Bildnachweis: Hanns-Josef Ortheil; © Verlagsgruppe Random House / CC-BY-SA 3.0 (DE); Wikimedia Commons
Mittwoch, 20. Juli 2022

Erwin Pfrang

Ausstellung bis zum 20. Juli 2022 Führungen am 13. und 15. Juli 2022, jeweils ab 19 Uhr INRI, 2020, Öl auf Leinwand, 140 x 90 cm Erwin Pfrang ist kein Künstler lautstarker Gesten, seine Werke dringen jedoch tief ins Bewusstsein des Betrachters ein, lassen ihn, wenn er sich öffnet, nicht mehr los. Seine Bildwelt regt zum Dialog an, zur Auseinandersetzung mit existentiellen Grundfragen, die sich mit dieser Ausstellung in vielfältiger Weise bietet. Ausgehend von der Schenkung Einzug Christi in Deutschdachau, 1996, durch Herzog Franz von Bayern an die Katholische Akademie anlässlich seines Rückzugs aus deren Leitungsgremium liegt der Fokus der Ausstellung auf den seit Pfrangs Rückkehr aus Italien nach Deutschland und seinem ständigen Wohnsitz in Berlin entstandenen Werken der letzten zehn Jahre. Die Ausstellung, die von Carla Schulz-Hoffmann kuratiert wurde, umfasst 23 Gemälde und 17 Arbeiten auf Papier. Ein ganz persönlicher Dank gilt Erwin Pfrang, mit dem im intensiven Dialog zahlreiche Fragen und unterschiedliche Meinungen austauschen wurden. Die Galerie Jahn und Jahn unterstützte das gesamte Vorhaben            Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre mit Texten von Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann. Ewin Pfrangs Bilder widmen sich Menschen am Rande der Gesellschaft, verwundet und geschunden. Um ihnen gerecht zu werden, begibt er sich selbst dort hin. Die Kunsthistorikerin Carla Schulz-Hoffmann schreibt dazu: "Radikale Verweigerung wird zum Movens seiner Arbeit, zur Grundlage einer künstlerischen Haltung, die nur in der gesellschaftlichen Randlage existenzfähig bleibt ... Aus einer bewusst gewählten Außenseiterposition heraus entstanden bildnerische Formulierungen, die sich in ihrer inhaltlichen und formalen Unangepasstheit gegen alle herrschenden Trends richten und damit indirekt ein durchaus subversives, weil gegen jede Konvention gerichtetes Potential enthielten". Abbildung auf der Startseite: Örtlich betäubt, 2020, Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm Ausstellung, bis Mittwoch, 20. Juli 2022 Öffnungszeiten Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 089 38102-0. Der Eintritt ist frei.   Führungen Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann wird am Mittwoch, 13. Juli und Freitag, 15. Juli 2022, jeweils ab 19 Uhr durch die Ausstellung Erwin Pfrang im Kardinal-Wendel-Haus, Mandlstraße 23, führen. Wir bitten um Ihre Anmeldung per Mail unter michael.zachmeier@kath-akademie-bayern.de. Der Eintritt ist frei. Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Veranstaltungstipp Besuchen Sie das Konzert zur Erwin-Pfrang-Ausstellung am Donnerstag, am 19. Mai 2022, um 19.00 Uhr.   Die Geigerin Karin Löffler-Hunziker, die Cellistin Uta Zenke-Vogelmann (beide sind Mitglieder des BR-Symphonieorchesters) und die Pianistin Anne Schätz beschäftigen sich intensiv mit der Musik verfolgter Komponisten und auch mit nahezu vergessenen Komponistinnen. Moderne Kunst
Sonntag, 11. September 2022

Tag des offenen Denkmals

Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Freitag, 16. September 2022

Altschwabinger Sommerausklang

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
20.10.2022 – 22.10.2022

Was ist religiöse Bildung?

Zur Geschichte des Spannungsverhältnisses von Wissen und Glauben Vorträge und eine Exkursion in die Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing Mit dem Missionsbefehl am Ende des Matthäus-Evangeliums erteilt der auferstandene Jesus seinen Jüngern den Auftrag, zu den Völkern der Erde zu gehen und diese den Glauben zu lehren. Dadurch steht das Christentum von Anfang an unter einer methodischen Spannung, denn einerseits lässt die „Lehre“ das Christentum zur Bildungsreligion werden, andererseits sprengt der „Glaube“ die Exklusivität einer Religion der Gebildeten. So erzählt die Entwicklung des Christentums stets auch die Geschichte des Umgangs mit der Spannung zwischen Glauben und Wissen: die Geschichte der religiösen Bildung. Mit unserer diesjährigen Kooperationsveranstaltung mit Welt und Umwelt der Bibel wollen wir diese Geschichte nacherzählen und nachvollziehen. Über drei Tage verteilt nehmen wir dabei aber nicht nur das heranwachsende junge Christentum in den Blick, sondern bahnen uns von der arabischen Gelehrtentradition der Jahrtausendwende über das Mittelalter Meister Eckharts einen Weg mitten ins Herz der europäischen Aufklärung, wo sich der Streit um die rechte Vereinbarkeit von Wissen und Glauben am Phänomen der Kunst neu entzündet. Eine Exkursion zur Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing soll für diese Gemengelage nicht nur empfänglich machen, sondern zugleich unser Nachdenken über die pädagogische Revolution Immanuel Kants vorbereiten, der die Einsicht in die Bedingung der Möglichkeit von Kunst und Religion zum eigentlichen Bildungsgeschehen erklärt. Doch wie verhält sich dazu etwa der Künstler Thomas Mann, der religiöse Bildung mit ironischer Distanz verknüpft? Und wie steht es um uns selbst? Haben wir wir heute verlernt, den Glauben zu lehren? Unsere Tagung will die Antwort geben.   Titelbild: Lungenfluegel von Christoph Brech / Chor- und Oratorienfenster in der Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing; © Christoph Brech   Donnerstag, 20. Oktober 2022 15.00 Uhr | Beginn Begrüßung und Einführung 16.15–16.45 Uhr | Kaffeepause 16.45 Uhr | Vortrag Glauben – Wissen – Denken. Das spätantike Christentum als Bildungsreligion Prof. Dr. Peter Gemeinhardt, Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen 18.00–20.00 Uhr | Abendessen (mit Gelegenheit zur Teilnahme an einer Vesper) 20.00 Uhr | Vortrag Wissenschaft und Bildung zur Blütezeit des Islam   Prof. Dr. Eva Orthmann, Professorin für Islamwissenschaft und Iranistik an der Georg-August-Universität Göttingen   Freitag, 21. Oktober 2022 9.00 Uhr | Vortrag    Bildung und negative Anthropologie bei Meister Eckhart Prof. Dr. Christian Fröhling, Professor für Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule Mainz 10.15–10.45 Uhr | Kaffeepause 10.45 Uhr | Vortrag    Von der Gottesebenbildlichkeit zur unbestimmten Perfektibilität - Transformationsprozesse des Bildungsbegriffs zwischen Humanismus und Aufklärung Prof. Dr. Alexander Maier, Vertretung des Lehrstuhls für Religionspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München 12.00–15.00 Uhr | Mittagspause 15.00 Uhr | Exkursion Denk nicht, sondern schau! Führung durch den Chorraum der Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing mit dem Künstler Christoph Brech 18.00–20.00 Uhr | Abendessen (mit Gelegenheit zur Teilnahme an einer Vesper) 20.00 Uhr | Vortrag „Was darf ich hoffen?“ Über eine neue Erwartung für Kunst und Religion nach Kant Prof. Dr. Volker Gerhardt, Professor em. für Praktische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin   Samstag, 22. Oktober 2022 9.00 Uhr | Vortrag „Was ist das?“ oder von „Gottes Gemütsart“ - Religiöse Bildung in den Romanen Thomas Manns Dr. Dirk Heißerer, Vorsitzender des Thomas Mann-Forums München e. V. 10.15–10.45 Uhr | Kaffeepause 10.45 Uhr | Vortrag Weitergabe des Glaubens? Moderne Formen religiöser Bildung Prof. Dr. Helena Stockinger, Professorin für Katechetik und Religionspädagogik an der Katholischen Universität Linz 12.00 Uhr | Abschluss Zusammenfassung und Verabschiedung Organisation: Dominik Fröhlich, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern   Corona-Regeln Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Anmeldung Die verfügbaren Plätze werden in Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung. Anmeldeschluss: Montag, 10. Oktober 2022 Kosten Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person (ermäßigte Preise in Klammern). Ermäßigung erhalten Schüler*innen und Student*innen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr.   Teilnahme mit Übernachtung EZ: 240 € (130 €) Teilnahme mit Übernachtung DZ: 215 € (105 €) (Teilnahme, Übernachtung und Verpflegung) Teilnahme ohne Übernachtung: 170 € (60 €) (Teilnahme und Verpflegung ohne Frühstück) Wenn Sie im Schloss Suresnes übernachten wollen oder Ihren Aufenthalt auf Sonntag verlängern möchten, dann fragen Sie bitte bei Corana Hoffmann per E-Mail corana.hoffmann@kath-akademie-bayern.de oder telefonisch unter 089 38102-117 an. Tickets für den Besuch einzelner Vorträge erhalten Sie auf Anfrage an der Tageskasse. Bildnachweis: Lungenfluegel von Christoph Brech / Chor- und Oratorienfenster in der Heilig-Kreuz-Kirche in Giesing; © Christoph Brech Mit dieser Tagung geht unsere Kooperation mit der Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel in die nächste Runde. Einmal im Jahr bieten wir Ihnen die „Tagung zum Heft“: Themen und Autoren der aktuellen Ausgabe, kontrastiert mit Wissenschaft und Kultur der Gegenwart - und mit Münchner Kolorit. Denn die Wurzeln unserer Zivilisation entfalten ihre Wirkungsgeschichte bis hin zu unserer eigenen kulturellen Identität. Herzlich empfehlen wir Ihnen das „Heft zur Tagung“!
26.10.2022 – 28.10.2022

Inter* und Trans*

im Gespräch mit Theologie, Kirche und Erfahrung In den letzten Jahren sind transidente (bzw. transsexuelle oder nichtbinäre) und intergeschlechtliche (bzw. diverse) Menschen mit ihren Geschichten und Forderungen immer sicht- und hörbarer geworden. Sie tragen dazu bei, dass bislang vorherrschende Vorstellungen von Geschlecht und Zweigeschlechtlichkeit infrage gestellt werden. Diesen Anfragen von  Trans* und Inter* müssen sich auch Theologie und Kirche stellen, wenn sie ihren eigenen Ansprüchen an Gerechtigkeit und Inklusivität gerecht werden wollen. Ausgehend von Lebenserfahrungen, die Inter*, Trans* und ihre Angehörigen erzählen, und im Gespräch mit ihnen geht die Tagung diesen Anfragen nach. Sie liefert grundlegende Informationen über die biologischen Aspekte des körperlichen Geschlechts wie über Trans und Intergeschlechtlichkeit. Sie fragt danach, welche Möglichkeiten es gibt, Schöpfungs- und Moraltheologie im Hinblick auf Trans- und Intergeschlechtlichkeiten konstruktiv neu zu denken. Schließlich werden wir in die pastorale Praxis schauen: Welche Haltung und welches Wissen braucht es in Seelsorge und Beratung, um Trans*, Inter* und ihre Angehörigen bei entsprechenden Bitten auf ihrem Weg gut begleiten zu können? Ein Dutzend Workshops bietet Gelegenheit, die Fragestellungen zu vertiefen und sich intensiver auszutauschen.   Mittwoch, 26. Oktober 2022 15.00 Uhr Begrüßungskaffee 15.45 Uhr Eröffnung der Tagung 16.00 Uhr Kaleidoskop der Perspektiven Wir beginnen mit unterschiedlichen Zeugnissen mitten aus dem Leben: Menschen, die die Phänomene Inter* oder Trans* aus der Nähe bzw. von innen kennen. Im Anschluss bleibt Zeit, die Eindrücke in kleinen Gruppen nachklingen zu lassen. Mit: Mari Günther (Religionspädagogin, angefragt), Petra Krämer (Religionslehrerin), Jonas Weinzierl (Katholischer Theologe), Charlotte Wunn (Bundesverband Intergeschlechtliche Menschen e.V.), Dorothea Zwölfer (Evangelische Pfarrerin, angefragt), u.a. 18.00 Uhr Abendessen 19.00 Uhr Abendlob in der Kapelle der Akademie 20.00 Uhr Die Geschlechter der Geschöpfe Welche Merkmale gibt es, um das biologische Geschlecht zu bestimmen? Wie eindeutig sind sie? In welchen Varianten und Kombinationen treten sie auf? Was bedeutet der biologische Befund für unsere Vorstellung von Geschlecht? Mit: Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg 21.30 Uhr Geselliges Beisammensein im Schloss Suresnes   Donnerstag, 27. Oktober 2022 Während am Vormittag zunächst die beiden Phänomene Inter* und Trans* in ihren biologischen, gesellschaftlichen, psychologischen etc. Facetten dargestellt werden, dient der Nachmittag der Vertiefung und dem offenen Austausch in kleineren Workshops. 09.00 Uhr Zum Wohle des Kindes? Intergeschlechtlichkeit zwischen Pathologisierung und Tabu Ursula Rosen, Freiberufliche Autorin für geschlechtliche Vielfalt 10.30 Uhr Kaffeepause 11.00 Uhr Leibhaftig. Zur Temporalität leibkörperlicher Existenz am Beispiel von Transsexualität Dr. Gerhard Schreiber, Institut für Theologie und Sozialethik der TU Darmstadt 12.30 Uhr Mittagessen ab 13.30 Uhr Im Schloss Suresnes Kaffee sowie Dokumentation von verschiedenen Projekten, Initiativen und Ergebnissen früherer Tagungen 15.00 –16.45 Uhr Workshops   Medizin mit PD Dr. Livia Prüll (Ärztin, Historikerin – angefragt) und Charlotte Wunn Religionsunterricht mit Theo Schenkel (Religionslehrer) und Petra Krämer Kirchliches Ehe- und Arbeitsrecht mit Prof. Dr. Georg Bier (angefragt) Austausch zwischen Inter*– und Trans*-Personen mit Veronika Gräwe (Theolog*in) Situation in den Familien mit Julia Seidel (Leiter*in queere Familienberatung) Beratungsarbeit für Inter*-Personen mit Lucie Veith Trans*-Kinder und -Jugendliche mit Mari Günther Intergeschlechtlichkeit (in englischer Sprache) mit Prof. Dr. Susannah Cornwall (Systematische Theolog*in, Exeter) Die Arbeit der Gruppe „Sibyls“ (in englischer Sprache) mit Revd. Dr. Christina Beardsley (Pfarrer*in St. John’s Church, Fulham, London) Psychotherapie mit Dr. Werner Ettmeier (Facharzt für Psychotherapie) Religiöse Sprache und Seelsorge jenseits der Binarität mit Mara Klein (Religionswissenschaftler*in) und Raphaela Soden (Referent*in für Junge Erwachsene, Seelsorgeamt Freiburg – angefragt) 16.45 Uhr Pause 17.00 Uhr Panel „Geschlechtliche Vielfalt als Herausforderung und Chance für die Theologie“ 17.15 Uhr Der ganzheitliche Ansatz des christlichen Menschenbildes und seine Konsequenzen für den Umgang mit den Phänomenen der Inter und Transsexualität Prof. Dr. Franz-Josef Bormann, Professor für Moraltheologie an der Universität Tübingen 17.45 Uhr Vielfalt und Würde. Varianten von Geschlechtlichkeit in ethischer Perspektive Prof. Dr. Stephan Goertz, Professor für Moraltheologie an der Universität Mainz 18.30 Uhr Abendessen 19.30 Uhr Podium: Theologische Perspektiven und ethische Konsequenzen Einleitende Statements von Prof. Dr. Susannah Cornwall (in englischer Sprache), Lucie Veith und Dorothea Zwölfer. Podiumsdiskussion mit Franz-Josef Bormann, Susannah Cornwall, Ste-phan Goertz, Lucie Veith und Dorothea Zwölfer. Moderation: Dr. Aurica Jax, Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz 21.30 Uhr Geselliges Beisammensein im Schloss Suresnes   Freitag, 28. Oktober 2022 09.00 Uhr Leitgedanken für die Seelsorge – Impulse aus Großbritannien Dr. Christina Beardsley 10.00 Uhr Kaffeepause 10.30 Uhr Offener Raum für Überlegungen zum Umgang mit Trans*- und Inter*-Personen in pastoralen Praxisfeldern „Tagungsbeobachter“ leiten aus dem Prozess der Tagung heraus ab, was noch der Klärung bedarf und worüber noch gesprochen werden muss 12.00 Uhr Mittagsgebet 12.30 Uhr Mittagessen – Ende der Tagung Vorbereitungsteam Dr. Michael Brinkschröder, Dr. Achim Budde, Dr. Andreas Heek, Stephan Höpfi nger Dr. Aurica Jax, Dr. Lydia Koelle, Ursula Rosen, Dr. Astrid Schilling, Jonas Weinzierl Wichtiger Hinweis Die Teilnahme ist nur an der gesamten Veranstaltung möglich. Kosten Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person (die Preise in Klammern gelten für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler*innen): Teilnahme am Programm mit Hauptmahlzeiten und Pausenkaffee (ohne Übernachtung und Frühstück): 151 € (erm. 76 €) Teilnahme mit Übernachtungen und Frühstück: EZ 291 € (erm. 216 €) DZ 241 € (erm. 166 €) Sozial-Ticket Wer aus finanziellen Gründen an der Teilnahme gehindert ist, kann einen Rabatt in Höhe von 100 € in Anspruch nehmen. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an. Nutzt Sie dafür bitte das „Mitteilungsfeld“ im unteren Teil des Online-Anmeldeformulars. Anmeldeschluss ist Dienstag, 4. Oktober 2022 Stornofrist Bei Absage nach Anmeldeschluss stellen wir Ihnen 90 % der gebuchten Leistungen aus Übernachtung und Mahlzeiten als Stornogebühr in Rechnung, und zwar unabhängig vom Grund Ihrer Absage. Wir empfehlen Ihnen, eigenständig eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Corona-Regeln Bitte informieren Sie sich vor der Veranstaltung hier auf unserer Website über die dann geltende Infektionsschutzverordnung (3G, 2G, Maskenpflicht etc.). Unsere Kooperationspartner bei dieser Tagung sind: Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz Regenbogenpastoral in der Erzdiözese München und Freising Intergeschlechtliche Menschen e.V. Katholisches LSBT+ Komitee Arbeitsstelle für Männerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz Bildnachweis: istockphoto.com
Dienstag, 22. November 2022

Rückkehr der Religion - passé?

Aktuelle Fragen zur katholischen Literatur und Mediengeschichte Die Tagung geht der Frage nach der katholischen Literatur und ihren Medien nach: Wo finden sich christliche Spuren in den Medien und im Roman der Gegenwartsliteratur? Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
24.11.2022 – 26.11.2022

Verletzbarkeit

Philosophische Tage in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Dienstag, 14. Februar 2023

Hegel, Corona und unsere Zukunft

Die Zerbrechlichkeit des objektiven Geistes Eine Anmeldung ist noch nicht möglich Hegel hat die Praktische Philosophie innerhalb seines Systems als Konzeption des objektiven Geistes entfaltet. In diesem Vortrag wird Hegels Konzeption als Institutionenethik interpretiert. Diese wird von ihm als philosophische Explikation unserer sozialen Zuschreibungspraxen entfaltet. Die Verortung innerhalb seines Gesamtsystems als objektiver Geist bringt erstens Hegels These zum Ausdruck, dass soziale Gebilde prinzipiell endlich im Sinne von konfliktträchtig und störanfällig sind. Außerdem wird in diesem Vortrag zweitens herausgearbeitet, dass die Gesamtanlage von Hegels Praktischer Philosophie sich gegen die Vorstellung wendet, die philosophische Ethik könne unmittelbar vorschreibend in unsere sozialen Praxen intervenieren. Dennoch, so das dritte Beweisziel des Vortrags, schließt Hegels Konzeption des objektiven Geistes auch eine kritische Dimension ein. Sie stellt damit weder eine ethisch inakzeptable Rechtfertigung des Bestehenden, noch einen philosophischen Quietismus dar. (Michael Quante) Der öffentliche Abendvortrag von Professor Michael Quante findet statt im Rahmen des Philosophischen Meisterkurses, der bereits zum achten Mal in Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Akademie in Bayern und der Münchner Hochschule für Philosophie angeboten wird. Die Veranstaltung musste leider aufgrund der Corona-Situation vom 15. Februar 2022 auf den 14. Februar 2023 verschoben werden. Bildnachweis: Georg Wilhelm Friedrich Hegel; © Andrej; commons.wikimedia.org; Coronavirus; canva.com Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des Philosophischen Meisterkurses Dienstag, 14. Februar 2023 (Die Veranstaltung musste leider aufgrund der Corona-Situation vom 15. Februar 2022 auf den 14. Februar 2023 verschoben werden.) Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung Einführung Prof. Dr. Michael Reder, Vizepräsident der Hochschule für Philosophie München 19.15 Uhr Hegel, Corona und unsere Zukunft. Die Zerbrechlichkeit des objektiven Geistes Prof. Dr. Michael Quante, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Münster 20.15 Uhr Diskussion mit dem Referenten und Prof. Dr. Georg Sans SJ, Hochschule für Philosophie München 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung Organisation: Dr. Johannes Schießl Livestream Wir planen, diese Veranstaltung live zu streamen. Aktuelle Informationen und die Einwahldaten mit Link finden Sie kurzfristig auf unserer Website - oder bequem in unserem Newsletter, den Sie hier abonnieren können. Corona-Regeln Gemäß der zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen Infektionsschutzverordnung gilt beim Einlass die 3G-, 3G-plus- bzw. 2G-, 2G-plus-Regel. In den Innenräumen herrscht Maskenpflicht. Anmeldung Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an. Kosten Der Abend kostet 15 €. Davon sind 10 € für das Programm und 5 € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei.
Montag, 27. März 2023

Theologisches Terzett

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Donnerstag, 11. Mai 2023

DOK.fest

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Freitag, 12. Mai 2023

DOK.fest

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