Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern

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Dienstag, 22. Oktober 2019

Pflege-Robotik

Wo hilft technische Assistenz im Umgang mit Patienten und wo liegen die Grenzen? Mit dem SZ-Forum Gesundheit Auf den ersten Blick wirkt das Bild niedlich: Eine hochbetagte Dame umarmt den kleinen „Pepper“. Allerdings ist „Pepper“ nicht ihr Urenkel, sondern ein Roboter. Und der kann Empathie letztlich nur simulieren. Es wird viel diskutiert über den Einsatz von Pflege-Robotik, für manche eine segensreiche Innovation, für andere eine Horrorvision.   Forschung und Industrie versprechen viel, Politik und Kassen hören es im Angesicht des eklatanten Pflegemangels gern und investieren. Doch wie geht es den tatsächlich Betroffenen, den Pflege-Bedürftigen, die oft nicht nur körperlich eingeschränkt sind, und den Pflegenden, die ihren Beruf im Kontakt mit ihren Patienten ausüben wollen? Insgesamt jedenfalls sehen die Deutschen den Einsatz von Robotern in der Pflege eher skeptisch. Nach einer Umfrage der Körber-Stiftung befürchten über 80 Prozent, dass er zu weniger menschlicher Zuwendung führt. Ausgangspunkt aller Überlegungen dürfen nicht die technischen Machbarkeiten sein, sondern vielmehr die Frage, welche Art technischer Assistenz gute Pflege erleichtert. So haben auch die bayerischen Bischöfe im vergangenen November verdeutlicht, „Pflege als Beziehungsgeschehen“ zu betrachten, „das von Menschenwürde und Empathie geprägt sein muss und nicht durch Technik ersetzt werden kann“. Der Abend will einen Überblick geben über die technischen Entwicklungen und konkrete Einsatz-Möglichkeiten von Pflege-Robotik. Er wird aber auch ethische Aspekte deutlich machen. Dienstag, 22. Oktober 2019 ab 17 Uhr Gelegenheit zu einem Imbiss 18.00 Uhr Begrüßung und Einführung 18.15 Uhr   Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten von Pflege-Robotik im Überblick Prof. Dr. Daniel Flemming, Professor für Informatik und Informationstechnologie in Pflege und Sozialer Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule München 18.45 Uhr   Dein Haus 4.0 Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident der Technischen Hochschule Deggendorf 19.00 Uhr   Einsatz von Exo-Skeletten Prof. Dr. Robert Riener, Professor für sensomotorische Systeme an der ETH Zürich 19.15 Uhr   Bedarfe aus der Pflegepraxis Jutta Ehinger, Pflegedienstleisterin im Caritas-Altenheim St. Vinzenz in Garmisch-Partenkirchen 19.30 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss 20.00 Uhr   Pflege und (Roboter-)Technik. Ethische Aspekte des Einsatzes neuer Technologien in der pflegerischen Versorgung Prof. Dr. Hartmut Remmers, Professor für Pflegewissenschaft an der Universität Osnabrück 20.30 Uhr Podiumsdiskussion mit den Referenten   Organisation und Moderation: Prof. Dr. Constanze Giese, Professorin für Ethik und Anthropologie an der Katholischen Stiftungshochschule München und Mitglied des SZ-Gesundheitsforums Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung und Eintritt Wir bitten um Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 17. Oktober 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die bestellten Eintrittskarten sind am Dienstag, 22. Oktober 2019, ab 17.00 Uhr am Tagungsbüro erhältlich. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstüc im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Gesundheit SZ-Gesundheitsforum
23.10.2019 – 26.10.2019

Der Traum

Unser nächtlicher Ausnahmezustand in Kultur und Religion Foto: Gibon Art / Alamy Stock Foto Tagung in Schloss Suresnes! Der Herr gibt es den Seinen bekanntlich im Schlaf. Und es stimmt: Unsere täglich-nächtliche Bewusstlosigkeit versetzt uns keineswegs in „stand by“. Der Körper arbeitet auf Hochtouren an seiner Rekreation. Und auch das Gehirn ist höchst aktiv mit der Verarbeitung und Bewertung seiner Eindrücke aus dem Wachzustand beschäftigt. Wir bekommen wenig davon mit – genug jedoch, um eine Ahnung von jenem faszinierenden Zwischenzustand zu haben, in dem unser Bewusstsein verwandelt ist, zwischen Phantasie und Wirklichkeit, zwischen innerster Psyche und Begegnung mit dem ganz Anderen, manchmal täuschend realistisch, manchmal eine völlig andere Welt, manchmal unverständlich und krude, manchmal dicht an den Themen des Tages. Flyer zur Tagung "Der Traum". Faszinosum der Menschheitsgeschichte Kein Wunder also, dass das Phänomen des Traums die Menschen in der Kulturgeschichte immer fasziniert hat, dass sie es beschrieben und besungen, gemalt und gedeutet, unterschätzt und überhöht haben. Wir wollen diesen großen Bogen abschreiten, von den ältesten Zeugnissen vorderorientalischer Kulturen und dem griechisch-antiken Heilschlaf über die biblische Traumtheologie − und Traumkritik − bis hin zu unserer europäischen Kunst und Literatur. Und natürlich darf auch die Neurowissenschaft nicht fehlen: Was geschieht eigentlich „nachweislich“, wenn wir träumen?   Mit dieser Tagung startet unsere Kooperation mit der Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel (www.weltundumweltderbibel.de). Einmal im Jahr bieten wir Ihnen die „Tagung zum Heft“: Themen und Autoren der aktuellen Ausgabe, kontrastiert mit Wissenschaft und Kultur der Gegenwart – und mit Münchner Kolorit. Denn die Wurzeln unserer Zivilisation entfalten ihre Wirkungsgeschichte bis hin zu unserer eigenen kulturellen Identität. Herzlich empfehlen wir Ihnen das „Heft zur Tagung“! Mittwoch, 23. Oktober 2019, bis Samstag, 26. Oktober 2019   MITTWOCH, 23. Oktober 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 15.00 Uhr Begrüßung und Einführung 16.15 Uhr Kaffee-Pause 16.45 Uhr   Hirn und Traum Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor und Arzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München 18.15 Uhr Abendessen 19.00 Uhr Abendlob in der Kapelle 20.00 Uhr Alter Orient – Einblicke in die frühesten Träume der Menschheit Prof. Dr. Annette Zgoll, Professorin für Altorientalistik an der Georg-August-Universität Göttingen       DONNERSTAG, 24. Oktober 2019 8.00 Uhr Frühstück 9.00 Uhr   Traum in der Bibel Prof. Dr. Jörg Lanckau, Professor für Biblische Theologie und Kirchengeschichte in der Evangelischen Hochschule Nürnberg 10.15 Uhr Kaffeepause 10.45 Uhr   Inkubation im Christentum PD Dr. Heinzgerd Brakmann, Privatdozent für Liturgiewissenschaft und Ostkirchenkunde an der Universität Bonn 12.15 Uhr Mittagessen 15.00 Uhr Die Biblische Josefsgeschichte Prof. Dr. Jörg Lanckau 16.15 Uhr Kaffeepause 16.45 Uhr   Thomas Manns Josephsroman Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Professor für Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Universität Tübingen 18.15 Uhr Abendessen 19.00 Uhr Abendlob in der Kapelle 20.00 Uhr Thomas Manns "Joseph"-Roman - in einer Stunde! Dr. Dirk Heißerer, Vorsitzender des Thomas Mann-Forums München e. V.       FREITAG, 25. Oktober 2019 8.00 Uhr Frühstück 9.00 Uhr   Traumkritik in der Bibel Prof. Dr. Martin Meiser, Professor für Evangelische Theologie/Bibelwissenschaften an der Universität des Saarlandes 10.15 Uhr Kaffeepause 10.45 Uhr   Traum(kritik) in der Philosophie Prof. Dr. Axel Hutter, Ordinarius für Philosophie an der LMU München sowie approbierter Arzt 12.15 Uhr Mittagessen 15.00 Uhr „Stubenreine Bohème“: Thomas Mann im Alten Schwabing Dr. Dirk Heißerer 20.00 Uhr   Theateraufführung „Arabische Nacht“ von Roland Schimmelpfennig Eine Produktion der Theaterakademie August Everding, Studiengang Schauspiel       SAMSTAG, 26. Oktober 2019   8.00 Uhr Frühstück 9.00 Uhr   Traum bei den Mönchsvätern Prof. Dr. Andreas Müller, Professor für Kirchen- und Religionsgeschichte des 1. Jahrtausends an der Universität Kiel 10.15 Uhr Exkursion zur Villa Stuck (U-Bahn-Transfer) 11.00 Uhr   „FIEBERHALLE“ - Ausstellung in der Villa Stuck Michael Buhrs, Geschäftsführender Direktor des Museums Villa Stuck in München       Organisation und Moderation: PD Dr. Achim Budde, Akademiedirektor Dominik Fröhlich, Studienleiter   Kooperationspartner: Zeitschrift „Welt und Umwelt der Bibel“ (ww.weltundumweltderbibel.de)       Träume in Kunst und Literatur erleben! Die Tagung wird im traumhaften Schlössl „Suresnes“ am Englischen Garten durchgeführt und auch das kulturelle Angebot Münchens reichlich nutzen: auf einem literarischen Spaziergang durch das Schwabing der Bohème und Thomas Manns, einer geschlossenen Führung durch eine Ausstellung der Villa Stuck oder gar mit einem exklusiven Stück der August Everding Theaterakademie: „Arabische Nacht“. Zudem wird uns die Tagung hindurch eine Serie von Lithographien zu „Joseph in Ägyptenland“ des Münchner Malers Hermann Ebers begleiten – eine von nur zwei weltweit bekannten Exemplaren überhaupt! Veranstaltungsort Schloss Suresnes Zugang über: Katholische Akademie, Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Aufgrund der Durchführung der Tagung im Schloss Suresnes sind die Kapazitäten begrenzt. Die Teilnahme am Gesamtarrangement (s. u.) wird daher bevorzugt. Wir empfehlen eine zeitnahe Anmeldung. Anmeldeschluss ist Freitag, 18. Oktober 2019. Die Anmeldung mit allen bestellten Leistungen wird verbindlich, sobald die entsprechende Gesamtsumme der Kosten auf unserem Konto LIGA Bank, IBAN: DE49 7509 0300 0102 3550 00 SWIFT/BIC: GENODEF1M05 eingegangen ist. Bitte als Verwendungszweck angeben:  Traum-Tagung 2019 Kosten Für die komplette Veranstaltung (Programm + VP) gelten folgende Preise pro Person: Gesamtarrangement EZ € 437,– (€ 300,–) Gesamtarrangement DZ € 395,– (€ 267,–) Arrangement ohne Übern./Frühst. € 260,- (€ 150,–) Nur Teilnahme € 160,- (€ 80,-) Die Preise in Klammern () gelten für Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr. Wenn Sie andere Varianten wünschen oder Ihren Aufenthalt  auf Sonntag verlängern möchten, fragen Sie bitte nach! ACHTUNG: STORNOFRIST! Bei Absage nach Anmeldeschluss am Freitag, 18. Oktober 2019, stellen wir Ihnen 90 % der gebuchten Leistungen aus Übernachtung und Hauptmahlzeiten als Stornogebühr in Rechnung, und zwar unabhängig vom Grund Ihrer Absage. Wir empfehlen Ihnen, eigenständig eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.
Montag, 28. Oktober 2019

Amazonien-Synode aus erster Hand

Im Gespräch mit Kardinal Reinhard Marx und Gästen aus dem Partnerland Ecuador Foto: pxhere Von 6. bis 27. Oktober tagt im Vatikan die Amazonien-Synode, die „neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ suchen will. Tags darauf trifft sich Kardinal Reinhard Marx mit Gästen aus Ecuador, dem Partnerland des Erzbistums, in der Katholischen Akademie – aus mehreren Gründen ein spannender Abend. Das rund 7,5 Millionen Quadratkilometer große Amazonas-Becken spielt eine entscheidende Rolle für das Weltklima. Für die Zerstörung der „Lunge der Erde“, die Auswirkungen auf den ganzen Planeten hat, sind nicht zuletzt internationale Konzerne verantwortlich. Vernichtet wird auch der Lebensraum hunderter indigener Völker im Amazonas-Gebiet. Das schiere Überleben und die Rechte der Indigenen sollen ins Zentrum der weltkirchlichen Aufmerksamkeit gerückt werden, wie es Papst Franziskus schon in seiner Enzyklika Laudato si‘ getan hat. Ihm geht es darum, dass die Indigenen und Betroffenen vor Ort „die wesentlichen Ansprechpartner werden“ (LS 146). Mit der Amazonien-Synode lädt er uns einmal mehr ein, hörende Kirche zu sein, die „die Klage der Armen ebenso (hört) wie die Klage der Erde“ (LS 49). Zudem wird sich die Synode mit neuen Formen der Seelsorge in Gegenden mit nur wenigen Priestern beschäftigen. In vielen oft schwer zu erreichenden Gemeinden kann nur ein- bis zweimal pro Jahr Eucharistie gefeiert werden – ein echter Notstand, gilt die Eucharistie nach dem Zweiten Vatikanum doch als „Quelle und Höhepunkt“ kirchlichen Lebens. Deswegen fordern viele Stimmen nicht nur aus Lateinamerika, über die Priesterweihe für verheiratete Männer und neue Ämter für Frauen in der Kirche nachzudenken. Montag, 28. Oktober 2019 16.00 Uhr   Vorführung des preisgekrönten Films „Piripkura. Die Suche nach den Letzten ihres Volkes“ (Brasilien, 81 Minuten) mit anschließendem Gespräch dazu ab ca. 18.00 Uhr Gelegenheit zu einem Imbiss     19.00 Uhr Begrüßung PD Dr. Achim Budde, Akademiedirektor 19.15 Uhr   Podiumsgespräch zu den Ergebnissen der Amazonien-Synode (mit Simultan-Übersetzung) Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Synoden-Teilnehmer Bischof Rafael Cob García, Bischof von Puyo im Amazonas-Tiefland Ecuadors und Synoden-Teilnehmer Ruth Elvira Sánchez, Laienmissionarin aus Sucumbíos, Lago Agrio, Ecuador Dr. Markus Büker, Theologischer Grundsatzreferent bei Misereor, Aachen Moderation: Dr. Johannes Schießl 20.45 Uhr   Schlusswort Ordinariatsdirektor Msgr. Thomas Schlichting, Leiter des Ressorts Seelsorge und kirchliches Leben im Erzbischöflichen Ordinariat München 21.00 Uhr Ausklang bei Wein und Brot   Organisation: Sebastian Bugl, Leiter der Abteilung Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat München Dr. Johannes Schießl Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Mittwoch, 23. Oktober 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Da das Erzbistum die Veranstaltung fördert, ist der Eintritt frei. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum  vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Katholische Kirche Amazonas Kräutler, Erwin
Donnerstag, 07. November 2019

Erich Garhammer trifft Christoph Ransmayr

In der Reihe "Literatur im Gespräch" Reihe Literatur im Gespräch Mit Christoph Ransmayr setzt der Würzburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Erich Garhammer die Reihe „Literatur im Gespräch“ der Katholischen Akademie in Bayern fort. Christoph Ransmayrs Bücher sind Meisterwerke des Erzählens. Sie wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet, u.a. den nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreisen. Der Roman "Cox oder Der Lauf der Zeit" wurde mit dem Marieluise-Fleißer-Preis, dem Würth-Preis für Europäische Literatur, dem Kleist-Preis und dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt.   Für Christoph Ransmayr gehören Neugier oder zumindest die Bereitschaft, über die Welt nicht bloß zu urteilen, sondern sie zu erfahren, zu durchwandern, notfalls zu erleiden, zu den unabdingbaren Voraussetzungen des Erzählens. "Wie einen kartographischen Atlas kann ein Leser den 'Atlas eines ängstlichen Mannes' aufschlagen, wo immer er will, kann mit den letzten Seiten beginnen oder am Anfang - und wird stets inmitten der Welt sein. Am Ende jeder Episode holt der Erzähler Atem, setzt nach einer kurzen oder längeren Pause mit einem 'Ich sah' von neuem an und versetzt sich selbst und seine Zuhnörer oder Leser allein nach den Gesetzen der freien Assoziation an einen anderen, weit entfernten oder allernächsten Ort." "Ich sah" - so beginnt jeder der 70 Episoden in seinem jüngsten Werk "Atlas eines ängstlichen Mannes", aus dem Christoph Ransmayr lesen wird. Begegnen Sie diesem begnadeten Erzähler am 7. November 2019 in der Katholischen Akademie in Bayern! Donnerstag, 7. November 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung   Erich Garhammer trifft Christoph Ransmayr Lesung und Gespräch 20.30 Uhr   Begegnung mit dem Autor und Gelegenheit zum Signieren von Büchern   Organisation: Michael Zachmeier Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Donnerstag, 31. Oktober 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Eintrittskarten zum Preis von € 14,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 7,–) werden an der Abendkasse verkauft. Autoren zu Gast bei Albert von Schirnding
Dienstag, 12. November 2019

"Gott ist tot!"

Nietzsches Antichristentum - und das Christentum nach Nietzsche Nietzsche-Jubiläum! Eines der letzten Werke Friedrich Nietzsches (1844-1900) heißt Der Antichrist. Der Philosoph war schließlich überzeugt, mit diesem Werk die „Umwertung aller Werte“ vollzogen zu haben. Er hoffte, dem Christentum und der mit ihm verbundenen Moral der Selbsterniedrigung und des Leidens – so der Vorwurf Nietzsches – endgültig den Garaus gemacht zu haben. Foto: akg-images / De Agostini Picture Nun existieren anderthalb Jahrhunderte nach dem Antichrist noch immer diverse Christentümer, und viele Menschen glauben, darin nach wie vor ihr Heil zu finden. Ist also Nietzsches radikale Kritik echolos verhallt? Ist seine Diagnose vom Tode Gottes als Fehldiagnose entlarvt? Oder müssen Christen der Gegenwart sich noch immer fundamental verunsichern lassen von Nietzsches unerbittlicher Kampfansage? Anlässlich des 175. Geburtstages von Friedrich Nietzsche wollen wir mit dem Schweizer Nietzsche-Experten Andreas Urs Sommer versuchen, Nietzsches Christentumskritik zu rekapitulieren – und anschließend mit dem aus Afrika stammenden Priester und Moralphilosophen Olivier Ndjimbi-Tshiende die Frage stellen, ob sie uns auch heute noch etwas angeht – in Deutschland und darüber hinaus. Und wenn ja, was? Dienstag, 12. November 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung und Einführung 19.10 Uhr „Gott ist tot!“ Nietzsches Antichristentum – und das Christentum nach Nietzsche Prof. Dr. Andreas Urs Sommer, Professor für Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Leiter der Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 20.00 Uhr Pause mit Getränkeverkauf 20.15 Uhr Gott ist tot? Moderierte Diskussion zwischen Prof. Dr. Andreas Urs Sommer und Prof. Dr. Olivier Ndjimbi-Tshiende, Professor am Centre spirituel de Muanda (Kongo) sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Flucht und Migration an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Moderation: Dominik Fröhlich 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation: Dominik Fröhlich, Studienleiter Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Freitag, 8. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 10,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 5,–) sind an der Abendkasse erhältlich. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Philosophie Aufklärung Moral Christentum
Freitag, 15. November 2019

Suizidprävention - Pflicht oder Anmaßung?

Seit 50 Jahren berät DIE ARCHE in Krisen Foto: Pixabay Die Möglichkeit, das eigene Leben durch Suizid zu beenden, steht jedem Menschen offen. Allerdings trifft ein suizidgefährdeter Mensch, der sich anderen anvertrauen möchte, meist auf Unverständnis und Sprachlosigkeit und bleibt mit der eigenen Not allein.   Seit langem gibt es Suizid-Präventionsprogramme, unter anderem Beratungsangebote mit dem Ziel, Suizide zu verhindern. Tatsächlich haben sich die Suizidzahlen in Deutschland gegenüber den 70er Jahren etwa halbiert, sind mit etwa 10.000 Menschen pro Jahr jedoch immer noch erschreckend hoch. Auf der anderen Seite nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz von Suizid offenbar zu. Warum weiterleben, wenn das Leiden ausweglos und das Leben unerträglich erscheint? Ist es dann nicht verständlich, dass ein Mensch seinem Leben ein Ende setzen möchte? Die Beratungsstelle Die Arche bietet seit 50 Jahren Menschen in Lebenskrisen und mit suizidalen Gedanken und Wünschen ein Gegenüber. Wir schaffen gemeinsam einen Raum, in dem die suizidale Absicht neu reflektiert und vielleicht ein Ausweg gefunden werden kann. Immer stärker erleben wir aber die Spannung zwischen unserem suizidpräventiven Auftrag und der Konfrontation mit ausweglosen Lebenssituationen, die den Suizid als nachvollziehbaren Ausweg erscheinen lassen. So nehmen wir unser 50-jähriges Bestehen zum Anlass, uns dieser Frage im Rahmen eines Fachtages unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter und im Austausch mit Ihnen zu widmen. DIE ARCHE Wir sind eine Beratungsstelle für Menschen in Lebenskrisen und bei Suizidgefährdung, für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Wir sind für Sie da, wenn Sie ... ... sich in einer Lebenskrise befinden ... eine Lebenssituation als ausweglos erleben ... nicht mehr leben wollen ... einen Suizidversuch unternommen haben ... sich Sorgen machen um eine Person, die nicht mehr leben möchte ... einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben Unser Selbstverständnis – Wir bieten Ihnen Raum für eine ruhige Aussprache – Wir nehmen Ihre Gedanken und Gefühle ernst – Wir suchen mit Ihnen nach Wegen auch in scheinbar ausweglosen Situationen – Wir unterstützen Ihre Selbsthilfekräfte – Wir stehen unter strikter Schweigepflicht Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an: Telefon: 089 / 33 40 41 Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr Beratungsstelle Die Arche, Saarstraße 5, 80797 München www.die-arche.de Freitag, 15. November 2019   WORKSHOPS 9.00 Uhr   Registrierung. Gewünschten Workshop bzw. Alternative bitte bei Anmeldung im Feld "Mitteilungen" angeben! 9.30-12.30 Uhr   Workshops zu Themen der Suizidprävention, moderiert von Mitarbeiter*innen der Arche     Workshop 1: Suizidalität erkennen und einschätzen Im Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen ist es wichtig, auch suizidale Wünsche unseres Gegenübers im Blick zu haben. Was und wie dürfen wir fragen? Wie können wir die Brisanz einschätzen und möglichst hilfreich reagieren? Moderation: Dr. Ulrike Wegner   Workshop 2: Gesprächsführung bei suizidalen Krisen „containing“ – ein Entwicklungsraum für Helfer*innen und Betroffene: Einführung in eine Haltung zwischen Reverie und Krisenbewältigung. Moderation: Bärbel Rödig, Thomas Rieger   Workshop 3: Sterbewünsche alter Menschen Wünsche, nicht mehr leben oder sich selbst das Leben nehmen zu wollen, sind bei alten Menschen nicht selten: Workshop zur Gesprächsführung in diesen existenziellen Situationen. Moderation: Heribert Zapf   Workshop 4: Trauer nach einem Suizid Ein Suizid löst bei den Hinterbliebenen sehr widersprüchliche Gefühle und viele Fragen aus: Workshop zu Trauerverarbeitungsprozessen von Hinterbliebenen nach einem Suizid, und auf ihrem Weg in ein verändertes, neues Leben. Moderation: Gerda Schumacher, Vera Käufl 12.30 Uhr Gelegenheit zum Mittagessen       ÖFFENTLICHE TAGUNG 13.30 Uhr Registrierung 14.00 Uhr Begrüßung Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Dr. Lisa Pecho, 1. Vorsitzende Die Arche e.V. 14.15 Uhr Beständig in den Wellen – 50 Jahre DIE ARCHE Hans Doll, Geschäftsführer der Arche 14.45 Uhr   Ambivalenz der Freiheit – Suizidprävention kontrovers Prof. Dr. Matthias Bormuth, Professur für Vergleichende Ideengeschichte, Universität Oldenburg 15.45 Uhr Kaffeepause 16.15 Uhr   Zu den Paradoxien suizidalen Erlebens und Handelns: psychoanalytische Perspektiven Prof. Dr. Benigna Gerisch, Psychoanalytikerin (DVP/IPA), Hamburg 17.15 Uhr   Disput zum Tagungsthema auf dem Podium und mit dem Plenum Prof.in Gerisch, Prof. Bormuth und Prof. Dr. Hans Wedler, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Stuttgart Moderation: Prof. Dr. Thomas Giernalczyk, München 18.30 Uhr   Wir feiern gemeinsam ... ... mit Musik, Buffet und Unterhaltung   Organisation: Hans Doll, Die Arche Dr. Johannes Schießl, Katholische Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit   Anmeldung Anmeldeschluss ist Montag, 4. November 2019.   Anmeldung zu den Workshops: Wenn Sie sich für den ganzen Tag anmelden, geben Sie bitte im Feld "Mitteilungen" die Nummer des gewünschten Workshops und eines alternativen Workshops an! Kosten Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person: Teilnahme am ganzen Tag € 50,– (25,–) Mittagessen € 17,– (11,–) Teilnahme am Nachmittag € 20,– (10,–) Die Preise in () gelten für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler. Übernachtung/en Es besteht sowohl von Do, 14. auf Fr, 15. November, als auch von Fr, 15. auf Sa, 16. November 2019, die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück  im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person und Nacht. Gesundheit
Mittwoch, 20. November 2019

Kardinal Wetter Preis 2019

Akademische Feier an der Universität Regensburg mit Verleihung des Kardinal-Wetter-Preises 2019 an den Regensburger Nachwuchswissenschftler und Dogmatiker Dr. Markus Weißer. Die Soteriologie ist nach den Worten des Preisträgers das innere Strukturprinzip der gesamten Dogmatik. Seine Untersuchung rekonstruiert kritisch den Sinn traditioneller Erlösungsmotive und verbindet ihn mit einem innovativen Neuzugang. Im Anschluss an Karl Rahner wird die offene Universalität des Heils, das Gott selbst ist, als trinitarische Dynamik entfaltet. Einseitige Fixierungen auf Sünde und Schuld werden zugunsten einer umfassenden, sakramentalen Sichtweise überwunden, die das christliche Erlösungsverständnis von dessen Ziel her plausibel werden lässt: Der Heilige Horizont des Herzens, auf dessen Unverfügbarkeit hin der Mensch gelöst und erlöst seine Existenz wagen kann, um vor dort her seine Vollendung zu empfangen. Aus der durch Christus vermittelten Freiheit des Hl. Geistes und seiner Dynamik erwächst - wie Papst Franziskus betont - eine neue Sensibilität für die Anderen. Seit dem Jahr 2008 verleiht die Katholische Akademie in Bayern den "Kardinal-Wetter-Preis" für Dissertations- oder Habilitationsschriften aus allen theologischen Disziplinen. Sie will damit ihrem langjährigen Protektor danken sowie seine Verdienste als Professor der Theologie und seinen erzbischöflichen Dienst an der Einheit der Kirche ehrend in öffentlicher Erinnerung halten. Die Vergabe des mit € 1.500,- dotierten Preises erfolgt stets im Benehmen mit der Akademie abwechselnd durch die katholisch-theologischen Fakultäten bzw. Departments der bayerischen Universitäten. Der Ausschreibungsmodus sieht vor, dass die bayerischen Fakultäten, bzw. Institute/Departments dem Alphabet folgend an der Reihe sind. Und so ist nun 2019 nach 2013 zum zweiten Mal die Fakultät der Katholischen Theologie der Universität Regensburg an der Reihe. Dr. Markus Weißer erhält die Auszeichnug für seine Dissertation mit dem Titel "Der Heilige Horizont des Herzens. Perspektiven einer trinitarischen Soteriologie im Anschluss an Karl Rahner." Mittwoch, 20. November 2019, in Regensburg Beginn: 18.00 Uhr Ort: Universität Regensburg, Hauptgebäude, Universitätsstraße 31, Hörsaal PT 3.0.79       Die Katholische Akademie in Bayern und das Dekanat der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität Regensburg laden sehr herzlich ein zur öffentlichen Akademischen Feier anlässlich der Verleihung des Kardinal Wetter Preises 2019 am Mittwoch, 20. November 2019, 18.00 Uhr, im Hörsaal PT 3.0.79, Hauptgebäude der Universität Regensburg, Universitätsstraße 31.   PD Dr. Achim Budde, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern Prof. Dr. Thomas Schärtl-Trendel, Dekan der Fakultät für Katholische Theologie an der Universität Regensburg Begrüßung   Prof. Dr. Erwin Dirscherl, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Regensburg Laudatio auf den Preisträger   Verleihung des Kardinal Wetter Preises 2019 an Dr. Markus Weißer   Dr. Markus Weißer Der heilige Horizont des Herzens. Perspektiven einer trinitarischen Soteriologie im Anschluss an Karl Rahner   Es musizieren Franz Günthner (Piano) Hans Jürgen Huber (Trompete)     Stehempfang mit kleinem Buffet im Foyer vor dem Hörsaal PT 3.0.79 Veranstaltungsort Universität Regensburg, Hauptgebäude, Universitätsstraße 31, Hörsaal PT 3.0.79 Anmeldung Ihre Anmeldung erbitten wir bis spätestens Freitag, 15. November 2019. Kardinal-Wetter-Preis
Montag, 25. November 2019

Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann

Ayatollah Khomeni war einer der Protagonisten des Jahres 1979. Foto: Keystone Press/Alamy Stock Der BR zeichnet diese Veranstaltung auf Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen, Revolutionen und euphorische Aufbrüche. Der Umsturz im Iran, die Öffnung Chinas und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan veränderten die Welt ebenso wie der Atomunfall in Harrisburg oder der Papstbesuch in Polen, der den Niedergang des Sozialismus beschleunigte. Margaret Thatcher verkündete eine neoliberale, die neu gegründete grüne Partei eine ökologische Wende. Vietnamesische Boat People konfrontierten die Deutschen erstmals mit weltweiten Flüchtlingsströmen. Und schließlich veränderte die TV-Serie „Holocaust“ weithin den Blick auf die NS-Verbrechen.   Der Potsdamer Zeithistoriker Frank Bösch analysiert in seinem Buch „Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann“ die globalen Ereignisse, die sich 1979 verdichtet haben. Im Gespräch zwischen ihm und dem ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel, der 1979 Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CSU-Grundsatzkommission war, wird es auch um die Frage gehen, ob 1979 „das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk) war und als „Beginn der multipolaren Welt von heute“ (Claus Leggewie) bezeichnet werden kann. Moderiert wird das Gespräch, dem ein filmischer Impuls vorausgeht, von Andreas Bönte, dem stellvertretenden Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks. Diese öffentliche Abendveranstaltung wird von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks aufgezeichnet und soll im Rahmen eines eigenen Themenabends bei ARD-alpha ausgestrahlt werden. Montag, 25. November 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung 19.10 Uhr Zur Einführung Filmische Impulse zum Jahr 1979 19.30 Uhr   Gespräch Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, Professor für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts Dr. Theo Waigel, Bundesminister der Finanzen a.D., ehem. CSU-Vorsitzender und Leiter der Grundsatzkommission Moderation: Andreas Bönte, stellvertretender Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks sowie Leiter des Programmbereichs BR Fernsehen, ARD-alpha und 3sat 20.30 Uhr Rückfragen 21.00 Uhr Ausklang bei Wein und Brot   Organisation: Stephan Höpfinger   Diese öffentliche Abendveranstaltung wird von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks aufgezeichnet und soll im Rahmen eines eigenen Themenabends bei ARD-alpha ausgestrahlt werden. Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Mittwoch, 20. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 10,-- pro Person (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 5,--) werden an der Abendkasse verkauft. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,-- (ermäßigt € 50,--) oder im Doppelzimmer für € 45,-- (ermäßigt € 39,--) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Iran ARDalpha
Dienstag, 26. November 2019

Bitcoin, Libra & Co.

Chancen und Risiken von Kryptowährungen Sechster Digitaler Salon Glaubt man Wirtschaftsexpertinnen und -experten, dann hinken die westlichen Industrienationen ziemlich hinterher, was bargeldloses Zahlen angeht. Während es beispielsweise in Deutschland immer wieder einen öffentlichen Aufschrei gibt, sobald eine Abschaffung des Bargelds diskutiert wird, wird in Ländern wie China und Indien längst nur noch mit Karte gezahlt – in Europa ziehen hier am ehesten die skandinavischen Länder mit. Mit bargeldlosem Zahlen auf den ersten Blick eng verwandt ist der Transfer von Beträgen in sogenannter Kryptowährung. Diese privaten Rechnungseinheiten treten in Konkurrenz zu staatlichem Geld, weil sie sich strukturell hiervon unterscheiden: Zum einen kommt der Transfer von Kryptowährungen ohne Banken als zentrale Vermittler zwischen Überweisendem und Zahlungsempfänger aus, zum anderen bieten diese eine gewisse Wertstabilität, weil sich die in Umlauf gebrachte Geldmenge nicht einfach durch Ausweitung der Geldmenge vermehren lässt. Kryptowährungen versprechen, durch Digitalisierung mehr Menschen einen einfachen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu bieten, insbesondere Menschen in Ländern mit schwachen Institutionen oder Währungen. Andererseits ist zu vermuten, dass Unternehmen und Individuen, die digitale Währungen erschaffen, nicht immer ohne eigenes ökonomisches Kalkül handeln. Insofern ist es wichtig abzuschätzen, ob diese Währungen eher zu sozialem Ausgleich oder sozialem Ungleichgewicht führen können. Herzliche Einladung zur Diskussion dieser und weiterer Fragen mit unseren Expert*innen! Dienstag, 26. November 2019   Sechster Digitaler Salon   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn)   18.00 Uhr   Begrüßung und Hinführung Dr. Astrid Schilling, Katholische Akademie in Bayern Vera Cornette, Bayerischer Rundfunk 18.15 Uhr   Bitcoin, Libra & Co.: Was steckt technisch dahinter? Dr. André Schweizer, Firma qbound München Anschließend Diskussion 19.00 Uhr   Kryptowährungen aus juristischer Sicht Dr. Konstantin Filbinger, Rechtsanwalt bei THEOPARK Rechtsanwälte Nürnberg Anschließend Diskussion 20.00 Uhr   Ethische Chancen und Risiken digitaler Währungen – Altes Vertrauen und neues Geld Anja Bodenschatz, M.Sc., TUM School of Governance, ZD.B Nachwuchsforschergruppe “Ethik der Digitalisierung”, München Anschließend Diskussion 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Moderation: Vera Cornette, Bayerischer Rundfunk   Konzeption des Digitalen Salons: Dr. Alexander Pschera, maisberger   Organisation: Dr. Astrid Schilling, Katholische Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Freitag, 22. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 16,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 8,–) werden an der Abendkasse verkauft.   Digitaler Salon
Mittwoch, 27. November 2019

CO2 – Klimakiller oder Rohstoff der Zukunft?

Wege zu einer klimazentrierten Bioökonomie Reihe "Wissenschaft für jedermann" im Deutschen Museum Der Klimawandel ist die größte globale Herausforderung für Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Wie im Weltklimareport dokumentiert, kann die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° Celsius nur gelingen, wenn etablierte, petrochemische Industrieprozesse durch energieeffiziente, erneuerbare Alternativen auf Basis einer stofflichen CO2-Nutzung ersetzt werden.   Die Synthetische Biotechnologie ermöglicht die Fixierung und wertschöpfende Umwandlung von atmosphärischem und industriellem CO2 in nachhaltige chemische Grundstoffe und Materialien. Wichtige technologische Grundlagen dafür werden im weltweit einzigartigen Algentechnikum der TU München geschaffen. Algen verwandeln dabei Kohlendioxid aus der Atmosphäre, aus Kraftwerken oder Abgasen der Stahlindustrie in Algenöl, das durch maßgeschneiderte Biokatalysatoren in verschiedene Wertstoffe umgewandelt werden kann. Der erste Teil des Vortrags befasst sich mit unterschiedlichen biotechnologischen Konversionspfaden in biogene Flugkraftstoffe, nachhaltige Hochleistungsschmierstoffe und Karbonfasern. Weiterführend wird die Produktion von nachhaltigen, bioabbaubaren Kunststoffen und Insektiziden mit Anwendungsgebieten speziell in der Landwirtschaft und für den Mobilitätssektor ganz allgemein beschrieben. Die hier angesprochenen Technologien und Produkte ermöglichen es, dem Klimawandel entgegenzuwirken, und forcieren die Etablierung einer abfallfreien, zyklischen Bioökonomie. Mittwoch, 27. November 2019   Reihe „Wissenschaft für jedermann“ im Deutschen Museum 19.00 Uhr Einführung Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München 19.10 Uhr   Prof. Dr. Thomas Brück, Professor am Werner Siemens-Lehrstuhl für Synthetische Biotechnologie, Department Chemie, der TU München CO2 – Klimakiller oder Rohstoff der Zukunft? Wege zu einer klimazentrierten Bioökonomie 20.00 Uhr Diskussion 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Moderation: Prof. Dr. Markus Vogt Organisation: Michael Zachmeier Veranstaltungsort Ehrensaal des Deutschen Museums Museumsinsel 1, München Telefon: 089 / 21 79 - 1 Telefax: 089 / 21 79 - 3 24 www.deutsches-museum.de Anmeldung Anmeldeschluss ist Dienstag, 26. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 3,– sind an der Abendkasse erhältlich. Deutsches Museum acatech
Donnerstag, 28. November 2019

"Dein wahrhaft sorgfältiger Vatter"

Leopold Mozart zum 300. Geburtstag Wer wäre Leopold Mozart ohne seinen Sohn Wolfgang Amadeus? Wahrscheinlich würde sich kaum noch jemand seiner erinnern. Man kann die Frage aber mit Fug und Recht auch andersherum stellen: Was wäre aus dem Wolferl geworden ohne seinen Vater, der die Genialität des Sohnes erkannte und sein Leben ganz der Förderung des Filius verschrieb?   Der 300. Geburtstag von Leopold Mozart am 14. November ist ein guter Anlass, das Vorurteil vom engen und gestrengen Herrn Papa zu revidieren. Der Augsburger Bürgerssohn besuchte das Jesuiten-Gymnasium, absolvierte gar ein Baccalaureat in Philosophie, das Jura-Studium freilich brach er ab und wurde Kammerdiener eines Salzburger Domherrn. Auch als Musiker am Hof des Fürsterzbischofs schaffte er es nie in die erste Reihe, allein als Autor seiner „Gründlichen Violinschule“ erlangte er einige Bekanntheit. Seine Briefe zeigen ihn als wissbegierigen Beobachter von Welt und Menschen. Die Heidelberger Musikwissenschaftlerin Silke Leopold hat im Jubiläumsjahr die äußerst lesenswerte Biographie „Ein Mann von vielen Witz und Klugheit“ vorgelegt, die erste Gesamtbetrachtung Leopold Mozarts seit 40 Jahren. In ihrem Vortrag lässt uns die Autorin an den Ergebnissen ihrer Forschungen teilhaben. Und an einem solchen Abend darf natürlich die Musik selbst nicht fehlen: Für sie sorgen der Cellist Julius Berger, der selbst Professor am Leopold-Mozart-Zentrum der Uni Augsburg ist, und die Münchner Pianistin Margarita Höhenrieder, Professorin an der hiesigen Musikhochschule. Donnerstag, 28. November 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung 19.15 Uhr   „Dein wahrhaft sorgfältiger Vatter“ Leopold Mozart zum 300. Geburtstag Prof. Dr. Silke Leopold, emeritierte Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg   Musikalische Intermezzi von Leopold, Wolfgang Amadeus und Franz Xaver Mozart mit Prof. Julius Berger, Violoncello, und Prof. Margarita Höhenrieder, Klavier 20.30 Uhr Gespräch mit den Mitwirkenden 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation und Moderation: Dr. Johannes Schießl Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit   Anmeldung Anmeldeschluss ist Montag, 25. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 12,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 6,–) werden an der Abendkasse verkauft. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum  vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Musik
Freitag, 29. November 2019

Bayerischer Adel

Lebensgestalter vom Mittelalter bis zur Moderne Beginn 14.30 Uhr! Bayerns Adel ist bis heute insbesondere für die kulturelle, aber auch gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes einflussreich geblieben. Die Wittelsbacher, der alte bayerische Hofmarksadel, die Thurn und Taxis, ehemalige fränkische und schwäbische Reichsritter sowie das städtische Patriziat überlebten zumindest in Teilen die Mediatisierung und Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts. Unsere moderne Medienwelt wäre ohne aristokratischen Glamour um vieles ärmer. Der Fokus unserer Veranstaltung liegt aber in der Zeit, in der Adelige noch regierten, also im Mittelalter, in der frühen Neuzeit und bis zur Novemberrevolution 1918. „Den“ Adel gab es auch damals nicht; er bestand vielmehr aus einer Vielzahl an Familien und Geschlechtern. Zwar kann der Adel als eine privilegierte, relativ gut abgegrenzte soziale Gruppe aufgefasst werden, doch gab es Differenzierungen hinsichtlich Bedeutung, Hierarchie und Einfluss, die sich im „Kosmos aristokratischer Lebensformen“ widerspiegelten. Als Patronatsherren wurden Adelige sogar in die Gebete der Gläubigen eingeschlossen. Unsere Tagung stellt religiöse Lebensformen, Netzwerke sowie Familien-, Kirchen- und Herrschaftsstrukturen des ansässigen Hoch- und Niederadels vor. Wir blättern in der höfischen Literatur, betreten bayerische, fränkische und schwäbische Schlösser sowie Münchner Patrizierhäuser, prüfen die Kassen des Landadels und schauen in die Registraturen des bayerischen Patronatsadels. Schließlich werden wir Zeugen des Geschehens um die drei evangelischen Prinzessinnen, die Königinnen im katholischen Bayern wurden. Freitag, 29. November 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 14.30 Uhr Begrüßung 14.45 Uhr Das Münchner Patriziat im Wandel vom Bürgertum zum Adel Dr. Michael Stephan, Stadtdirektor, Leiter des Stadtarchivs München 15.30 Uhr Bayerns Adel und der Münchner Hof im Spiegel der Literatur Prof. Dr. Klaus Wolf, Professor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg 16.15 Uhr Diskussion 16.45 Uhr Imbisspause 17.15 Uhr Blaues Blut und rote Zahlen? Finanzielle Spielräume des bayerischen Landadels im 18. Jahrhundert Dr. Barbara Kink, Stellvertretende Leiterin des Museums Fürstenfeldbruck 18.00 Uhr Bayerns Adel vor der Revolution 1848/49 Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Professor em. für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 18.45 Uhr Pause 19.00 Uhr Bayerns Königinnen 1806-1918 Dr. Martha Schad, Historikerin und Sachbuchautorin, Augsburg 19.45 Uhr Diskussion 20.30 Uhr Ende der Veranstaltung   Moderation und Organisation: Stephan Höpfinger, Studienleiter, Katholische Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Dienstag, 26. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 14,-- pro Person (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 7,--) werden an der Abendkasse verkauft. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,-- (ermäßigt € 50,--) oder im Doppelzimmer für € 45,-- (ermäßigt € 39,--) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Bayern Adel
Montag, 02. Dezember 2019

Philosophie als Lebenskunst?

Die Antwort der Stoa Die Stoa war die einflussreichste Bewegung der hellenistischen Philosophie. Vom dritten vorchristlichen bis zum ersten nachchristlichen Jahrhundert hing ihr eine große Zahl der Gebildeten im griechisch-römischen Kulturkreis an. Auch christliche Theologie und Lebensform sind über die frühen Kirchenväter von der Stoa mitgeprägt – in Einverständnis und Auseinandersetzung. Bis in die Moderne sind die Auswirkungen gerade der stoischen Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie auf die westliche Welt spürbar. Mit „stoisch“ verbinden wir heute Seelenstärke, Gefühlskontrolle und Schicksalsergebenheit. In philosophischer und theologischer Ethik, aber auch in der kognitiven Psychologie der Gegenwart finden Versuche Zuspruch, die Philosophie der Stoa für die Einübung in eine Lebenskunst fruchtbar zu machen. Gleichwohl dürfte eine direkte Umsetzung stoischer Philosophie in unsere Alltagspraxis schwierig sein, da die stoische Lebenskunst ein (pantheistisches) Weltbild und Selbstverständnis voraussetzt, das vielen von uns fremd erscheinen mag. Sie verlangt nämlich eine Einstellung zu den Gütern des Lebens, die so gut wie allem widerspricht, was der globale Markt und die entsprechende Lebenskultur an vermeintlich Notwendigem, Befriedigendem und Beglückendem anbietet oder fordert. Die Philosophie der Stoa bereitet indes auch einem Christen grundsätzliche Probleme. Denn auf ihr lastet die Diagnose des Apostels Paulus, dass ihr praktisches Ideal der Weisheit den Menschen überfordert, dass sie Ausdruck eines Stolzes ist, der in den Augen Gottes als überhebliche Torheit zu gelten hat. Derlei Schwierigkeiten sollten uns aber nicht davon abhalten, uns mit einer so wirkmächtigen geistigen Strömung zu beschäftigen. Montag, 2. Dezember 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung 19.15 Uhr Philosophie als Lebenskunst? Die Antwort der Stoa Prof. Dr. Maximilian Forschner, emeritierter Professor für Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg 20.00 Uhr Gespräch mit dem Referenten 20.30 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation und Moderation: Dr. Johannes Schießl Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Donnerstag, 28. November 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 8,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 4,–) sind an der Abendkasse erhältlich. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. Philosophie
Donnerstag, 05. Dezember 2019

Primat und Synodalität

Reflektionen über das Verständnis von Autorität in der Kirche in ökumenischer Perspektive In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kirchenrecht an der LMU Die erklärte Absicht der deutschen Bischöfe, gemeinsam mit Laienvertretern einen „synodalen Weg“ zu beschreiten, hat in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit auf das Verständnis und die Praxis von Synodalität in der Kirche gelenkt. Die häufigere Einberufung von Bischofssynoden durch Papst Franziskus, die vorgeschaltete Befragung von Gläubigen und veränderte Formen der Beratung bei den Synoden selbst haben zu einer neuen Wertschätzung der Synodalität in der katholischen Kirche geführt.   Evangelische und orthodoxe Kirchen haben jahrzehntelange Erfahrungen mit der Durchführung von Synoden. Was kann man von ihnen lernen? Andererseits ist innerhalb der orthodoxen Kirche derzeit ein Ringen um das Verständnis und die Praxis des Primats zu beobachten, vor allem im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Konstantinopel und Moskau um die orthodoxe Kirche in der Ukraine. Vor diesem Hintergrund präsentiert der Vortrag grundsätzliche Überlegungen über das Verständnis von Autorität in der Kirche im Spannungsfeld von Primat und Synodalität. In ökumenischer Perspektive soll dabei der Frage nachgegangen werden, was die Kirchen von den Erfahrungen der jeweils anderen lernen können. Im Blick auf die Ergebnisse ökumenischer Dialoge wird schließlich eine angemessene Verhältnisbestimmung zwischen primatialen und synodalen Formen der Kirchenleitung gesucht. Donnerstag, 5. Dezember 2019   Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kirchenrecht (Prof. Berkmann) an der Ludwig-Maximilians-Universität München     Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr Begrüßung   Einführung Prof. Dr. Dr. Burkhard Berkmann, Professor für Kirchenrecht an der LMU München 19.15 Uhr Primat und Synodalität. Reflexionen über das Verständnis von Autorität in der Kirche in ökumenischer Perspektive Dr. Johannes Oeldemann, Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Paderborn 20.00 Uhr Imbisspause anschließend Diskussion mit dem Referenten 21.15 Uhr Ende der Veranstaltung   Moderation: Prof. Dr. Dr. Burkhard Berkmann   Organisation: Stephan Höpfinger Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit   Anmeldung Anmeldeschluss ist Montag, 2. Dezember 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Eintrittskarten zum Preis von € 8,-- pro Person (Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler € 4,--) werden an der Abendkasse verkauft. Hinweis Diese öffentliche Abendveranstaltung findet statt im Rahmen der internen kirchenrechtlichen Fachtagung der LMU München zum Thema „Das Verhältnis zwischen der lokalen, regionalen und universalen Ebene in der Kirchenverfassung. Ein Vergleich zwischen dem Recht verschiedener christlicher Konfessionen“ am Donnerstag/Freitag, 5./6. Dezember 2019, im Kardinal Wendel Haus der Akademie, Mandlstraße 23, 80802 München. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: Oekumenetagung@kaththeol.uni-muenchen.de Papst Franziskus Kirchenreform
Montag, 09. Dezember 2019

Geburtsstunde des Realismus

200 Jahre Gottfried Keller und Theodor Fontane 200 Jahre Fontane und Keller Gottfried Keller (1819–1890) und Theodor Fontane (1819–1898) haben das literarische Schaffen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Unabhängig voneinander, aber zur selben Zeit formulierten sie ein literaturkritisches Programm, das in Auseinandersetzung mit Romantik und Idealismus die Forderung erhebt, die Wirklichkeit der Welt und des Menschen möglichst transparent zu machen: den Realismus. Foto: akg-images Die Literatur des Realismus lässt sich mithin als eine Form der Religionskritik verstehen: Sie reflektiert und beschreibt den Wandel, der in der Kritik am unwirklichen Jenseits begründet liegt, und stellt durch ihre Diesseitsorientierung gleichsam neue Lebensentwürfe zur Debatte. Umso bemerkenswerter aber, dass gerade die Gründerväter des Realismus in dieser Frage gänzlich uneins sind: Während Keller „sich sein Rendezvous mit diesem Leben durch kein zweites hat lassen stören wollen“ (Walter Benjamin), erteilte Fontane solchem „frivolen Unglauben“ eine deutliche Absage und legte mit Quitt sogar einen religiösen Roman vor. Steht hinter dem gemeinsamen Realismus also in Wirklichkeit ein großes Fragezeichen? Persönlich sind sich Keller und Fontane nie begegnet – ein Grund mehr, die beiden zu ihrem 200. Geburtstag zu dieser Frage zu Wort kommen zu lassen. Möglich machen soll es unser Literaturabend Geburtsstunde des Realismus, der die ausgewiesenen Experten Prof. Dr. Ursula Amrein (Keller) und Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann (Fontane) auch darüber nachdenken lässt, worüber die Jubilare selbst Zeit ihres Lebens nachgedacht haben: Gott und die Welt. Montag, 9. Dezember 2019   Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn 19.00 Uhr Begrüßung und Einführung 19.05 Uhr 200 Jahre Gottfried Keller Prof. Dr. Ursula Amrein, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich 19.40 Uhr 200 Jahre Theodor Fontane Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann, Professor em. am Institut für Literaturwissenschaft der Technischen Universität Berlin 20.15 Uhr Pause mit Getränkeverkauf 20.30 Uhr Geburtsstunde des Realismus Moderierte Diskussion zwischen Ursula Amrein und Hans Dieter Zimmermann Moderation: Dominik Fröhlich   21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation: Dominik Fröhlich Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss ist Freitag, 6. Dezember 2019. Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Die Eintrittskarten zum Preis von € 10,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr € 5,–) werden an der Abendkasse verkauft. Übernachtung Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung mit Frühstück im Einzelzimmer für € 59,– (ermäßigt € 50,–) oder im Doppelzimmer für € 45,– (ermäßigt € 39,–) pro Person. Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und Schüler. 19. Jahrhundert Aufklärung Gott Literatur Poesie Säkularisierung
Mittwoch, 11. Dezember 2019

"Der Mensch ist wahrlich ein Verlierer!" (Sure 103, Vers 2)

Grundzüge koranischer Anthropologie Reihe Islam (III) Der Mensch ist im Koran Geschöpf Gottes, dem gegenüber er in einem natürlichen Verhältnis absoluter Hingabe und Ergebenheit steht. Gleichzeitig ist der Mensch seit seiner Schöpfung der Versuchung des Teufels ausgesetzt. Er lebt daher in einer geistigen Spannung zwischen der Befolgung göttlicher Gebote und Verbote auf der einen und satanischer Verführung auf der anderen Seite. Aufgrund seiner Schwäche neigt der Mensch dazu, Gott gegenüber undankbar zu sein und ihm nicht zu gehorchen. Ist die menschliche Natur also grundsätzlich schlecht?   Als ein vernunftbegabtes Wesen verfügt der Mensch über die Fähigkeit, sich für das Gute zu entscheiden und das Schlechte zu meiden. Aber wie frei ist der Mensch eigentlich bei einer solchen Entscheidung? Wie steht es zwischen Vernunft und Offenbarung im Islam hinsichtlich menschlicher Lebensführung? Schließlich ist das Individuum im Islam Teil der umma. Diese ist die religiöse und politische Gemeinschaft, die sich anfangs unter Muhammads Leitung konstituierte und die die Gesamtheit der Muslime in der Welt bildet. In deren Rahmen haben Individuen Rechte und Pflichten. Wie verhalten sich das Individuum und die Gemeinschaft zueinander im Islam? Im Vortrag und dem darauffolgenden Lektüreseminar wird das Menschenbild im Islam entfaltet und analysiert. Mittwoch, 11. Dezember 2019 Ab 18 Uhr Möglichkeit zu einem Imbiss 19.00 Uhr Begrüßung 19.10 Uhr   „Der Mensch ist wahrlich ein Verlierer!“ (Sure 103, Vers 2) Grundzüge koranischer Anthropologie Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg 20.00 Uhr Diskussion 20.30 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation und Moderation: Michael Zachmeier, Katholische Akademie in Bayern Zur Vertiefung: Mittwoch, 18. Dezember 2019 Lektüreseminar zum Abendvortrag mit Dr. Katja Thörner, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg Hinweis: Der Besuch des Vortrags von Prof. Tamer ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lektüreseminar von Dr. Thörner! Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit Anmeldung Anmeldeschluss für den Abendvortrag am 11. Dezember 2019: Montag, 9. Dezember 2019 Anmeldeschluss für das Lektüreseminar am 18. Dezember 2019: Montag, 16. Dezember 2019 Hinweis: Der Besuch des Vortrags von Prof. Tamer ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lektüreseminar von Dr. Thörner! Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Teilnahmegebühren Abendvortrag und Lektüreseminar: € 12,– Nur Abendvortrag: € 8,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr zahlen € 6,– bzw. € 4,–.) Vorschau Reihe Islam (IV) Islam und Staat. Zur Organisation des Gemeinwesens und zur Rolle des Glaubens Dienstag, 9. Juni 2020, 19 Uhr, mit Prof. Tamer Dienstag, 16. Juni 2020, 19 Uhr, mit Dr. Thörner Islam Islamismus
Mittwoch, 18. Dezember 2019

Lektüreseminar zum Vortrag "Der Mensch ist wahrlich ein Verlierer!" (Sure 103, Vers 2)

Grundzüge koranischer Anthropologie Reihe Islam (III) Der Mensch ist im Koran Geschöpf Gottes, dem gegenüber er in einem natürlichen Verhältnis absoluter Hingabe und Ergebenheit steht. Gleichzeitig ist der Mensch seit seiner Schöpfung der Versuchung des Teufels ausgesetzt. Er lebt daher in einer geistigen Spannung zwischen der Befolgung göttlicher Gebote und Verbote auf der einen und satanischer Verführung auf der anderen Seite. Aufgrund seiner Schwäche neigt der Mensch dazu, Gott gegenüber undankbar zu sein und ihm nicht zu gehorchen. Ist die menschliche Natur also grundsätzlich schlecht? Als ein vernunftbegabtes Wesen verfügt der Mensch über die Fähigkeit, sich für das Gute zu entscheiden und das Schlechte zu meiden. Aber wie frei ist der Mensch eigentlich bei einer solchen Entscheidung? Wie steht es zwischen Vernunft und Offenbarung im Islam hinsichtlich menschlicher Lebensführung? Schließlich ist das Individuum im Islam Teil der umma. Diese ist die religiöse und politische Gemeinschaft, die sich anfangs unter Muhammads Leitung konstituierte und die die Gesamtheit der Muslime in der Welt bildet. In deren Rahmen haben Individuen Rechte und Pflichten. Wie verhalten sich das Individuum und die Gemeinschaft zueinander im Islam? Im Vortrag am 11. Dezember 2019 und dem darauffolgenden Lektüreseminar am 18. Dezember 2019 wird das Menschenbild im Islam entfaltet und analysiert. Mittwoch, 18. Dezember 2019 Bitte beachten Sie: Der Besuch des Vortrags von Prof. Tamer am 11. Dezember 2019 ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lektüreseminar von Dr. Thörner! Ab 18 Uhr Möglichkeit zu einem Imbiss 19.00 Uhr Begrüßung 19.10 Uhr   Lektüreseminar zum Vortrag „Der Mensch ist wahrlich ein Verlierer!“ (Sure 103, Vers 2) Grundzüge koranischer Anthropologie von Prof. Dr. Georges Tamer, Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, am 11. Dezember 2019: Dr. Katja Thörner, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung   Organisation und Moderation: Michael Zachmeier, Katholische Akademie in Bayern Veranstaltungsort Katholische Akademie in Bayern Kardinal Wendel Haus Mandlstraße 23, 80802 München U3/U6 Münchner Freiheit   Anmeldung Anmeldeschluss für den Abendvortrag und das Lektüreseminar: Montag, 16. Dezember 2019 (Anmeldeschluss nur für den Abendvortrag am 11. Dezember 2019: Montag, 9. Dezember 2019.)   Bitte beachten Sie: Der Besuch des Vortrags von Prof. Tamer ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lektüreseminar von Dr. Thörner! Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Teilnahmegebühren Abendvortrag und Lektüreseminar: € 12,– Nur Abendvortrag: € 8,– (Schüler und Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr zahlen € 6,– bzw. € 4,–.) Vorschau Reihe Islam (IV) Islam und Staat. Zur Organisation des Gemeinwesens und zur Rolle des Glaubens Dienstag, 9. Juni 2020, 19 Uhr, mit Prof. Tamer Dienstag, 16. Juni 2020, 19 Uhr, mit Dr. Thörner
30.01.2020 – 01.02.2020

Die Macht. Guardini-Tag 2020

Guardini, Romano
07.02.2020 – 08.02.2020

Ukrainische Orthodoxie

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing
17.02.2020 – 19.02.2020

Philosophischer Meisterkurs mit Prof. Dr. Ingrid Robeyns

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie SJ
26.02.2020 – 28.02.2020

Historische Tage 2020: Die Goten in der Geschichte Europas

Die ersten Erben des Imperium Romanum als Vermittler zwischen Antike und Mittelalter
Montag, 16. März 2020

Bayerischer Priestertag

27.03.2020 – 29.03.2020

Der unbekannte Meister Eckhart

In Zusammenarbeit mit der Meister-Eckhart-Gesellschaft Meister Eckhart
Samstag, 25. April 2020

Lange Nacht der Musik

Freitag, 08. Mai 2020

Erster Filmabend im Rahmen des DOK.fest 2020

DOK.fest
Montag, 11. Mai 2020

Zweiter Filmabend im Rahmen des DOK.fest 2020

DOK.fest
23.06.2020 – 25.06.2020

Willensfreiheit

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie SJ Hochschule für Philosophie (HfPh)
Freitag, 03. Juli 2020

Passionsspiele in Bayern