Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern

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Mittwoch, 08. Februar 2023

Geo-Engineering unsere letzte Hoffnung?

Zur Bedeutung von CO2-Entnahmen für das 1,5°C Ziel Reihe „Wissenschaft für jedermann“ im Deutschen Museum Der letzte Sachstandsbericht des Weltklimarats zeigt deutlich, dass der Spielraum, die ehrgeizigen Klimaziele von Paris zu erreichen, beständig schrumpft. Ohne einen Teil der Treibhausgase, die momentan noch ausgestoßen werden, mit Hilfe technischer Innovationen und landbasierter Methoden wieder aus der Atmosphäre zu entfernen, scheint es deshalb kaum mehr möglich zu sein, die globale Erderwärmung unter 2°C zu halten. Auch Einsparungen und Reduzierung des CO2-Ausstosses könnten daran nichts mehr ändern. Doch wie bewerkstelligt man das? Welche Technologien stehen überhaupt und in sinnvoller Weise zur Verfügung, mit welchen Risiken sind diese möglicherweise behaftet, und was bedeutet das für die Politik? Im Vortrag werden die Rolle von CO2-Entnahmen in Klimaschutzszenarien beleuchtet und ein kritischer Blick auf die momentan diskutierten technischen Möglichkeiten des Geo-Engineering geworfen. Reihe „Wissenschaft für jedermann“ im Deutschen Museum   Mittwoch, 8. Februar 2023 19.00 Uhr     Einführung Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München 19.10 Uhr     Geo-Engineering unsere letzte Hoffnung? Prof. Dr. Sabine Fuss, Leiterin der Arbeitsgruppe Nachhaltiges Ressourcenmanagement und Globaler Wandel am Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin 20.00 Uhr     Diskussion 21.00 Uhr     Ende der Veranstaltung Moderation: Prof. Dr. Markus Vogt Organisation: Michael Zachmeier, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern   Livestream: www.deutsches-museum.de/livestream   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Veranstaltungsort: Im Auditorium des Deutschen Museums (Zugang über die Corneliusbrücke), Museumsinsel 1, München Telefon: 089 2179–1 · Telefax: 089 2179-324 Kosten: Eintrittskarten zum Preis von 3,– € sind an der Abendkasse erhältlich. Anmeldeschluss ist Montag, 6. Februar 2023. Bildnachweis: canca.com Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Dienstag, 14. Februar 2023

Von Hegel zu Marx

Linien der Geschichtsphilosophie Veranstaltung im Rahmen des Philosophischen Meisterkurses Das Denken von Karl Marx ist durch die Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels entscheidend geprägt. Seine Kapitalismus-Kritik setzt voraus, dass die Menschheit diese Gesellschaftsformation in einem historischen Entwicklungsprozess hervorbringen muss und dann überwinden kann. Diese geschichtsphilosophische These beruht auf der philosophischen Anthropologie von Marx, die ebenfalls eine geschichtsphilosophische Dimension hat: Die Menschheit kann ihr Wesen nur verwirklichen, indem sie Entwicklungsstadien der Entfremdung durchläuft. Marx greift auf zentrale Bestandteile der Hegelschen und linkshegelianischen Philosophie zurück. Sie werden in diesem Vortrag als Grundlage der Geschichtsphilosophie von Marx erläutert. Dabei zeigt sich, dass ohne sie die Kapitalismus-Kritik von Marx unverständlich bleiben muss. (Michael Quante) Der öffentliche Abendvortrag von Professor Michael Quante findet statt im Rahmen des Philosophischen Meisterkurses, der bereits zum achten Mal in Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Akademie in Bayern und der Münchner Hochschule für Philosophie angeboten wird. Dienstag, 14. Februar 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr     Begrüßung Einführung Prof. Dr. Michael Reder, Vizepräsident der Hochschule für Philosophie München 19.15 Uhr Von Hegel zu Marx Linien der Geschichtsphilosophie Prof. Dr. Michael Quante, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Münster 20.15 Uhr      Diskussion mit dem Referenten und Prof. Dr. Georg Sans SJ, Hochschule für Philosophie München 21.00 Uhr      Ende der Veranstaltung Organisation: Dr. Johannes Schießl   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei.
22.02.2023 – 24.02.2023

Kirchenreform und Investiturstreit

Das Ringen von geistlicher und weltlicher Gewalt um die rechte Ordnung Historische Tage 2023 Von der 910 gegründeten Benediktinerabtei Cluny verbreitete sich eine kirchliche Bewegung, die Missstände im Klerus wie Simonie und Priesterehe beseitigen, die Lebensführung geistlicher Gemeinschaften verbessern und den Einfluss von Laien auf die Kirche zurückdrängen wollte. Die Bewegung wurde von den Päpsten vorangetrieben, die damit den Ausbau und die Stärkung ihrer eigenen Stellung verbanden. Weil geistlicher und weltlicher Bereich aufs engste miteinander verflochten waren, blieben Konflikte wie der um die Investitur von Bischöfen durch den König unausweichlich. Der Streit zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. entzündete sich 1075 an der Besetzung das Erzbistums Mailand und eskalierte in kurzer Zeit: Gehorsamsaufkündigung Heinrichs gegenüber Gregor, Bannung und Absetzung des Königs durch den Papst, Bußgang des Königs nach Canossa, Wahl eines Gegenkönigs, schließlich das Laieninvestiturverbot. Der Kompromiss in der Investiturfrage führt weit über Gregor und Heinrich hinaus. Erst 1122 konnte nach langwierigem Ringen das Wormser Konkordat mit einer differenzierten Regelung über die Kompetenzen des Königs bei der Einsetzung von Bischöfen abgeschlossen werden. Aus den Auseinandersetzungen ging das Papsttum als geistliche Vormacht in der westlichen Christenheit hervor. Es gelang ihm, die Kirche zu hierarchisieren und zu zentralisieren. Dem ging eine Trennung des „Weltlichen“ vom „Geistlichen“, eine Entsakralisierung des Königtums und des ganzen politischen Bereichs einher. Im Gefüge von König und Fürsten sahen diese sich immer mehr als Träger des Reichs mit dem gesteigerten Anspruch an Mitwirkungsrechten. Mittwoch, 22. Februar 2023 15.00 Uhr    Begrüßung 15.15 Uhr     Cluny als Modell? Zur Bedeutung des Klosters für die kirchliche Reformbewegung Prof. Dr. Gert Melville, Professor em. für Mittelalterliche Geschichte an der Technischen Universität Dresden 16.00 Uhr    Kaffeepause 16.30 Uhr     „Gott zu dienen, bedeutet regieren“. Das Herrschaftskonzept und die Kirchenpolitik Kaiser Heinrichs III. Dr. Dirk Jäckel, Wiss. Mitarbeiter am Projekt „Regesta Imperii“ der Mainzer Akademie der Wissenschaften, Arbeitsstelle Universität Bochum 17.15 Uhr     Diskussion im Plenum 18.00 Uhr     Abendessen 19.00 Uhr     Eucharistiefeier zum Aschermittwoch mit Aschenkreuzausteilung   Donnerstag, 23. Februar 2023 8.45 Uhr    Gesungene Laudes 9.15 Uhr     Provokationen, Fehler, Missverständnisse. Der junge Heinrich IV., die Fürsten und die Sachsen Prof. Dr. Matthias Becher, Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn 10.00 Uhr    Kaffeepause 10.30 Uhr Traditionsgebundenes Handeln oder Neuanfänge? Das Papsttum von Leo IX. bis Gregor VII. (1049-1085) zwischen urbs und orbis Prof. Dr. Klaus Herbers, Senior-Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 11.15 Uhr    Pause 11.30 Uhr     Heinrich IV. gegen Gregor VII. – Die Ereignisse von Worms, Rom, Tribur und Canossa Dr. Matthias Schrör, Historiker, Direktor der Emilie und Hans Stratmans-Stiftung Geldern 12.30 Uhr    Mittagessen 14.30 Uhr     Der Kampf der Könige im Reich und das Agieren Gregors VII. Dr. Matthias Schrör 15.15 Uhr    Diskussion im Plenum 16.15 Uhr    Kaffeepause 16.45 Uhr bis 18.30 Uhr     Arbeitskreise zu den Beiträgen von Prof. Dr. Gert Melville Arbeitskreis 1: Cluny als Modell? Dr. Dirk Jäckel Arbeitskreis 2: Kaiser Heinrich III. Prof. Dr. Matthias Becher Arbeitskreis 3: Der junge Heinrich IV. Prof. Dr. Klaus Herbers Arbeitskreis 4: Das Papsttum von Leo IX. bis Gregor VII. Dr. Matthias Schrör Arbeitskreis 5 / 6: Heinrich IV. gegen Gregor VII. / Der Kampf der Könige – das Agieren Gregors VII. 18.45 Uhr    Abendessen   Freitag, 24. Februar 2023 8.45 Uhr    Gesungene Laudes 9.15 Uhr     Konsolidierung nach Canossa? Heinrichs Ringen um die Macht 1080-1098 Prof. Dr. Gerd Althoff, Professor em. für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster 10.00 Uhr    Kaffeepause 10.30 Uhr Das Investiturproblem. Investituren und Investiturverbote 1075-1107 Prof. Dr. Thomas Kohl, Vertretungsprofessor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Göttingen 11.15 Uhr    Pause 11.30 Uhr     Investitur als Nebensache? Die Politik Heinrichs V. vom Aufstand gegen den Vater zum Wormser Konkordat Prof. Dr. Gerhard Lubich, Professor für Geschichte des Früh- und Hochmittelalters und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Bochum 12.30 Uhr    Mittagessen 14.30 Uhr     Der Investiturstreit als grundlegender Umbruch: Ergebnisse und Folgen für Kirche und Reich Prof. Dr. Jochen Johrendt, Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Wuppertal 15.15 Uhr    Diskussion im Plenum 16.15 Uhr    Kaffeepause 16.45 Uhr bis 18.30 Uhr     Arbeitskreise zu den Beiträgen von Prof. Dr. Gerd Althoff Arbeitskreis 7: Konsolidierung nach Canossa? Prof. Dr. Thomas Kohl Arbeitskreis 8: Investituren und Investiturverbote Prof. Dr. Gerhard Lubich Arbeitskreis 9: Die Politik Heinrichs V. Prof. Dr. Jochen Johrendt Arbeitskreis 10: Investiturstreit als grundlegender Umbruch 18.45 Uhr    Abendessen – Ende der Veranstaltung   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person (die Preise in Klammern gelten für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler*innen): Option 1: Teilnahme am Programm mit Pausenkaffee 106,-- €    (erm. 36,-- €) Option 2: Teilnahme am Programm mit Pausenkaffee und Mahlzeiten (Mittagessen Do und Fr; Abendessen Mi, Do und Fr) 198,-- €    (erm. 128,-- €) Option 3: Teilnahme am Programm mit Pausenkaffee, Mahlzeiten (Mittagessen Do und Fr; Abendessen Mi, Do und Fr) und 2 Übernachtungen mit Frühstück (Mi bis Fr)   EZ in der Katholischen Akademie 342,-- €    (erm. 272,-- €) DZ in der Katholischen Akademie 293,-- €    (erm. 223,-- €) Option 4: Teilnahme am Programm mit Pausenkaffee, Mahlzeiten (Mittagessen Do und Fr; Abendessen Mi, Do und Fr) und 3 Übernachtungen mit Frühstück (Mi bis Sa)   EZ in der Katholischen Akademie 414,-- €    (erm. 344,-- €) DZ in der Katholischen Akademie 341,-- €    (erm. 271,-- €)   Anmeldeschluss ist Montag, 13. Februar 2023. Stornofrist: Bei Absage nach Anmeldeschluss stellen wir Ihnen 90 % der gebuchten Leistungen aus Übernachtung und Mahlzeiten als Stornogebühr in Rechnung, und zwar unabhängig vom Grund Ihrer Absage. Wir empfehlen Ihnen, eigenständig eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Sozial-Ticket: Wer aus finanziellen Gründen an der Teilnahme gehindert ist, kann einen Rabatt in Höhe von 50,-- € in Anspruch nehmen. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an! Bildnachweis: Vita Mathildis / Wikimedia Commons
03.03.2023 – 04.03.2023

Ist die Kirche noch zu retten?

Anamnesen. Diagnosen. Therapien Anamnesen. Diagnosen. Therapien Ist die katholische Kirche noch zu retten? Das fragen sich mittlerweile viele Menschen innerhalb wie außerhalb der Kirche. Insbesondere die Fälle sexuellen Missbrauchs durch Kleriker und deren Vertuschung durch kirchliche Amtsträger haben die Vertrauenswürdigkeit der Kirche in der Gesellschaft grundstürzend zerstört. Und so mancher hegt Zweifel, ob es diese Kirche überhaupt noch braucht. Der Umgang so mancher Kirchenkräfte mit der Situation erinnert an einen schwerkranken Patienten, der seine Lage noch nicht realisiert hat. Die Frage „Ist die Kirche noch zu retten?“ beinhaltet bewusst eine Doppeldeutigkeit. Sie ist Ausdruck des Staunens darüber, wie die institutionelle Kirche in ihre derzeitige Verfassung mit gravierenden Missständen und verstörenden Verhaltensweisen geraten konnte. Sie ist aber auch Ausdruck des Anliegens, Strukturen, Praktiken und Lehrinhalte der Kirche so zu gestalten, dass diese auch in Zukunft ihrer Bestimmung in Jesus Christus gerecht werden kann. In Anlehnung an die Medizin befasst sich die Tagung mit Anamnesen, Diagnosen und Therapien des „Patienten“ Kirche. Beabsichtigt ist ein interdisziplinärer Diskurs zwischen Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Fachperspektiven. Bei der Veranstaltung kooperiert die Katholische Akademie in Bayern mit den Lehrstühlen für Liturgiewissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und für Pastoraltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn. Freitag, 3. März 2023 14.45 Uhr    Begrüßung und Einführung 15.00 Uhr Kirche in der Agonie?   Eine Bestandsaufnahme Husch Josten, Schriftstellerin, Köln 15.45 Uhr    Diskussion 16.15 Uhr    Kaffeepause 16.45 Uhr Prozesse der Entfremdung – Wurzeln der Kirchenkrise in der Vergangenheit Prof. Dr. Ines Weber, Professorin für Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholischen Privatuniversität Linz 17.30 Uhr    Diskussion 18.00 Uhr    Abendessen 19.00 Uhr Kirchenführung: Macht zwischen Autorität, Verschleierung und Willkür Prof. Dr. Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel Podium: Prof. Dr. Heinz Bude Prof. Hans-Joachim Höhn, Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie am Institut für Katholische Theologie der Universität Köln Husch Josten Dr. Judith Müller, Leiterin Fachbereich kirchliche Organisationsberatung der Erzdiözese München und Freising Moderation: Prof. Dr. Stefan Kopp, Professor für Liturgiewissenschaft an der LMU München Samstag, 4. März 2023 8.30 Uhr    Laudes 9.00 Uhr Produktive Ungleichzeitigkeit? Kirche im Prozess der nachholenden Modernisierung Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn 9.45 Uhr    Diskussion 10.15 Uhr    Kaffeepause 10.30 Uhr Rückkehr in Seelsorge und Diakonie – Therapieansatz für eine Kirche um der Menschen willen Prof. Dr. Herbert Haslinger, Professor für Pastoraltheologie, Homiletik, Religionspädagogik und Katechetik an der Theologischen Fakultät Paderborn 11.15 Uhr Ausblick: Kirche zwischen Crash und Zukunft Prof. Dr. Stefan Kopp Prof. Dr. Ines Weber 12.00 Uhr Schlussdiskussion Moderation: Dr. Astrid Schilling, Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern 12.30 Uhr    Mittagessen – Ende der Tagung Organisation und Konzeption: Dr. Astrid Schilling und Michael Zachmeier, Katholische Akademie in Bayern Prof. Dr. Stefan Kopp Prof. Dr. Herbert Haslinger   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person (die Preise in Klammern gelten für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler*innen): Option1: Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen (ohne Übernachtung und Mahlzeiten) 57,-- €    (erm. 12,-- €) Option 2: Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen und Mahlzeiten (ohne Übernachtung, ohne Frühstück) 79,-- €    (erm. 34,-- €) Option 3: Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen, Mahlzeiten, Übernachtung mit Frühstück EZ in der Katholischen Akademie 140,-- €    (erm. 95,-- €) DZ in der Katholischen Akademie 120,-- €    (erm. 75,-- €) Sozial-Ticket: Wer aus finanziellen Gründen an der Teil-nahme gehindert ist, kann einen Rabatt in Höhe von 50,-- € in Anspruch nehmen. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an! Stornofrist: Bei Absage nach Anmeldeschluss stellen wir Ihnen 90 % der gebuchten Leistungen aus Übernachtung und Mahlzeiten als Stornogebühr in Rechnung, und zwar unabhängig vom Grund Ihrer Absage. Wir empfehlen Ihnen, eigenständig eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Dienstag, 14. März 2023

Auf den Spuren Jesu?

Wie die Heiligen Stätten Jerusalems entstanden ONLINE: Dienstags, 14., 21. und 28. März 2023, jeweils 18.00–20.00 Uhr Die Christinnen und Christen der ersten drei Jahrhunderte scheinen sich für die genaue Lage der Orte und Wege Jesu nicht interessiert zu haben. Doch seit Konstantin dem Großen wurde im Land ein virtueller Teppich ausgerollt, der die Stätten seines Wirkens und Leidens verräumlicht. So wurden die Evangelien begehbar gemacht. Dabei zeigt eine systematische Auswertung von Pilgerberichten, Pilgerführern und weiteren Quellen aus 1700 Jahren, dass die Heiligen Stätten mitnichten stabil waren, sondern im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verlegt und neu gestaltet wurden – eine faszinierende Geschichte, die Fragen aufwirft und in drei Online-Vorträgen nachverfolgt wird. Die Vorträge bauen aufeinander auf – können aber auch einzeln von Ihnen besucht werden. Prof. Dr. Klaus Bieberstein hatte viele Jahre den Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften an der Universität Bamberg inne und ist einer der weltweit führenden Kenner der (Bau-)Geschichte Jerusalems. ONLINE:   Dienstag,14. März 2023 – Teil I   Die Entstehung der ersten Heiligen Stätten in byzantinischer Zeit 70 n. Chr. war Jerusalem von römischen Truppen zerstört und dem Erdboden gleichgemacht worden. Um 130 n. Chr. wurde die Stadt von Kaiser Hadrian als Colonia Aelia Capitolina neu gegründet. Doch erst unter Kaiser Konstantin entstanden 325–335 n. Chr. im Heiligen Land die ersten Kirchen, die Evangelien wurden begehbar und das Heilige Land wurde zum Ziel christlicher Pilgerfahrten.   Dienstag, 21. März 2023 – Teil II   Das Schicksal der Heiligen Stätten in frühislamischer Zeit Um 638 n. Chr. kam Jerusalem unter islamische Herrschaft, und der verwüstete Tempelplatz wurde mit dem Bau der Aqsa-Moschee und des Felsendoms wieder der Gottesverehrung zugeführt. Die christlichen Heiligen Stätten blieben zunächst unberührt, doch 809–813 n. Chr. wurden zahlreiche Kirchen zerstört, und die christliche Erinnerungslandschaft ist daraufhin grundlegend neu gestaltet worden. 1009 n. Chr. wurde sogar die Grabeskirche zu großen Teilen abgebrochen und danach nur verändert wieder aufgebaut.   Dienstag, 28. März 2023 – Teil III   Die Neugestaltung der Heiligen Stätten von der Kreuzfahrerzeit bis heute 1099 n. Chr. nahmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein und lokalisierten die Stätten der Verurteilung Jesu neu, wodurch sich wiederum ein anderer Verlauf des Leidensweges Jesu ergab, doch erhielt der bekannte Kreuzweg, die Via dolorosa, erst vom 14. bis zum 18. Jh. langsam sein heutiges Gesicht – was grundlegende Fragen aufwirft, wie die Heiligen Stätten zu interpretieren sind.   Livestream-Zugang: https://uni-bamberg.zoom.us/j/92562963784 Meeting-ID: 925 6296 3784 Kenncode: 8V=Dg=   Ihre Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Handout: Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus der Vortragsreihe ziehen können, stellen wir Ihnen gerne ein Handout vor Beginn der Veranstaltungsreihe per E-Mail zur Verfügung. Bitte bekunden Sie Ihr Interesse bis spätestens Dienstag, 7. März 2023, an klaus.bieberstein@uni-bamberg.de Unser Kooperationspartner ist die Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Bild: © Klaus Bieberstein Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
16.03.2023 – 17.03.2023

Neue Kirchenbilder: raus aus der Box

Tagungsort: Akademie Franz Hitze Haus in Münster Kirchliche Angebote im Internet: Entwicklungen und Trends Auch 2023 findet wieder die Tagung Kirche im Web statt. In diesem Jahr lädt die Akademie Franz Hitze Haus zusammen mit der Katholischen Akademie in Bayern und den oben stehenden Kooperationspartnern nach Münster ein. Es stellt sich die Frage, wie eine Zukunft von Kirche aussehen kann, vor Ort und digital. Welche Kirchenbilder, welche Visionen haben wir? Wo soll und wo kann die Reise hingehen? Und was passiert aktuell an Aufbrüchen und Veränderungen? Was ist in den letzten Jahren – auch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie – an Entwicklungen gewachsen? Was lohnt die weitere Entfaltung und Förderung? Und an welchen Stellen ist es sinnvoll, sich von Ansätzen und Aktivitäten zu verabschieden? Grund genug, für die Fachtagung Kirche im Web einmal „out of the box“ zu denken und zu diskutieren. Dazu und zur gesamten Tagung laden wir Sie in diesem Jahr herzlich ein! Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung Tagungsort: AKADEMIE FRANZ HITZE HAUS Kardinal-von-Galen-Ring 50 48149 Münster Telefon: +49 251 9818-0 info@franz-hitze-haus.de Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich jetzt zu unserem kostenlosen Newsletter hier an.
17.03.2023 – 18.03.2023

Gefordert. Gefördert. Geschafft

Chancen und Wege für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Katholischen Theologie In Zusammenarbeit mit: Katholisch-Theologischer Fakultätentag Bundeskonferenz des akademischen Mittelbaus (BAM) Deutsche Bischofskonferenz   Theologie gehört zu den klassischen Disziplinen der Universität. An deutschen Hochschulen ist die Katholische Theologie mit 19 Fakultäten und mehr als 30 Einrichtungen der Lehrer:innenbildung breit vertreten. Über 350 Professor:innen, über 200 wissenschaftliche Mitarbeiter:innen sowie zahlreiche in Drittmittelprojekten engagierte Forscher:innen sind an den staatlichen wie kirchlichen Hochschulen im Fachbereich Katholische Theologie tätig. Sie forschen, bilden aus und sind international gefragt. Sie stehen im Dialog mit anderen Wissenschaften, mit Kirche und Gesellschaft. Trotz gesellschaftlichen Interesses an religiösen und theologischen Fragestellungen ist allerdings Gegenwind zu spüren: Die Stellung der Theologie im Haus der Wissenschaften wird genauso Thema wie die schwindende Zahl der Student:innen oder deren weitere berufliche Möglichkeiten. So fragen sich viele, ob es sinnvoll ist, eine wissenschaftliche Laufbahn in der Theologie zu planen. Wie wird man Theologieprofessor:in? Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es? Welche beruflich adäquaten Möglichkeiten bestehen, wenn man keinen Lehrstuhl bekommt? Lohnt sich der Weg dann trotzdem? Diesen und anderen Fragen will die Tagung nachgehen. Der Workshop richtet sich an alle, die im deutschsprachigen Raum in Katholischer Theologie promovieren oder kürzlich promoviert haben und eine akademische Karriere in Erwägung ziehen. Wir laden Sie herzlich ein! Freitag, 17. März 2023 Anreise und Begrüßungskaffee/-tee (ab eine Stunde vor Beginn) 13.30 Uhr Begrüßung Dr. Astrid Schilling, München Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern Prof. Dr. Dirk Ansorge, Sankt Georgen / Frankfurt am Main Vorsitzender des Kath.-Theol. Fakultätentags Dr. Markus Adolphs, Bochum Vertreter der BAM 13.45 Uhr Vorstellung der Studie „Zur Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Katholischen Theologie“ Marius Retka, Sankt Georgen / Frankfurt am Main Nell-Breuning-Institut 14.30 Uhr Vom wissenschaftlichen Nachwuchs zur Professur Weihbischof Dr. Christoph Hegge, Münster Stellv. Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Kultur (VIII) der Deutschen Bischofskonferenz 15.15 Uhr    Kaffeepause 15.45 Uhr Eigene Wege und Erfahrungen Prof.in Dr. Martina Bär, Universität Graz Prof. Dr. Florian Bock, Universität Bochum Prof. Dr. Florian Bruckmann, Europa-Universität Flensburg 17.00 Uhr Zur Zukunft der universitären Standorte für Katholische Theologie Prof. Dr. Dirk Ansorge, Sankt Georgen / Frankfurt am Main 18.30 Uhr    Abendessen 20.00 Uhr Führung durch die Ausstellung „Flowers Forever“ in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Dr. Roger Diederen, Direktor der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Dr. Franziska Stöhr, Kuratorin der Ausstellung „Flowers Forever“ 21.30 Uhr    Gemütlicher Ausklang im „Zum Augustiner“, Neuhauserstraße 27, München   Samstag, 18. März 2023 9.00 Uhr Eucharistiefeier mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge 10.00 Uhr Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Förderangebote für junge Theologinnen und Theologen Dr. Stefan Karcher, Bonn DFG Geistes- und Kulturwissenschaften: Team „Alte Kulturen, Theologie und Digital Humanities“ 11.00 Uhr, mit Stehkaffee Speakers‘ Corner Institutionen der Forschungsförderung Netzwerke Katholische Theologie 12.15 Uhr Schlusswort Prof. Dr. Dirk Ansorge, Sankt Georgen / Frankfurt am Main Vorsitzender des Kath.-Theol. Fakultätentags 12.30 Uhr    Mittagessen und Ausklang der Tagung Moderation: Dr. Markus Adolphs, Vertreter der BAM Organisation: Dr. Astrid Schilling, Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Die Tagung richtet sich an Doktorand:innen und Postdoktorand:innen der theologischen Fakultäten. Kosten: Die notwendigen Reisekosten werden unter den üblichen Bedingungen erstattet. Das Reisekostenformular erhalten Sie, zusammen mit Ihren Tagungsunterlagen, vor Ort. Teilnahmegebühr: 30,- € (inklusive Mahlzeiten, Pausenverpflegung und Übernachtung) Anmeldeschluss ist Freitag, 24. Februar 2023. Bescheinigung: Die Teilnahme an der Tagung wird auf Wunsch mit einer Bescheinigung bestätigt. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Montag, 20. März 2023

Sir John Eliot Gardiner

Der große Dirigent spricht auf Einladung der Mozart-Gesellschaft München mit Bernhard Neuhoff von BR-Klassik Mitglieder des Barockensembles „L'accademia giocosa“ spielen Sir John Eliot Gardiner begeht am 20. April dieses Jahres seinen 80. Geburtstag. Der weltberühmte Dirigent kann auf ein reiches musikalisches Leben zurückschauen. Geboren im südenglischen Dorset, wuchs Gardiner in einem musikalischen Elternhaus auf. Bereits im Alter von 15 Jahren sammelte er erste Erfahrungen am Dirigentenpult. Während seines Geschichtsstudiums in Cambridge gründete er 1964 den Monteverdi Choir. Sein Londoner Operndebüt gab er 1969 mit Mozarts Zauberflöte. Die größten musikalischen Erfolge feierte Gardiner mit Aufführungen und Einspielungen alter Musik in historischer Aufführungspraxis. Genannt seien nur seine legendäre Welttournee mit Monteverdis Marienvesper im Jahr 1989 und die Aufführung aller geistlichen Bach-Kantaten im 250. Todesjahr des Komponisten. International Beachtung fand auch seine Bach-Biographie Musik für die Himmelsburg (2016), in der sich die Erfahrung des ausübenden Musikers mit seinem stupenden Wissen glücklich verbindet. Sein neues Buch trägt den englischen Titel „Monteverdi and his constellation – The intertraffic of mind“. Neben den English Baroque Soloists gründete Gardiner das Orchestre revolutionnaire et romantique, mit dem er etwa die neun Beethoven-Symphonien aufnahm. John Eliot Gardiner war unter anderem Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra, der Opéra National de Lyon und des NDR-Sinfonieorchesters. Er ist gern gesehener Gast bei nahezu allen großen Orchestern der Welt. Am 23. und 24. März dieses Jahres gibt John Eliot Gardiner zwei Konzerte mit dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal. Auf Einladung der Mozart-Gesellschaft München kommt der Dirigent zu einem Gespräch mit Bernhard Neuhoff, dem Redaktionsleiter von BR-Klassik, in die Katholische Akademie. Herzlich willkommen! Montag, 20. März 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (eine Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr     Begrüßung Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Anne Schätz, Vorsitzende der Mozart-Gesellschaft München 19.15 Uhr Sir John Eliot Gardiner im Gespräch mit Bernhard Neuhoff, Redaktionsleiter BR-Klassik Mitglieder der L´Accademia giocosa, des BRSO-Barockensembles, spielen die Triosonate in g-moll CSWV E:18 von Christoph Schaffrath (1709/11-1763): Stefan Schilli, Oboe Marije Grevink, Violine Hanno Simons, Cello Peter Kofler, Cembalo gegen 20.45 Uhr     Ende der Veranstaltung Ausklang bei Wein und Brot Organisation: Anne Schätz, Uta Zenke-Vogelmann und Dr. Johannes Schießl   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 15. März 2023, Restkarten an der Abendkasse. Bildnachweis: ©Maciej Schumacher / Wikimedia Commons Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Dienstag, 21. März 2023

Auf den Spuren Jesu? (Teil II)

Wie die Heiligen Stätten Jerusalems entstanden Die Christinnen und Christen der ersten drei Jahrhunderte scheinen sich für die genaue Lage der Orte und Wege Jesu nicht interessiert zu haben. Doch seit Konstantin dem Großen wurde im Land ein virtueller Teppich ausgerollt, der die Stätten seines Wirkens und Leidens verräumlicht. So wurden die Evangelien begehbar gemacht. Dabei zeigt eine systematische Auswertung von Pilgerberichten, Pilgerführern und weiteren Quellen aus 1700 Jahren, dass die Heiligen Stätten mitnichten stabil waren, sondern im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verlegt und neu gestaltet wurden – eine faszinierende Geschichte, die Fragen aufwirft und in drei Online-Vorträgen nachverfolgt wird. Die Vorträge bauen aufeinander auf – können aber auch einzeln von Ihnen besucht werden. Prof. Dr. Klaus Bieberstein hatte viele Jahre den Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften an der Universität Bamberg inne und ist einer der weltweit führenden Kenner der (Bau-)Geschichte Jerusalems. ONLINE:   Dienstag, 21. März 2023 – Teil II, 18.00 bis 20.00 Uhr Das Schicksal der Heiligen Stätten in frühislamischer Zeit Um 638 n. Chr. kam Jerusalem unter islamische Herrschaft, und der verwüstete Tempelplatz wurde mit dem Bau der Aqsa-Moschee und des Felsendoms wieder der Gottesverehrung zugeführt. Die christlichen Heiligen Stätten blieben zunächst unberührt, doch 809–813 n. Chr. wurden zahlreiche Kirchen zerstört, und die christliche Erinnerungslandschaft ist daraufhin grundlegend neu gestaltet worden. 1009 n. Chr. wurde sogar die Grabeskirche zu großen Teilen abgebrochen und danach nur verändert wieder aufgebaut.   Livestream-Zugang: https://uni-bamberg.zoom.us/j/92562963784 Meeting-ID: 925 6296 3784 Kenncode: 8V=Dg= Ihre Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Handout: Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus der Vortragsreihe ziehen können, stellen wir Ihnen gerne ein Handout vor Beginn der Veranstaltungsreihe per E-Mail zur Verfügung. Bitte bekunden Sie Ihr Interesse bis spätestens Dienstag, 7. März 2023, an klaus.bieberstein@uni-bamberg.de Unser Kooperationspartner ist die Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Besuchen Sie Teil III der ONLINE-Vortragsreihe: Dienstag, 28. März 2023 – Teil III, 18.00 bis 20.00 Uhr Die Neugestaltung der Heiligen Stätten von der Kreuzfahrerzeit bis heute 1099 n. Chr. nahmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein und lokalisierten die Stätten der Verurteilung Jesu neu, wodurch sich wiederum ein anderer Verlauf des Leidensweges Jesu ergab, doch erhielt der bekannte Kreuzweg, die Via dolorosa, erst vom 14. bis zum 18. Jh. langsam sein heutiges Gesicht – was grundlegende Fragen aufwirft, wie die Heiligen Stätten zu interpretieren sind.   Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Freitag, 24. März 2023

Verbotene Bücher

Zur Geschichte der Zensur seit dem päpstlichen „Index Librorum Prohibitorum“ von 1559 Zur Geschichte der Zensur Die Medienrevolution an der Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit sowie die explodierende Buch- und Druckproduktion seit der Reformation stellten die sich allmählich etablierenden Foren der Zensur vor eine neue gewaltige Aufgabe. Vorrangig ging es zunächst um den Schutz des „rechten“ Glaubens vor „ketzerischen“ Schriften, falschen Bildern und Spott. Der wahre Glaube wurde oft nicht mehr durch Gewissens- und Lebensentscheidungen von Menschen und Familien geformt, sondern zusehends von Landesherren und Kirchenautoritäten diktiert. Das Bemühen in Kirche und Staat war groß, lokale Zensurvorsorge zu zentralisieren. Das gelang der römischen Kurie mit der von Papst Paul IV. initiierten und 1559 veröffentlichten ersten Ausgabe des „Index Librorum Prohibitorum“ und dem Reich mit der 1579 etablierten Frankfurter Bücherkommission, die auf Reichstagsbeschlüssen basierte. Die Veranstaltung zu den „Verbotenen Büchern“ spannt den Bogen vom späten Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert, wobei kirchliches Handeln bei den Themen im Fokus steht. Es wird aber auch die Wissenschaftsfreiheit thematisiert, und es werden außerdem exklusive Einblicke in das von der Germanistin Nikola Roßbach herausgegebene neue Handbuch zur weltweiten Zensur gegeben. Freitag, 24. März 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 15.00 Uhr    Begrüßung 15.15 Uhr     Die bayerische Bücherzensur in der frühen Neuzeit Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Professor em. für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 16.00 Uhr     Zensur und Universität im 21. Jahrhundert: Wissenschaftsfreiheit vor den Herausforderungen des Antiakademismus und der Political Correctness Prof. Dr. Wolfgang E.J. Weber, Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte, ehem. Direktor des Instituts für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg 16.45 Uhr     Möglichkeit zu Rückfragen 17.15 Uhr     Pause mit Imbissverkauf 18.00 Uhr     Theorie und Geschichte der Zensur – eine globale Perspektive Prof. Dr. Nikola Roßbach, Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Kassel 18.45 Uhr     Kirchliche Zensur im Spiegel süddeutscher Klosterbibliotheken P. Dr. Dr. Cyrill Schäfer OSB, Kirchenhistoriker, Leiter des EOS-Verlags, Sankt Ottilien 19.30 Uhr     Möglichkeit zu Rückfragen 20.00 Uhr     Ende der Veranstaltung Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 20,-- €. Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Bildnachweis: Stich von Giovanni Fabri (1758) / Wikimedia Commons
Montag, 27. März 2023

Theologisches Terzett

Zum achten Theologischen Terzett laden wieder Annette Schavan und Jan-Heiner Tück mit einem Gast ein. Diesmal zu Gast: Cornelia Zetzsche, Kulturjournalistin Cornelia Zetzsche, geboren in Leipzig, ist Literaturkritikerin, Kulturjournalistin, Moderatorin und war bis 2022 Literaturredakteurin beim Bayerischen Rundfunk; außerdem ist sie Vizepräsidentin und Writers-in-Prison-Beauftragte des PEN Zentrum Deutschland. Cornelia Zetzsche ist Kuratorin von Literaturfestivals, Jurorin u. a. beim Deutschen Buchpreis und Regisseurin von Hörbüchern; sie veröffentlichte Autoren-Porträts und die Anthologie „Zwischen den Welten“ mit indischer Literatur; außerdem arbeitet sie interdisziplinär mit Theatern und Museen. Die im Terzett besprochenen Bücher werden von den drei Diskutanten des Abends vorgeschlagen und im Vorhinein gelesen. Sie können bei der Veranstaltung auch an einem Büchertisch erworben werden. Herzliche Einladung! Montag, 27. März 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr    Begrüßung 19.15 Uhr     Theologisches Terzett Dr. h.c. mult. Annette Schavan, Ulm Prof. Dr. Jan-Heiner Tück, Wien Gast: Cornelia Zetzsche, München Literaturkritikerin und Kulturjournalistin Folgende Bücher werden vorgestellt und diskutiert: Wolfgang Huber, Menschen, Götter und Maschinen. Eine Ethik der Digitalisierung Kathrin Müller, Das Kreuz. Eine Objektgeschichte des bekanntesten Symbols von der Spätantike bis zur Neuzeit Welches Buch Cornelia Zetzsche an diesem Abend vorstellt, wird Anfang 2023 auf unserer Website und im Newsletter bekanntgegeben. 20.45 Uhr     Ausklang bei Wein und Brot Organisation: Dr. Astrid Schilling, Studienleiterin an der Katholischen Akademie in Bayern   Livestream: Wir planen, diese Veranstaltung live zu streamen. Aktuelle Informationen und die Einwahldaten mit Link finden Sie kurzfristig auf unserer Website – oder bequem in unserem Newsletter, den Sie hier abonnieren können. Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Anmeldeschluss ist Donnerstag, 23. März 2023. Bildnachweis: Cornelia Zetzsche / © Daniela Weiland
Dienstag, 28. März 2023

Auf den Spuren Jesu? (Teil III)

Wie die Heiligen Stätten Jerusalems entstanden Die Christinnen und Christen der ersten drei Jahrhunderte scheinen sich für die genaue Lage der Orte und Wege Jesu nicht interessiert zu haben. Doch seit Konstantin dem Großen wurde im Land ein virtueller Teppich ausgerollt, der die Stätten seines Wirkens und Leidens verräumlicht. So wurden die Evangelien begehbar gemacht. Dabei zeigt eine systematische Auswertung von Pilgerberichten, Pilgerführern und weiteren Quellen aus 1700 Jahren, dass die Heiligen Stätten mitnichten stabil waren, sondern im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verlegt und neu gestaltet wurden – eine faszinierende Geschichte, die Fragen aufwirft und in drei Online-Vorträgen nachverfolgt wird. Die Vorträge bauen aufeinander auf – können aber auch einzeln von Ihnen besucht werden. Prof. Dr. Klaus Bieberstein hatte viele Jahre den Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften an der Universität Bamberg inne und ist einer der weltweit führenden Kenner der (Bau-)Geschichte Jerusalems. ONLINE:   Dienstag, 28. März 2023 – Teil III, 18.00 bis 20.00 Uhr Die Neugestaltung der Heiligen Stätten von der Kreuzfahrerzeit bis heute 1099 n. Chr. nahmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein und lokalisierten die Stätten der Verurteilung Jesu neu, wodurch sich wiederum ein anderer Verlauf des Leidensweges Jesu ergab, doch erhielt der bekannte Kreuzweg, die Via dolorosa, erst vom 14. bis zum 18. Jh. langsam sein heutiges Gesicht – was grundlegende Fragen aufwirft, wie die Heiligen Stätten zu interpretieren sind.   Livestream-Zugang: https://uni-bamberg.zoom.us/j/92562963784 Meeting-ID: 925 6296 3784 Kenncode: 8V=Dg= Ihre Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Handout: Damit Sie den größtmöglichen Nutzen aus der Vortragsreihe ziehen können, stellen wir Ihnen gerne ein Handout vor Beginn der Veranstaltungsreihe per E-Mail zur Verfügung. Bitte bekunden Sie Ihr Interesse bis spätestens Dienstag, 7. März 2023, an klaus.bieberstein@uni-bamberg.de Unser Kooperationspartner ist die Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
03.04.2023 – 05.04.2023

Die Bergpredigt

Biblische Tage 2023 Biblische Tage 2023 Friedrich Dürrenmatt nannte sie die „Rede aller Reden“. In der Tat: Die Bergpredigt ist anders als alle anderen Reden. Allein die Tatsache, dass sie schon seit 2000 Jahren Geschichte schreibt und Biografien prägt, macht sie so besonders. Ihr sprachlicher Glanz, ihre inhaltliche Dichte, ihre zum Buchstaben geronnene Weisheit faszinierten durch alle Jahrhunderte hindurch Mönche und Mächtige, Privatleute und Politiker, Pazifisten und Kommunisten, Wissenschaftler und Literaten – über alle Religions- und Konfessionsgrenzen hinweg. Mit den Biblischen Tagen 2023 rücken wir den wohl markantesten Text des gesamten Neuen Testaments in den Mittelpunkt. Der thematische Spannungsbogen reicht von der Frage nach dem Inhalt und den Themen der Bergpredigt, über die Herkunft und die Überlieferung dieser großen Rede, über die facettenreiche Auslegungs- und Wirkungsgeschichte bis hin zur Frage nach der Bedeutung „der Rede aller Reden“ für unsere Zeit.   Montag, 3. April 2023 15.00 Uhr    Begrüßung 15.15 Uhr Die Rede aller Reden Eine Einführung in die Bergpredigt Für die Wanderung durch die Bergpredigt ist gutes Schuhwerk nötig: Der erste Vortrag führt in die Welt der Bergpredigt ein. In den Blick genommen werden der Kontext und der Aufbau, die Quellen und die Überlieferung der Bergpredigt, aber auch die Frage, welche Passagen auf den historischen Jesus zurückgehen dürften. Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Theologischen Fakultät Trier 16.00 Uhr    Imbiss-Pause 16.30 Uhr Wie originell ist die Bergpredigt? Eine religionsgeschichtliche Einordnung Hier geht es um jüdische und pagane Quellen, um Parallelen, aber auch Widersprüche zur Bergpredigt: Welche traditionsgeschichtlichen Hintergründe lassen sich benennen? Wie jüdisch ist die Bergpredigt? Wo stößt und wo überschneidet sie sich mit paganen Vorstellungen? Kurzum: Wie originell und neu war die Bergpredigt in ihrer Entstehungszeit? Prof. Dr. Sabine Bieberstein, Professorin für Exegese des Neuen Testaments und Biblische Didaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt 17.15 Uhr    Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion 18.00 Uhr    Abendessen 19.00 Uhr „Es ist die Bergpredigt, die mich Jesus liebgewinnen ließ“ (Mahatma Gandhi) Die Bergpredigt im interreligiösen Dialog Wie „interreligiös“ ist die Bergpredigt? Was fasziniert Gläubige anderer Religionen an der Bergpredigt: einen Juden oder eine Jüdin, Anhänger:innen des Islam oder des Buddhismus? Welche Werte und Überzeugungen der Bergpredigt verbinden die Weltreligionen miteinander? Hat die Bergpredigt das Potential, Religionen im gemeinsamen Bemühen um Gerechtigkeit und Frieden zu einen? Prof. Dr. Dr. Katharina Ceming, apl. Professorin an der Universität Augsburg, freiberufliche Dozentin und Publizistin Prof. Dr. Michael Tilly, Professor für Neues Testament und Antikes Judentum an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen Prof. Dr. Rotraud Wielandt, Professorin em. für Islamkunde und Arabistik an der Universität Bamberg Moderation: Prof. Dr. Hans-Georg Gradl   Dienstag, 4. April 2023 8.30 Uhr    Laudes Arbeitskreise Zentrale Texte der Bergpredigt sollen in den Arbeitskreisen gemeinsam analysiert und besprochen, diskutiert und in ihrer Relevanz für heute deutlich gemacht werden. Die Seligpreisungen Philipp Kirsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Exegese des Neuen Testaments an der Theologischen Fakultät Trier Das Vaterunser Prof. Dr. Hans-Georg Gradl Die Antithesen Prof. Dr. Sabine Bieberstein Die goldene Regel Prof. Dr. Michael Tilly Bergpredigt versus Feldrede   Prof. em. Dr. Reinhold Zwick, Professor für Katholische Theologie und ihre Didaktik: Schwerpunkt Biblische Theologie an der Universität Münster 9.00 Uhr    Arbeitskreise – Runde 1 10.30 Uhr    Pause 11.00 Uhr    Arbeitskreise – Runde 2 12.30 Uhr     Mittagessen 13.30 Uhr    Arbeitskreise – Runde 3 15.00 Uhr    Imbiss-Pause 15.30 Uhr    Arbeitskreise – Runde 4 17.00 Uhr    Arbeitskreise – Runde 5 18.30 Uhr    Abendessen 20.00 Uhr Interpretationen und Perspektiven Die Bergpredigt gelesen… … von einem Politiker Dr. Gregor Gysi MdB, Berlin … von einem Ökonomen Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel, Geschäftsführender Gesellschafter der Strategie und Wert Unternehmensberatungs- und Beteiligungs GmbH, Laichingen … von einer Ordensfrau    Prof. Dr. Carmen Tatschmurat OSB, Professorin em. für Soziologie an der Katholischen Stiftungshochschule München und ehemalige Äbtissin der Abtei Venio, München Moderation: Prof. Dr. Hans-Georg Gradl   Mittwoch, 5. April 2023 8.30 Uhr    Eucharistiefeier 9.30 Uhr Im Spiegel der Jahrhunderte Zur Auslegungs- und Wirkungsgeschichte der Bergpredigt Stimmen zur Auslegung, zur Realisierbarkeit oder auch zu den (persönlichen und politischen) Wirkungen der Bergpredigt, etwa bei Dietrich Bonhoeffer, in der Befreiungstheologie und bei Papst Franziskus. Prof. Dr. Reinhold Zwick 10.15 Uhr    Imbiss-Pause 10.45 Uhr „Liebet eure Feinde“ Die Bergpredigt – eine Anleitung zum Weltfrieden? Gerade in der aktuellen Zeit wirft die Bergpredigt Fragen auf. Der Ukrainekrieg hat mehr als deutlich werden lassen, dass unser mühsam gewonnenes Verständnis von Gewaltverzicht und Feindesliebe höchst fragil ist. Was hat uns in solche herausfordernden Kontexte hinein die Bergpredigt zu sagen? Ist sie politisch-programmatisch relevant oder kann sie überhaupt nur Bedeutung für den privaten Bereich und das persönliche Umfeld entfalten? Ist sie ein unverzichtbarer politischer Impulsgeber oder doch nur ein schwärmerisches Ideal? Bedeutet der Bezug auf die Bergpredigt und das Gebot der Feindesliebe unter den Bedingungen der hochkomplexen Herausforderungen unserer Gegenwart notwendig, einen „faulen“ Kompromiss schließen zu müssen, oder ist tatsächlich schon viel gewonnen, wenn kleine Schritte auf das große Ziel hin gegangen werden? Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Freiburg Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion 12.30 Uhr    Mittagessen – Ende der Biblischen Tage Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Für die Veranstaltung gelten folgende Preise pro Person (die Preise in Klammern gelten für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler*innen): Option1: Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen (ohne Übernachtung und Mahlzeiten) 99,-- €    (erm. 24,-- €) Option 2: Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen und Mahlzeiten (zwei Mittagessen, zwei Abendessen) (ohne Übernachtung, ohne Frühstück) 175,-- €    (erm. 100,-- €) Die Option 3 (Teilnahme am Programm mit Pausenimbissen, Mahlzeiten, zwei Übernachtungen mit Frühstück) ist bereits ausgebucht. Sozial-Ticket: Wer aus finanziellen Gründen an der Teilnahme gehindert ist, kann einen Rabatt in Höhe von 50,-- € in Anspruch nehmen. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an! Stornofrist: Bei Absage nach Anmeldeschluss stellen wir Ihnen 90 % der gebuchten Leistungen aus Übernachtung und Mahlzeiten als Stornogebühr in Rechnung, und zwar unabhängig vom Grund Ihrer Absage. Wir empfehlen Ihnen, eigenständig eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Leiter der Biblischen Tage: Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Theologischen Fakultät Trier Organisation der Biblischen Tage: Michael Zachmeier, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern Zertifikat: Ihre Teilnahme an den Biblischen Tagen 2023 wird auf Wunsch mit einem Zertifikat bestätigt. Bitte bringen Sie Ihre eigene Bibel zu den Biblischen Tagen mit! Bildnachweis: Carl Bloch, The Sermon on the Mount, 1877 / Wikimedia Commons Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Donnerstag, 20. April 2023

Das Credo der h-moll-Messe

Wie Johann Sebastian Bach den christlichen Glauben genial zum Klingen bringt Vortrag mit Musikbeispielen Schon der Goethe-Freund Carl Friedrich Zelter hielt Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe für das wahrscheinlich größte musikalische Kunstwerk, das die Welt gesehen hat. Über zwei Jahrzehnte hin arbeitete der Komponist immer wieder an dieser jeden gottesdienstlichen Rahmen sprengenden Vertonung der unveränderlichen Liturgie-Texte für Solisten, Chor und Orchester. Erst gegen Ende seines Lebens stellte er die einzelnen Teile zusammen. Im Zentrum der Missa steht das zuletzt entstandene Symbolum Nicenum, das große Glaubensbekenntnis, in dem Bach das Äußerste an künstlerischer Gestaltungskraft im Verein mit geistiger Konzentration und symbolischer Aussagekraft aufgeboten hat, wie der Musikwissenschaftler und Theologe Walter Blankenburg in seiner Einführung schreibt.   Das beginnt schon mit der symmetrischen Gesamtanlage des Credo, die Ton- und Taktarten der einzelnen Teile spiegeln sich um die Achse des Crucifixus-Chors – das Kreuz in der Mitte, eine theologische Aussage ! Bereits im ersten Chor verwendet Bach ein gregorianisches Credo-Motiv und will so auf die Überlieferung des Glaubens hinweisen. Dazu kommt die barocke Zahlen-Symbolik: Er formt aus dem siebensilbigen Text eine siebenstimmige Fuge, deren erstem Einsatz ein Kontrapunkt von sieben Tönen gegenübertritt. Die Zahl Sieben steht für die Vollkommenheit der Schöpfung in sieben Tagen. Und die Liste solcher musikalischen Text-Ausdeutungen ist schier unerschöpflich. Zwar muss man all das nicht wissen, geschweige denn hören, aber es steckt in der Musik, die einen auch unmittelbar packt, etwa beim Jubel über Ostern oder bei den  unglaublich kühnen Harmonien der Erwartung unserer Auferstehung. Bachs Kompositionsweise ist kein Glasperlenspiel, sondern sie will die Geheimnisse von Schöpfung und Erlösung in ihrer ganzen Tiefe ausdeuten und so über das Irdische hinaus auf das Göttliche verweisen, ja es abbilden. Donnerstag, 20. April 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr     Begrüßung 19.15 Uhr Das Credo der h-moll-Messe Wie Johann Sebastian Bach den christlichen Glauben genial zum Klingen bringt Vortrag mit Musikbeispielen Prof. Dr. Dr. Michael Hartmann, emeritierter Professor für Orgel und Oratorium an der Münchner Musikhochschule und Musikdirektor am Bürgersaal 20.30 Uhr     Rückfragen an den Referenten 21.00 Uhr     Ausklang bei Wein und Brot Vorbereitung und Moderation: Dr. Johannes Schießl, Studienleiter an der Katholischen Akademie in Bayern   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Anmeldeschluss ist Montag, 17. April 2023 Bild(ausschnitt): Elias Gottlob Haußmann / Wikimedia Commons Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Donnerstag, 11. Mai 2023

DOK.fest

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.
Freitag, 12. Mai 2023

DOK.fest

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Dienstag, 13. Juni 2023

Das Verlangen nach Glauben

Zum 400. Geburtstag von Blaise Pascal Zum 400. Geburtstag von Blaise Pascal Blaise Pascal (1623-1662), Zeitgenosse von René Descartes, zählt zu den wichtigsten und gewiss scharfsinnigsten französischen Denkern. Mathematiker und Philosoph, und als Philosoph – wie Descartes – gründlich vertraut mit dem Skeptizismus, widmete sich Pascal auch logischen, physikalischen, später jedoch vor allem theologischen Fragen. In scharfer Opposition zu den im 17. Jahrhundert enorm einflussreichen Jesuiten und speziell der jesuitischen Kasuistik (vgl. seine Lettres Provinciales, ein Musterbeispiel scharfsinniger Polemik), ergriff er Partei für die augustinisch geprägte Bewegung des französischen Jansenismus (mit dem Kloster Port-Royal als intellektuellem Zentrum) und widmete sich einem Leben religiöser Spiritualität und Askese. Seiner Religiosität verdanken sich die berühmten Pensées, eine aus Aphorismen und Reflexionen bestehende Verteidigungsschrift des Christentums gegen Skeptiker und Atheisten sowie ein Grundbuch skeptischer Anthropologie. Dieses fragmentarische Textensemble gilt im französischen akademischen Leben bis heute als besondere Herausforderung für Philosophen und Philologen. Der Vortrag soll einen Überblick über Pascals Leben und Wirken, über seine Philosophie und Theologie geben und dabei zumindest am Rande auch auf seinen wohl meistkommentierten und schwierigsten Text eingehen, die berühmte Pascalsche Wette in den Pensées.   Gisela Schlüter Dienstag, 13. Juni 2023 Gelegenheit zu einem Imbiss (ab einer Stunde vor Beginn) 19.00 Uhr     Begrüßung 19.10 Uhr     Das Verlangen nach Glauben. Zum 400. Geburtstag von Blaise Pascal Prof. Dr. Gisela Schlüter, bis 2022 Professorin für Romanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 20.00 Uhr      Rückfragen an die Referentin 20.30 Uhr      Ausklang bei Wein und Brot Organisation und Moderation: Dr. Johannes Schießl   Corona-Regeln: Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Infektionsschutz. Wir empfehlen das Tragen einer Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Kosten: Der Abend kostet 15,– €. Davon sind 10,– € für das Programm und 5,– € für die Verköstigung. Zurzeit erproben wir eine „Kasse des Vertrauens“: Sie bezahlen eigenständig und ohne Kontrolle. Wem der Preis wehtut, zahlt nach eigenem Ermessen weniger; wer kann, zahlt gerne zum sozialen Ausgleich etwas mehr. Vergelt’s Gott! Für Studierende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr ist die Veranstaltung kostenfrei. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 7. Juni 2023.   Bild: Blaise Pasca / Datenbank Joconde / Wikimedia Commons Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich jetzt zu unserem kostenlosen Newsletter hier an.
Dienstag, 04. Juli 2023

Schule der Lebenskunst

Ein Beitrag zur gelingenden Bildung Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist noch nicht möglich. Sie wollen keine Neuigkeiten verpassen? Dann melden Sie sich noch heute zu unserem Newsletter hier an.