Zerstörung und Wiederbelebung

Kurt Faltlhauser, Hermann Neumann und Generalkonservator Mathias Pfeil (v.l.n.r.).

Münchner Kulturbauten in der Nachkriegszeit

Mit rund 190 Teilnehmern war die Veranstaltung "Zerstörung und Wiederbelebung. Münchner Kulturbauten in der Nachkriegszeit" sehr gut besucht, Am Nachmittag des 9. Mai 2019 nahm erfreulicherweise auch eine Gruppe von Architekturstudenten der TU München teil.

Die Veranstaltung zeigte auf, wie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs München eine fast vollständig zerstörte Stadt war und das gesamte Land verunsichert und politisch desorientiert. Doch in der Frage des Wiederaufbaus der Stadt fassten die Verantwortlichen in Bayern sehr schnell eine Entscheidung: sie sollte ohne einen vollständigen Bruch mit der Vergangenheit erfolgen.

In einem ersten Podiumsgespräch gingen daher die Historiker Prof. Dr. Hans-Michael Körner und Prof. Dr. Hermann Rumschöttel auf unterschiedliche Problemfelder in Politik und Gesellschaft Bayerns in der Nachkriegszeit ein. In seinem lebendigen Beitrag zeigte Generalkonservator Prof. Mahias Pfeil u.a. verschiedene Konzeptionen des Denkmalschutzes auf, während der langjährige bayerische Finanzminister Professor Kurt Faltlhauser den langen Weg des Wiederaufbaus der Münchner Residenz nachzeichnete. Dabei ging er auch auf die Restaurierung der Allerheiligenhofkirche ein.

Residenz und Staatskanzlei

Dr. Hermann Neumann, Referent in der Bauabteilung der bayerischen Schlösserverwaltung, zeigte Probleme des musealen Ausbaus der Residenz auf und stellte anschaulich die Restaurierung der „Gelben Treppe“ in Klenzes Königsbau dar. Und im Zentrum von Dr. Lothar Altmanns Beitrag stand die wechselvolle Geschichte des jetzt als Staatskanzlei fungierenden Gebäudes des ehemaligen Armeemuseums.

In der abschließenden Diskussion, moderiert von der Akademischen Oberrätin Dr. Katharina Weigand vom Universitätsarchiv München,kamen schließlich vor allem Fragen der Stadtentwicklungspolitik Münchens auf dem Gebiet der Architektur zur Sprache.

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