Wund-Bilder

Bei der Vernissage: Wilhelm-Christoph Warning, Tobias Raum, Christine Raum, Ehefrau des Künstlers und Georg Glasl (v.l.n.r.).

Vernissage Ausstellung Walter Raum

Der Publizist und Kunstkritiker Wilhelm Christoph Warning, der den Künstler gut kannte, führte sehr persönlich, aber dennoch faktenreich in das Werk von Walter Raum ein, der 2009 verstorben ist. Der Zyklus „Wund-Bilder“ von 1983, aus dem Warning und Walter Raums Sohn Tobias gut zwei Dutzend Werke ausgewählt hatten, stand dabei im Mittelpunkt und wird nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Über die bildende Kunst hinaus rückten am Abend der Vernissage auch Literatur und Musik in den Fokus. Sohn Tobias führte in einem in der Edition Edwin Kunz aktuell erschienenen Buch die Bilder seines Vaters, mit denen dieser seine Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg aufgearbeitet hat, mit dem Werk des Schriftstellers Wolfang Borchert zusammen. Dieses Buch mit dem Titel „Borchert: Draußen vor der Tür/Raum: Wund-Bilder“, das auch als Ausstellungskatalog dient, zeigt die Seelenverwandtschaft des Malers Raum und des Schriftstellers Borchert auf. Wobei sich die beiden wohlgemerkt nie begegnet sind.

Einen weiteren - musikalischen - Zugang schuf Georg Glasl, Professor für Zither an der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Sein circa 20-minütiges Stück, eine musikalische Anverwandlung, wie Glasl es selber nannte, für Diskantzither, Basszither und mit Zuspielungen, kommunizierte aufs engste mit den Bildern von Walter Raum. Weit über 150 Besucher der Vernissage waren begeistert von den Bildern, den Wortbeiträgen und der Musik.

Ein kurzes Video auf unserer Homepage führt in die Idee der Ausstellung ein, zu der wir Sie sehr herzlich in die Akademie einladen.Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 17. April 2019, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Da die Räume, in denen die Arbeiten von Walter Raum hängen, immer wieder auch für Veranstaltungen genutzt werden und die Ausstellung dann nicht zugänglich ist, empfehlen wir Ihnen, unter 089/381020 kurz anzurufen, um sich zu erkundigen, ob eine Besichtigung möglich ist.

Einige Presseberichte zur Ausstellung gibt es auch schon.