Kardinal-Wetter-Preis 2019

Nach der Verleihung: Professor Erwin Dirscherl (v.l.n.r.), Akademiedirektor PD Dr. Achim Budde, Dr. Markus Weißer, Kardinal Friedrich Wetter und Prof. Dr. Dr. Thomas Schärtl-Trendel, der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Universität Regensburg.

Preisverleihung in Regensburg

Markus Weißer (33) wurde am 20. November in Regensburg mit dem Kardinal-Wetter-Preis 2019 ausgezeichnet. Der Theologe erhielt die Auszeichnung bei einer abendlichen Akademischen Feier in der Universität Regensburg für seine Dissertation mit dem Titel „Der Heilige Horizont des Herzens. Perspektiven einer trinitarischen Soteriologie im Anschluss an Karl Rahner“. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert.


 

Fundierung der Theologie von Papst Franziskus

 

Weißers Doktorvater, Prof. Dr.  Erwin Dirscherl, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Regensburg, lobte in seiner Laudatio vor rund 100 Gästen – unter ihnen viele Studierende, der Namensgeber des Preises, Kardinal Friedrich Wetter, und Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Nikolaus Korber, die mit summa cum laude bewertete Dissertationsschrift des Preisträgers. Erste Rezeptionen und Rezensionen, darunter jene des renommierten Pariser Theologen Christoph Theobald, zeigen an, so der Laudator, dass „dieser Entwurf auch als dogmatische Fundierung der Theologie von Papst Franziskus und seiner Rede von der grenzenlosen Barmherzigkeit Gottes taugt“ Die heilvolle Präsenz Gottes in der Schöpfung stehe von Anfang an bis hin zum verheißenen Ende im Zentrum und werde konsequent entfaltet.

 

Sensibilität für die anderen

 

Markus Weißer wies in seiner Rede dem entsprechend darauf hin, dass einseitige Fixierungen auf Schuld und Sühne nicht weiterführten. Eine umfassende Sichtweise erst lässt das christliche Erlösungsverständnis plausibel werden. Denn aus einer durch Christus vermittelten Freiheit erwächst – wie auch Papst Franziskus immer wieder betone – eine neue Sensibilität für die Anderen.

 

Zum Hintergrund

 

Kardinal Friedrich Wetter, der Namensgeber des Preises, war von 1982 bis 2008 als Erzbischof von München und Freising zugleich Protektor der Katholischen Akademie in Bayern, die ihm durch die Stiftung des nach ihm benannten Preises dafür dankte. Seither wird er jedes Jahr für theologische Dissertations- oder Habilitationsschriften verliehen. Die Vergabe des mit 1.500 Euro dotierten Preises erfolgt nach enger Absprache zwischen der Akademie und den katholischen Fakultäten und Instituten an den bayerischen Universitäten.

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