Edition der Tagebücher von Kardinal Faulhaber

Jahrgang 1945 geht online

Professor Andreas Wirsching, Professor Hubert Wolf und Kardinal Friedrich Wetter, von 1982 bis 2007 einer der Nachfolger Faulhabers als Erzbischof. Im Hintergrund Dr. Peter Pfister, als Diözesanarchivdirektor zu seiner Amtszeit einer der Initiatoren des Projekts.

Sitzung des Editionsbeirats und Öffentliche Tagung

Die Online-Edition der Tagebücher von Kardinal Michael Faulhaber, von 1917 bis 1952 Erzbischof von München und Freising, schreitet voran. Anlässlich einer Abendveranstaltung am 14. Februar 2019 mit rund 200 Teilnehmern wurde der Jahrgang 1945 veröffentlicht. Bereits veröffentlicht sind die Jahrgänge 1919 und 1933. Hier geht es zur Editionsseite.

 

Das aufwendige Projekt, die in Gabelsberger Kurzschrift überleiferten Einträge aus insgesamt mehr als vier Jahrzehnten (Faulhaber begann schon 1911 mit seinen Aufzeichnungen), ist ein Gemeinschaftswerk des Instituts für Zeitgeschichte, des Seminars für Kirchengeschichte der Universität Münster und des Erzbischöflichen Archivs und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Katholische Akademie in Bayern ist seit nun neun Jahren immer wieder Ort fachlicher Zusammenkünfte und öffentlicher Veranstaltungen zu den Online-Tagebüchern des Kardinals, der ja vom Königreich über die Weimarer Republik, der NS-Zeit, der Allierten Besatzung bis hinein in der ersten Jahre der Bundesrepublik ein sehr wichtiges kirchliches Amt bekleidete.

Bei der Veranstaltung, die von Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, und Prof. Dr. Hubert Wolf, Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster geleitet wurde, trugen Mitglieder des Editionsteams aus beiden wissenschaftlichen Einrichtungen ausgewählte Passagen vor und analysierten sie dann. Gerade die Eintragungen für 1945, Kriegsende, Elend der Bevölkerung, Beginn der Entnazifizierung und des politischen Neubeginn unter der Ägide der US-Militärverwaltung, lieferen wichtige Informationen zur Zeitgeschichte und zum Denken und Fühlen des Kardinals.

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