Der Koran

Ein vielstimmiges Buch

Prof. Dr. Georges Tamer. Am 9. Januar 2019 bieten wir einen Lektürekurs an.

Auftakt zu unserer Reihe zum Islam

Annähernd 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Abend des 7. Dezembers 2018 zum ReferatDer Koran. Ein vielstimmiges Buch  Die Veranstaltung war der Auftakt unserer neuen vierteiligen Islam-Reihe mit Prof. Dr. Georges Tamer, dem Lehrstuhlinhaber für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. Für Georges Tamer ist der Koran nicht die „Bibel“ der Muslime, sondern etwas ganz Eigenes und Unverwechselbares, der, mit den Worten von Goethe im West-östlichen Divan, uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.

Professor Tamer sieht im Koran darüber hinaus alles andere als ein monolithisches Werk. Die vielen Stimmen – ob nun Gegner, Zweifler, Sünder, ungläubige Araber oder die Buchbesitzer (Juden und Christen) – sie alle kommen zu Wort und sind Teil der göttlichen Stimme. Kennzeichnend für den Koran ist nach Meinung von Tamer seine Offenheit für die Andersartigkeit. Die Vielstimmigkeit bekommt so eine interreligiöse Dimension und fordert und fördert die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit ihm.

Gelegenheit zur inhaltlichen Vertiefung bietet sich im Lektüreseminar, am Mittwoch, 9. Januar 2019, ab 19 Uhr, mit Dr. Katja Thörner Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Tamer. Zu allen Vorträgen in der Reihe - der nächste Islam-Abend wird der 5. Juni 2019 - bieten wir jeweils ein Lektüreseminar an.

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