Demokratie in Deutschland

Detlef Esslinger (Mi.) befragte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (re.) und Professor Dieter Thomä.

Wer unsere Ordnung fördert und fordert

Die Zukunft der Demokratie kann heute – so die Ausgangsthese der Veranstaltung „Demokratie in Deutschland“ am 12. Juni 2019 – mit einem Fragezeichen versehen werden. Hören Sie hier das Gespräch zwischen Bischof Franz-Josef Overbeck und Professor Thomä..

 

Knapp 80 Interessierte waren am Abend in die Akademie gekommen, um gemeinsam über eine angemessene Bewertung des Verhältnisses von Ordnung und Störung zu befinden. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck von Essen, Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, betonte die Seite der Ordnung und forderte ein neues Tugend-Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung. Dem hielt Prof. Dieter Thomä, Professor für Philosophie in St. Gallen, entgegen, dass in der Geschichte der Demokratie gerade die randständigen Störenfriede zu einer politischen Weiterentwicklung beigetragen hätten.

 

Tugendmensch und Störenfried

 

Unter der Moderation von Detlef Esslinger, stellvertretender Ressortleiter Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, waren sich zum Schluss jedoch alle einig, dass beide Seiten aufeinander verwiesen seien: die Werte des Tugendmenschen setze die Freiheit des Störenfrieds voraus – und vice versa. 

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