Churches for Future?

Klimaproklamation an Kirchen vorgestellt

Akademiedirektor Dr. Achim Budde (re.) moderierte das Gespräch zwischen Professor Ottmar Edenhofer (li,), Christine Heybl und Erzbischof Ludwig Schick.

#FridaysForFuture präsentiert fünf Forderungen

Die Münchner Ortsgruppe von #FridaysForFuture hat am Freitag, 13. September 2019, einen Fünf-Punkte-Forderungskatalog an die Kirchen übergeben. Michael Kröpfl, als Sprecher der Bewegung an diesem Nachmittag, und Michael Kusterer von ParentsForFuture wünschten sich vor rund 200 Teilnehmern bei der Veranstaltung in der Katholischen Akademie in Bayern, dass die Kirchen noch stärker als bisher die eine nachhaltige Klimapolitik unterstützen. Klimafolgenforscher Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut hielt ein vielgelobtes Referat, das Sie hier nachhören können.

Weitere Forderungen der Klimaaktivisten sind:Kirchenmitarbeiter sollten bei Dienstreisen konsequent auf Inlandsflüge verzichten, der Klimaschutz im Religionsunterricht müsse stärker gewichtet werden, spezielle Gottesdienste zum Klimaschutz sollten regelmäßig stattfinden und kirchliche Organisationen sollten kein Geld mehr in Firmen anlegen, die Gewinne aus fossilen Energieträgern erwirtschafteten. Generell sollten die Kirchen auch die politischen Forderungen der Umweltbewegung unterstützen.

Im Anschluss an die Proklamation diskutierten der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, Klimafolgenforscher Ottmar Edenhofer und die Autorin Christine Heybl die Forderungen und suchten Wege, die Anliegen umzusetzen. Ein Referat von Professor Ottmar Edenhofer mit dem Titel "Klima, Kohle, Kapital", in dem der Direktor des Potsdaminstituts für Klimafolgenforschung die politische Bewusstseinsbildung durch die FridaysForFuture-Bewegung als grundlegend bezeichnete, waren der wissenschaftliche Schwerpunkt des Tages. Arbeitskreise und Diskussionen in Kleingruppen auch im Park der Akademie sowie eine abendliche ökumenische Vesper rundeten den Tag ab.

Die Veranstaltung fand ein reges Medienecho. Im Bayerischen Fernsehen, in Printmedien wie der Katholischen Nachrichtenagentur und der Süddeutschen Zeitung, beim Sankt Michaelsbund. Und an diesem Sonntag, 22. September 2019, sehen Sie einen Filmbericht im ökumenischen Magazin "Kirche in Bayern".

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