Banning Nuclear Weapons

Dr. Jörg Lüer, Madeleine Albright, Joschka Fischer und Kardinal Reinhard Marx (v.l.n.r.) diskutierten über die Initiative des Papstes.

Diskussion im Video: Madeleine Albright, Joschka Fischer und Kardinal Reinhard Marx

Rund 300 Menschen kamen am Abend des 13. Februars 2020 zum Offiziellen Side-Event der Münchner Sicherheitskonferenz in die Katholische Akademie in Bayern. Zu Gast waren unter dem Titel "Banning Nuclear Weapons. Auftrag oder Illusion?" Madeleine Albright, Joschka Fischer und Kardinal Reinhard Marx. Hier finden Sie auf eine vollständige Videoaufzeichnung des Diskussionsabend.

Die atomare Bedrohung wächst wieder. Die Hoffnungen, die der Nicht-Verbreitungs-Vertrag 1967 auslöste, wurden enttäuscht. Noch immer sind Nuklearwaffen Bestandteil nicht nur der NATO-Abschreckungsdoktrin. Im Iran und in Nordkorea entwickelt sich neues Gefahrenpotenzial. Papst Franziskus hat jüngst in Hiroshima und Nagasaki eine weltweite Ächtung von Atomwaffen gefordert und bereits ihren Besitz für unmoralisch erklärt. Er unterstützt damit den 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenbannvertrag, dem allerdings die Atommächte selbst und ihre Bündnispartner nicht beigetreten sind. Eröffnet der Einwurf der Kirche in die weltpolitische Debatte realistische handlungsleitende Perspektiven oder ist er eine gefährliche Illusion?

Darüber diskutierten bei der Kooperationsveranstaltung der Akademie mit der Hochschule für Philosophie München und der Deutschen Kommission Justitia et Pax die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright, der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer und der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Es moderierte Dr. Jörg Lüer, der Geschäftsführer der Deutschen Kommission Justitia et Pax.

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