Anfänge des Menschen

Tagung des Gesprächskreises "Kirche und Wissenschaft" mit 150 Teilnehmern

„Anfänge des Menschen“ lautete der Titel einer Tagung der Katholischen Akademie Bayern am 24. November 2018, die aus dem Gesprächskreis „Kirche und Wissenschaft“ hervorgegangen ist, in dem sich seit fast 40 Jahren Naturwissenschaftler, Theologen und Philosophen zweimal pro Jahr in der Akademie treffen.

Den Auftakt am Samstagmorgen machte der Jenaer Archäogenetiker und Max-Planck-Direktor Johannes Krause, der über die „genetische Herkunft der Europäer“ sprach und spannende Erkenntnisse über Migration und Anpassung in der Vorgeschichte zu Tage brachte. Kritische Rückfragen formulierte Gerhard Haszprunar, Biologe und Generaldirektor der Zoologischen Staatssammlung in München. „Die Rolle der Kultur in frühen Expansionen der Menschheit“ war das Thema von Miriam Haidle, die das groß angelegte Forschungsprojekt ROCEEH der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, des Senckenberg-Forschungsinstituts in Frankfurt/Main und der Uni Tübingen koordiniert. Sie wurde im Anschluss befragt von Rupert Gebhard, dem Direktor der Archäologischen Staatssammlung in München. Der Frankfurter Philosoph Wolfgang Detel setzte das Programm nach der Mittagspause fort und beschäftigte sich mit „frühmenschlichen Motivationssystemen“ und stellte sich im Anschluss den Fragen seines Bremer Kollegen Manfred Stöckler. Den Schlusspunkt setzte der Stuttgarter Religionswissenschaftler Michael Blume mit seinem Vortrag über den „Homo religiosus“ unter der Rücksicht, wie die Evolution die Religiosität der Menschheit prägte und prägt. Sein Gesprächspartner war der Münchner Naturphilosoph und Jesuit Christian Kummer. Rund 150 Teilnehmer blieben bis abends um 17.30 Uhr und waren fasziniert von spannenden Ein-und Ausblicken im Spannungsfeld von Natur- und Geisteswissenschaften.

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