Hamideh Mohagheghi und Klaus von Stosch

Das Verhältnis von Religion und Staat im Islam

Ob es um die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), um „Boko Haram“ in Nigeria oder den Salafismus geht: gemeinsam ist, dass sie ihr gewalttätiges Durchsetzen der eigenen Welt und Glaubensvorstellung mit der Berufung auf den Koran begründen.
Da ist die Frage nicht abzuweisen: Hat der Islam, der von den meisten Muslimen als friedliebend bezeichnet und gelebt wird, eine unleugbare gewalttätige Seite? Anders gefragt: Ist das, was wir augenblicklich mit großem Schrecken wahrnehmen, der Ausfluss einer allen Weltanschauungen gleich welcher Richtung prinzipiell inhärenten Gefahr der Intoleranz, oder doch konstitutiv mit dieser jüngsten der drei monotheistischen Religionen verbunden? Natürlich muss dabei das historische Umfeld wie der heutige gesellschaftliche Kontext in den Blick genommen werden. Letztlich geht es auch um das Verhältnis von Religion und Staat im Islam.

Zurück