Erwin Dirscherl und Theresia Heimerl

Theologie des Leibes/des Körpers

Zur Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynode in Rom zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ wurde eine weltweite Befragung der Gläubigen durchgeführt.
Das Gelände ist allerdings ziemlich vermint: Wenn das Thema Familie im Zentrum einer kirchlichen Debatte steht, werden von der Öffentlichkeit Aussagen zu „heißen Themen“ erwartet: zum vorehelichen Geschlechtsverkehr, zur Verhütung, zur Homosexualität, zu den wiederverheiratet Geschiedenen. Die entsprechenden Erwartungshaltungen decken eine riesige Spannweite ab: von der Bestätigung des Klischees einer leibfeindlichen Kirche bis zur Hoffnung, Jahrhunderte alte Traditionen mit einem Wisch beseitigen zu können.
Die Debatte bleibt also aufgeheizt, doch ihr Kern ist höchst spannend. Wir wollen ihn in der angezeigten Tagung offenlegen: Welche theologischen Zugänge zu Leiblichkeit und Körperlichkeit des Menschen gibt es? Welche Rollen spielen darin die (schon biblischen) Kategorien von Reinheit und Unreinheit? In welche Richtung müsste sich eine Theologie des Leibes/des Körpers weiterentwickeln?

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