Mensch - Raumfahrt - Medizin

Forschung für den Astronauten im All und den Patienten auf der Erde

Deutsch-Französische Medizin-Debatte

Die medizinische Forschung über den Menschen im Weltraum verfolgt zwei Ziele: erstens die Gesundheit während eines Langzeitaufenthaltes – beispielsweise auf einer Reise zum Mars – und danach zu erhalten, zweitens die extremen, einzigartigen Lebensumstände auf den menschlichen Organismus zu erforschen und die gewonnenen Ergebnisse für Anwendungen auf der Erde zu übertragen.
Der Mensch ist im Weltraum einer bisher nicht erlebten Umwelt ausgesetzt. Vor allem das Fehlen der Schwerkraft und das Leben in andauernder Isolation führen neben anderen Faktoren zu erheblichem, auch gesundheitsgefährdendem Stress. Durch die intensive Nutzung der Internationalen Raumstation ISS sowie verschiedener weltraumähnlicher Versuchsanordnungen auf der Erde werden die einwirkenden Stressfaktoren und die durch sie bedingten Anpassungsmechanismen systematisch mit neuesten (bio-)technischen Verfahren untersucht. Die Kenntnis der Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die Blut- und Knochenbildung, das Nerven- und das Immunsystem tragen zu einem vertieften Verständnis und zu einer besseren Behandlung dieser auch auf der Erde häufigen Organstörungen und der damit einhergehenden Krankheitsbilder bei.
Das Forum erläutert einzigartige Erkenntnisse dieser Forschung, neue technische Messmethoden und die daraus resultierenden vorbeugenden und therapeutischen Maßnahmen, die zur Abwendung eines gesundheitlichen Risikos im All und zum Vorteil des Patienten auf der Erde genutzt werden.

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