Wenn der Tod ins Leben einbricht - Auswirkungen auf Hinterbliebene

Andreas Müller-Cyran

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.“ So heißt es in einem alten Kirchenlied aus dem Mittelalter. Damals hatten die Menschen den plötzlichen, den unvorhergesehenen Tod viel deutlicher vor Augen als wir heute; der riesengroß an die Außenwand von Kirchen gemalte Christophorus wurde angerufen, weniger um allgemein vom Tod verschont zu werden, sondern vor allem von dessen jähem Eintritt, der den Menschen unvorbereitet treffen würde. Und heute? Wir wissen zwar von möglichen Naturkatastrophen und Terroranschlägen, gehen aber angesichts der Verdienste der Palliativmedizin und Hospizversorgung, wenn wir an unseren eigenen Tod denken, wohl meistens von einem langsamen Sterbeprozess aus. Jedoch tritt das Sterben oft ganz überraschend ins Leben – sei es durch einen Infarkt, einen (Verkehrs-)Unfall, einen Suizid, um nur die häufigsten Ursachen zu nennen. Aber das Phänomen des „Plötzlichen Todes“ wird selten zusammenhängend betrachtet. Darum widmen sich die Katholische Akademie Bayern und das Gesundheitsforum der „Süddeutschen Zeitung“ dieser Frage.
Erfahrungen beisteuern können die Rechtsmedizin, die verschiedene Ursachen überblickt, die Notfallmedizin, die in solchen Extremsituationen zu helfen versucht, oder die Notfallseelsorge, die den Hinterbliebenen beistehen will. Über das Thema "Wenn der Tod ins Leben einbricht. Auswirkungen auf Hinterbliebene" referiert Dr. Andreas Müller-Cyran, Leiter der Notfallseelsorge in der Erzdiözese München und Freising.

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