Das dreigestufte geistliche Amt – Probleme und Perspektiven

Ludwig Mödl

„Rückkehr der Priester. Über Heiler, Heuchler, Hirten“, oder aber: „Wozu noch Priester?“. Unter ganz unterschiedlichen Titeln wird dieser Tage über Priester gestritten, die Bilder über sie, ihr eigenes Rollenverständnis und die Rollenerwartungen von Christinnen und Christen, aber natürlich besonders über die theologische Basis katholischer priesterlicher Existenz.
Interessant ist auf jeden Fall, wie diese Diskussion plötzlich, überraschend und gleichzeitig leidenschaftlich wieder aufgegriffen wird. Der Fragen sind ja wirklich viele: Priestermangel landauf landab, damit verbunden Forderungen, die Zugangsvoraussetzungen grundsätzlich oder zumindest teilweise zu verändern, die Konsequenzen der Strukturreformen in allen Diözesen, immer noch (Nach-)Wirkungen der Missbrauchsskandale.
Letztlich harrt jenseits großer, hehrer Worte, die zu festlichen Anlässen immer leicht zu finden sind, jene Frage auf eine klare Antwort: Was ist aus der Theologie des Zweiten Vatikanums heraus das unverwechselbare, einmalige Proprium (welt-)priesterlicher Berufung? Inzwischen gibt es ja ganz unterschiedlich geprägte Generationen von Priestern in unseren Diözesen. Wenn sie bei einer solchen Veranstaltung sogar miteinander ins Gespräch kämen über die Prägungen des eigenen Lebens, wären wir gemeinsam einen großen Schritt weiter. Und dann könnte man sich gelassen und interessiert Eindrücken stellen, die von außen kommen.
Zum Thema "Das dreigestufte geistliche Amt – Probleme und Perspektiven" referiert Prof. Dr. Ludwig Mödl, München.

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