Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise

Carola Finkel

Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu.
So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens.
Das sechste Karl Graf Spreti Symposium wird Aspekte dieser Reise näher beleuchten und in einen größeren historischen Kontext stellen.
Unter dem Titel: "'gegen abend aber vor Seiner Durchlaucht in dem palast ein adel voller bal gehalten worden - Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise" referiert Dr. Carola Finkel, Dozentin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main.

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