Hyperloop

Ein Transportsystem der Zukunft?

Die Professorin für Sustainable Future Mobility der TUM spricht in der Reihe "Wissenschaft für jedermann" im Deutschen Museum

In der Veranstaltung Hyperloop - ein Transportsystem der Zukunft? im Deutschen Museum am 27. Januar 2021 war es leider sehr leer im Ehrensaal. Coronabedingt durfte kein einziger Gast der Veranstaltung in der Reihe „Wissenschaft für jedermann“ den schönen Raum im renommieren Museum betreten. Dennoch konnten wir ca. 200 Teilnehmer begrüßen – im Live-Stream, der über unserem Kooperationspartner, das Deutsche Museum, abgewickelt wurde. Das Video, das Sie hier sehen, ist auch auf der Website des Museums eingestellt, zusammen mit anderen Veranstaltungen der erfolgreichen Reihe.

 

Prof. Dr. Agnes Jocher

 

Prof. Dr. Agnes Jocher, eine der jüngsten Professorinnen an der TU München, hielt einen hochinteressanten Vortrag, angereichert mit anregenden Details zu einem Mobilitätskonzept, dessen Entwicklung noch ganz am Anfang steht. Mit einem Konsortium aus Wissenschaft (TUM), Industrie und Bayerischer Staatsregierung soll bis 2028 eine erste Referenzstrecke in Bayern entstehen. Prof. Dr. Markus Vogt, der die Reihe „Wissenschaft für jedermann“ als Gastgeber der Katholischen Akademie begleitet, klopfte in seiner Einleitung und in seinem Gespräch mit der Referentin das ehrgeizige Projekt dann auch auf seine ökologische und soziale Nachhaltigkeit hin ab.

Eine rege Beteiligung der Teilnehmer im Chat mit vielen guten Fragen zur technischen Umsetzung rundete den Abend im Museum bzw. im Netz ab. In der nächsten Ausgabe unserer Zeitschrift zur debatte im Frühsommer dokumentieren wir den Abend mit Texten von Agnes Jocher und Markus Vogt.

 

Fast so schnell wie der Schall

 

Hyperloop ist ein Konzept eines Transportsystems, bei dem sich ein Ultrahochgeschwindigkeitsgefährt (Pod) mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre (aus Beton) mit Teilvakuum fortbewegen soll. Das Projekt erscheint auch deshalb so vielversprechend, weil es als ein Bindeglied zwischen Bahn und Flugzeug für eine schnellere und kostengünstigere Anbindung von Zentren gesehen wird. Kostengünstiger auch deshalb, weil zum einen mit Hilfe eines Teilvakuums in der Röhre der Energieverbrauch erheblich gesenkt und weil auf ein bereits entwickeltes Prinzip magnetischer Schwebe- und Antriebssysteme sowie auf bereits bestehende Röhrensysteme aus Beton zurückgegriffen werden kann.

Gegenwärtig arbeiten 80 Studierende aus 29 Nationen an der TUM an diesem Projekt. Bemerkenswert ist auch, dass es sich hier um ein offenes Designkonzept handelt, d.h. Zusammenarbeit und Feedback von möglichst vielen ist ausdrücklich gewünscht. Dazu dient auch die Veranstaltung 1st International Conference on Ultra-High-Speed Transportation. Wer sich – wohlgemerkt auf Englisch – an diesen Diskussionen beteiligen will, melde sich bitte unter diesem Link an.

 

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