"Gott ist tot!"

Nietzsches Antichristentum – und das Christentum nach Nietzsche

Jetzt abonnieren

"zur debatte"

Mit rund 10.000 Abonnenten gehört „zur debatte“ zu den am weitesten verbreiteten katholisch geprägten Zeitschriften.

884 KB Downloaddatei

Der Philosoph Friedrich Nietzsche war überzeugt, mit einem seiner letzten Werke – dem Antichrist – die Umwertung aller Werte vollzogen zu haben: Er forderte das Ende des Christentums und der mit ihm verbundenen Moral der Selbsterniedrigung und des Leidens. Nun existieren anderthalb Jahrhunderte nach dem Antichrist noch immer diverse Christentümer, und viele Menschen glauben nach wie vor, darin ihr Heil zu finden. Ist also Nietzsches radikale Kritik echolos verhallt? Ist seine Diagnose vom Tode Gottes als Fehldiagnose entlarvt? Oder müssen Christinnen und Christen der Gegenwart sich immer noch verunsichern lassen von Nietzsches unerbittlicher Kampfansage?

Anlässlich von Nietzsches 175. Geburtstag lud die Katholische Akademie in Bayern den Schweizer Nietzsche-Experten Prof. Dr. Andreas Urs Sommer am Abend des 12. November 2019 nach München ein, um vor zahlreichem Publikum Nietzsches Kritik am Christentum zu rekapitulieren. Dabei verließen wir am Ende sogar Europäischen Boden: Im zweiten Teil unseres Nietzsche-Abends diskutierte Prof. Sommer mit dem aus Afrika stammenden Priester und Moralphilosophen Oliver Ndjimbi-Tshiende unter anderem die Frage, ob uns Nietzsche auch außerhalb Deutschlands noch etwas angehe.

Medien zum Thema