Suizidprävention I.

Pflicht oder Anmaßung?

Gemeinsame Veranstaltung der Katholischen Akademie mit der Beratungsstelle DIE ARCHE, der seit 50 Jahren Menschen in schweren Krisensituationen berät

Die Möglichkeit, das eigene Leben durch Suizid zu beenden, steht jedem Menschen offen. Allerdings trifft ein suizidgefährdeter Mensch, der sich anderen anvertrauen möchte, meist auf Unverständnis und Sprachlosigkeit und bleibt mit der eigenen Not allein.
Seit langem gibt es Suizid-Präventionsprogramme, unter anderem Beratungsangebote mit dem Ziel, Suizide zu verhindern. Tatsächlich haben sich die Suizidzahlen in Deutschland gegenüber den 70er Jahren etwa halbiert, sind mit etwa 10.000 Menschen pro Jahr jedoch immer noch erschreckend hoch.
Auf der anderen Seite nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz von Suizid offenbar zu. Warum weiterleben, wenn das Leiden ausweglos und das Leben unerträglich erscheint? Ist es dann nicht verständlich, dass ein Mensch seinem Leben ein Ende setzen möchte?

Hören Sie hier das Referat von Prof. Dr. Matthias Bormuth, Professur für Vergleichende Ideengeschichte an der Universität Oldenburg, mit dem Titel "Ambivalenz der Freiheit - Suizidprävention kontrovers".

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