Der Mann Mose und das Gesetz Gottes

Referat im Rahmen der Kooperationsveranstaltung "Alles was Recht ist" mit der Zeitschrift "Welt und Umwelt der Bibel".

Am Anfang der Rechtstradition steht das Königsrecht: Die göttlich legitimierte Stellung des Königs legitimiert zugleich seine Gesetze. Mit der Geschichte des jüdischen Volkes wird diese Praxis jedoch in Frage gestellt. Die in den Büchern Mose enthaltenen Gesetze sind nämlich explizit als Gottesrecht legitimiert, wodurch dem orientalischen Sakralkönigtum die Grundlage entzogen wird. Eine völlige Umwertung aller Werte unternimmt schließlich das Christentum, das beide Rechtsformen gleichermaßen kritisiert: „Durch das Gesetz wird niemand gerecht“ (Gal 2,16).

Der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Jan Assmann stellt die Gesetzgebungsarbeit des Moses in den Mittelpunkt.

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