Rubens und die Antike

200 Zuhörer in der Akademie

Rund 200 Besucher folgten den Ausführungen des ehemaligen Generaldirektors der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Prof. Dr. Reinhold Baumstark. Baumstark, einer der besten Rubenskenner, beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem wohl berühmtesten Maler des Barock. Anhand des Zyklus über den römischen Konsul Decius Mus gelang es dem Referenten eindrucksvoll zu zeigen, wie Rubens in seinen Bildern die Antike wieder belebt, nicht ohne die großen Denkwege seiner Zeit einfließen zu lassen.
Baumstark konnte auch zeigen, dass grundlegend für die Antikenrezeption von Rubens der hohe Grad seiner humanistischen Bildung und damit zusammenhängend der rege Austausch mit der intellektuellen Elite Roms zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde. Eingetaucht in die großen theologischen Dispute seiner Zeit, konnte er so problemlos die Grenze zwischen einer paganen Antike und dem Christentum überwinden und zu einer großen Einheit zusammenführen.
Die intensiven Gespräche bei Wein und Brot zum Ausklang des Abends machten deutlich, wie Baumstark einmal mehr eindrucksvoll Bilder zum Sprechen bringt.

Zwei Männer sitzen auf dem Podium und diskutieren miteinander: Professor Reinhold Baumstark (li.) und Akademiedirektor Dr. Florian Schuller.
Diskussion auf dem Podium: Professor Reinhold Baumstark (li.) und Akademiedirektor Dr. Florian Schuller.

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