Werner Bergengruen und die Behauptung der Poesie

Fr., 12.09.2014 bis Sa., 13.09.2014
Tagung zum 50. Todestag

Programm

Freitag, 12. September 2014

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)
15.00 Uhr Begrüßung
15.15 Uhr

Wie über den Ersten Weltkrieg schreiben?
Kleine Poetik am Beispiel von Werner Bergengruens
„Der erste Patrouillenritt“

Prof. Dr. Günter Scholdt,
Leiter em. des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass,
Saarbrücken

16.15 Uhr Imbiss-Pause
16.45 Uhr

Innerlich emigriert:
Werner Bergengruen und Reinhold Schneider
Prof. Dr. Peter Steinbach,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte
an der Universität Mannheim

17.30 Uhr Diskussion
18.00 Uhr Abendessen
19.00 Uhr

Erinnerung an Werner Bergengruen
Albert von Schirnding,
Autor, München

Samstag, 13. September 2014

8.30 Uhr

Gesungene Laudes 

9.30 Uhr

Einführung in das Compendium Bergengruenianum
Maria Schütze-Bergengruen,
Fuchstal

10.00 Uhr Imbiss-Pause
10.30 Uhr

„Mein Zeichen ist ein Feuerscheit“.
Über die Lyrik von Werner Bergengruen
Prof. Dr. Otto Betz,
Professor em. für Allgemeine Erziehungswissenschaft
und Religionspädagogik an der Universität Hamburg

11.15 Uhr Pause
11.30 Uhr

Bergengruens Konversion zum Katholizismus
Lorenz Schütze,
Fuchstal

12.15 Uhr Schluss-Diskussion
13.00 Uhr Mittagessen – Ende der Tagung
Moderation und Organisation:

Eckhard Lange
Michael Zachmeier

Kooperationspartner: Werner Bergengruen-Gesellschaft
Zum Thema

Werner Bergengruen (1892-1964) war zu Lebzeiten von Lesern und Literaturkritik gleichermaßen hoch geschätzt. Er galt dann auch als einer der erfolgreichsten Autoren in der frühen Bundesrepublik. So gehört z.B. „Der letzte Rittmeister“ von 1952 zu den wohl beliebtesten Werken der Nachkriegszeit. Bergengruens Bücher verkauften sich in millionenfacher Auflage, und etliche der Texte wurden an Schulen zur Pflichtlektüre.

Das änderte sich grundlegend nach 1968. Seine Ethik wurde als konservativ gescholten, und vor allem der unerschütterliche Glaube, die Welt sei von Gott geschaffen und somit im Kern „heil“, galt nun als nicht mehr zeitgemäß. Werner Bergengruen wurde zum christlichen Traditionalisten abgestempelt, geriet mehr und mehr in Vergessenheit.

In den letzten Jahren allerdings zeichnet sich erneut ein Wandel ab. So wird Bergengruen als Protagonist einer während der NS-Zeit in Wort und Tat konsequenten, unzweifelhaften „inneren Emigration“ herausgestellt, deren arrogante Aburteilung durch selbstgerechte spätere Generationen ihrerseits in die Krise geraten ist.

Die von der Werner Bergengruen-Gesellschaft zusammen mit der Katholischen Akademie Bayern konzipierte Tagung anlässlich des 50. Todestages erkundet, u.a. über die Zeugenschaft von Zeitgenossen und Freunden Bergengruens sowie mit Blick auf seine Tagebuch-Aufzeichnungen, die geistige und religiöse Haltung, die ihn zum Widerstand gegen den Ungeist der Zeit und zur Behauptung der Poesie führte.


Eckhard Lange,
Präsident der Werner Bergengruen-Gesellschaft

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Mittwoch, 10. September 2014.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Teilnahmekarten und Essensbons erhalten Sie an der Tageskasse.

 

Übernachtung

Leider können wir Ihnen für die Dauer der Tagung
keine Übernachtungsmöglichkeiten im Kardinal Wendel Haus '
der Akademie anbieten.

Auf Anfrage teilen wir Ihnen aber gerne Adressen von Hotels
in unmittelbarer Nachbarschaft mit.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

Eventuell gewünschte Mahlzeiten können dann nur nach t
elefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20) gegebenenfalls
noch gebucht werden.

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