NS-Raubkunst. Spätschuld, Folgen und Konsequenzen

Sa., 22.02.2014
Tagung

Spätschuld, Folgen und Konsequenzen


Programm

Samstag, 22. Februar 2014

9.00 Uhr Begrüßung
Dr. Florian Schuller
9.15 Uhr

Räuber, Beraubte und ihre Nachfahren.
Über Schuld, Umkehr, Sühne und Versöhnung
Prof. Dr. Michael Wolffsohn,
Professor für Neuere Geschichte an der
Universität der Bundeswehr München

10.00 Uhr Pause
10.15 Uhr

Kunstraub/Raubkunst/Vermögensentzug –
Akteure, Objekte und Forschungsgeschichte im Überblick
PD Dr. Christian Fuhrmeister,
Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

11.00 Uhr Pause
11.15 Uhr

Aus aktuellem Anlass:
Problemfelder der Provenienzforschung
Dr. Meike Hopp,
Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

12.00 Uhr Pause
12.15 Uhr

NS-Unrecht: Restitution von
Raubkunst im Rechtsstaat
Ministerialdirektor Dr. Walter Schön,
Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz

13.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr

Podiumsgespräch der Referenten mit

Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel,
Leiterin der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“, Berlin

Wilfried Krames,
Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, München

Dr. Johannes Nathan,
Direktor Nathan Fine Art, Berlin/Zürich

Dr. Sebastian Preuss,
stellv. Chefredakteur ZEIT Kunstverlag, Berlin

Anschließend Diskussion
zu Fragen aus dem Publikum
mit Anwalt des Publikums

16.30 Uhr Ende der Tagung
Moderation: Dr. Florian Schuller
Organisation: Michael Zachmeier
Zum Thema

Es war eine Sensation, was Ende letzten Jahres bekannt wurde: ein spektakulärer, nahezu 1.300 Kunstwerke umfassender Bilderfund sowohl Alter Kunst wie von Meisterwerken der Moderne, u.a. von Picasso, Matisse, Chagall oder Otto Dix. Beschlagnahmt wurden die Bilder in der Schwabinger Wohung von Cornelius Gurlitt, dem hochbetagten Sohn des 1956 bei einem Autounfall verunglückten Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, des „Art Dealer to the Führer“. Viele der in München nun aufgefundenen Werke wurden Verfolgten des NS-Regimes geraubt oder abgezwungen.

Der Münchner Kunstfund bringt ans Licht, was lange im Dunkeln geblieben war: Werke, die während der NS-Zeit ermordeten oder in die Emigration getriebenen Menschen gehört hatten, bzw. die in ganz Europa zusammengeraubt worden waren, wurden nach 1945 in Museen oder privaten Sammlungen stillschweigend behalten, getauscht oder weiterverkauft, ohne nach den Vorbesitzern zu fragen. Die Geschädigten bzw. deren Nachkommen konnten bisher nur in seltenen Fällen eine Rückerstattung oder Entschädigung erreichen.

Die Tagung soll die grundlegende Problematik von Raubkunst und Provenienzforschung in den Blick nehmen. Dies kann allerdings nicht geschehen, ohne auch tiefergehende rechtliche und ethische Fragen zu stellen: zu Kunst und Eigentum, wie zu Schuld und Strafe, Wiedergutmachung und Versöhnung.

 

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Freitag, 21. Februar 2014.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Teilnahmekarten und Essensbons sind an der Tageskasse erhältlich.

Wenn die Übernachtungsmöglichkeiten im Kardinal Wendel Haus
nicht ausreichen, vermitteln wir auf Wunsch gegen Aufpreis
eine Unterkunft in einem nahegelegenen Hotel.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

Eventuell gewünschte Mahlzeiten oder Übernachtungen können dann
nur nach telefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20) gegebenenfalls
noch gebucht werden.

 

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