Freiheit denken

Fr., 27.09.2013
Forum

Hermann Krings zum 100. Geburtstag


Programm

Freitag, 27. September 2013

 

16.00 Uhr Begrüßung
16.15 Uhr

Einführung
Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl, München

16.30 Uhr

Philosophieren lernen bei Hermann Krings
Dr. Christoph Wild, Gräfelfing

17.00 Uhr

Wer ist ein gebildeter Mensch?
Dr. Bernhard Bueb, Überlingen

17.30 Uhr

Der Sinnbegriff in Krings‘ frühen Schriften zur Ontologie
Prof. Dr. Annemarie Pieper, Rheinfelden

18.00 Uhr Rückfragen an die Referenten
18.30 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss
19.00 Uhr

Die Lauterkeit des Daseins
Prof. Dr. Jörg Jantzen, Hamburg

19.30 Uhr

Ordnung aus Freiheit
Prof. Dr. Armin Wildfeuer, Köln

20.00 Uhr

Die Freiheit Gottes
Prof. Dr. Wilhelm G. Jacobs, München

20.30 Uhr

Rückfragen an die Referenten

21.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Organisation:

Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl
Prof. Dr. Wilhelm G. Jacobs
Prof. Dr. Jörg Jantzen

Dr. Johannes Schießl,
Katholische Akademie in Bayern

Zum Thema

Zu Hermann Krings

 

Am 25. September jährt sich der Geburtstag von Hermann Krings zum 100. Mal. Der gebürtige Aachener studierte erst in Bonn, dann in München, wo er 1938 promoviert wurde; er starb im Februar 2004 in München. Mit Willi Graf und der „Weißen Rose“ war er freundschaftlich verbunden. Nach der Habilitation 1951 lehrte er in München, ab 1960 als Lehrstuhlinhaber in Saarbrücken, bis er 1968 nach München berufen wurde. Hier lehrte er bis 1980. Niemand hat wie er Theorie und Praxis in seinem Wirken vereint, etwa als Rektor in Saarbrücken, als Mitglied (1966-1975) und dann Vorsitzender der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats, als Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, als Leiter der Philosophischen Sektion der Görres-Gesellschaft, als ihr Generalsekretär und als Verantwortlicher für die 7. Auflage des Staatslexikons. Auch der Katholischen Akademie Bayern war Krings eng verbunden: Er half bereits bei ihrer Gründung im Jahr 1957 mit und war dann weit über zwanzig Jahre lang Mitglied der Akademieleitung.

Die Philosophie von Hermann Krings ist eine radikale im Sinn einer von allen Voraussetzungen freien Erforschung der Fundamente des menschlichen Denkens, Handelns und Lebens. Darin ist er vor allem von Kant und Schelling beeinflusst. Historisch reicht seine Erforschung dieser Fundamente ins Mittelalter zurück. Sein Anliegen ist aber kein historisches. Es geht Hermann Krings nicht um das Vergangene um des Vergangenen willen, sondern um das Gegenwärtige, um Fragen der Zeit. Dafür sucht er allerdings auch Anleitung aus der Geschichte des Denkens. Die Frage, ob das Leben im eigenen Denken eine Grundlage hat, bejaht und beantwortet Hermann Krings auf ganz eigene Weise, mit seinem Denken der menschlichen Freiheit. Er ist Freiheits-Denker, lange bevor Freiheit wieder Thema wurde, und er ist ein Freiheits-Denker in christlicher Verantwortung.

Der Dreh- und Angelpunkt seiner Verbindung von philosophischer Theorie und bildungspolitischer Praxis ist seine künstlerische Begabung, sein Kunstverständnis und die praktische Erfahrung als Dramaturg. Bei dieser Arbeit lernte er seine spätere Frau, die Schauspielerin Inge Birkmann, kennen. Die Impulse für seine Ideen zum spielerischen Lernen und zu den Bildungszielen vom Kindergarten bis zur Hochschule haben einen künstlerischen Hintergrund.

Allen Aspekten des Denkens und Wirkens von Hermann Krings ist diese Tagung gewidmet. Es sprechen Personen, die von ihm geprägt sind, mit ihm zusammengearbeitet und seine Gedanken weiterentwickelt haben.

Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl

 

Zu den Referenten


Bernhard Bueb

geb. 1938, 1968 Dr. phil. bei Hermann Krings in Saarbrücken, 1970-72 Assistent bei Hartmut von Hentig, 1972-74 Erzieher an der Odenwaldschule, 1974-2005 Leiter der Schule Schloss Salem. Vielbeachtete Bücher (etwa „Lob der Disziplin“, 2006).

Wilhelm G. Jacobs

geb. 1935, 1964 Dr. phil. bei Reinhard Lauth in München, 1968-2000 Mitarbeiter der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1975-2000 Sekretär der Kommission und Mitherausgeber der Schelling-Ausgabe, 1984 Habilitation, 1994 Ernennung zum Professor.

Jörg Jantzen

geb. 1942, 1972 Dr. phil. bei Helmut Kuhn und Kurt von Fritz in München, 1985 Habilitation, ab 1998 Mitarbeiter und 1998-2010 Mitglied der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Geschäftsführender Herausgeber der Schelling-Ausgabe seit 2000.

Annemarie Pieper

geb. 1941, 1967 Dr. phil. bei Hermann Krings in Saarbrücken, 1972 Habilitation in München, 1972-1981 Mitarbeit in der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1981-2001 Professorin für Philosophie in Basel. Auch Roman-Autorin (etwa „Die Klugscheißer GmbH“, 2006).

Wilhelm Vossenkuhl

geb. 1945, 1972 Dr. phil. bei Max Müller in München, 1973-75 Mitarbeiter der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats als Assistent von Hermann Krings, 1975-77 Forschungsstudium in Cambridge, 1980 Habilitation in München, 1977-80 Assistent bei Krings und 1980-86 Oberassistent, Professor für Philosophie 1986-93 in Bayreuth und 1993-2011 in München.

Christoph Wild

geb. 1940, 1966 Dr. phil. bei Hermann Krings in Saarbrücken, 1967-70 sein Assistent in Saarbrücken und München, 1975 Habilitation in München, Privatdozent für Philosophie, 1975-2003 Verleger des Kösel-Verlags in München.

Armin Wildfeuer

geb. 1960, 1993 Dr. phil. bei Hans Michael Baumgartner in Bonn. 1989-92 dessen Assistent, 1993-97 bei Ludger Honnefelder, seit 1997 Professor für Philosophie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Köln.

 
Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Mittwoch, 25. September 2013.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Tageskasse erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie jedoch:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere 
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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