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| Dienstag, 6. März 2012 | |
|---|---|
| ab 18.00 Uhr | Gelegenheit zu einem Imbiss |
| 19.00 Uhr | Begrüßung |
| 19.10 Uhr | Der Heilige Stuhl und die totalitären Ideologien. Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Potsdam |
| 20.10 Uhr | Pause |
| 20.30 Uhr | Diskussion |
| Moderation: | Dr. Florian Schuller |
| Organisation: | Stephan Höpfinger |
Vor 75 Jahren, am Palmsonntag, 21. März 1937, wurde von allen Kanzeln der katholischen Kirchen Deutschlands die gegen den Nationalsozialismus gerichtete Enzyklika Papst Pius‘ XI. „Mit brennender Sorge“ verlesen. Das päpstliche Wort schlug zeitgenössischen Beobachtern zufolge ein „wie eine Bombe“ und bedeutete für die Kirchenpolitik des NS-Regimes einen „schweren Schlag“ (Ludwig Volk); es gilt als Höhe- und Wendepunkt der päpstlichen Politik gegenüber dem Nationalsozialismus.
Weniger bekannt ist, dass Pius XI. im gleichen Monat zwei weitere Lehrschreiben erließ: die gegen den „bolschewistischen und atheistischen Kommunismus“ gerichtete Enzyklika „Divini Redemptoris“ sowie die Verlautbarung „Firmissimam constantiam“ als Schlusspunkt einer Reihe päpstlicher Äußerungen zu Revolution und Bürgerkrieg in Mexiko.
Alle drei Enzykliken sind geprägt von der Situation der Kirche gegenüber den totalitären und revolutionären Ideologien der Zeit, von der Auseinandersetzung mit einem konkurrierenden, allerdings innerweltlichen Heilsanspruch und der damit verbundenen existentiellen Bedrohung der Kirche und ihrer Institutionen.
Der Vortrag stellt die Enzykliken des März 1937 in ihren inneren Zusammenhang und interpretiert sie als lehramtliche wie pastorale Antwort des Heiligen Stuhls auf die Herausforderungen durch die totalitären Ideologien. Dies soll gleichzeitig den Blick für die weltkirchlichen Dimensionen des politischen Handelns im Vatikan schärfen, deren Berücksichtigung bei der Behandlung isolierter Themen (wie „Kirche im Nationalsozialismus“) oftmals zu kurz kommt.
Thomas Brechenmacher
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher
lehrt Neuere Geschichte an der Universität Potsdam.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die deutsch-jüdische Geschichte,
die kirchliche Zeitgeschichte sowie die Geschichte des politischen Katholizismus
und des Kirchenstaates.
Er ist Autor u.a. des viel beachteten Werks
„Der Vatikan und die Juden. Geschichte einer unheiligen Beziehung“ (2005).
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Anmeldeschluss ist Montag, 5. März 2012.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.
Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.
Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.
Bitte beachten Sie jedoch:
Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.