Wie modern ist konservativ?

Mo., 13.12.2010
Vortrag
Zur Aktualität einer klassischen Denkform

Programm
Montag, 13. Dezember 2010
19.00 Uhr Prof. Dr. Andreas Rödder,
Professor für für Neueste Geschichte
an der Universität Mainz
Wie modern ist konservativ?
Zur Aktualität einer klassischen Denkform
20.00 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss
20.30 Uhr Diskussion
Organisation: Stephan Höpfinger
Zum Thema

Wie modern ist konservativ? Was ist konservativ? Und: Wer ist konservativ? Immer öfter und immer drängender werden diese Fragen in der politischen Debatte gestellt – und sind doch nicht neu: „What will you conserve?“ – so fragten sich schon die englischen Konservativen im 19. Jahrhundert. Die Frage, was konservativ sei, ist so alt wie der Konservatismus und so alt wie die europäische Moderne. Es ist eine politische Grundfrage.

In der deutschen Diskussion erzeugt sie jedoch eher Verlegenheit. Wenn in der öffentlichen Debatte von „den Konservativen“ die Rede ist, dann stehen sie meist als Un-Sympathieträger von gestern da: gegen berufstätige Mütter, mit Ressentiments gegen Ausländer, revisionistisch im Geschichtsbild.

Doch das ist nicht konservativ, so wird dieser Vortrag argumentieren. Er stellt Konservatismus vielmehr – in historischer Perspektive ebenso wie in praktischer Anwendung auf die Gegenwart – als eine politische Denkform vor: als eine Haltung, der es vor allem um den gesellschaftlich-kulturellen Wandel und seine Verarbeitung geht. Was wäre aktueller und moderner?

Prof. Dr. Andreas Rödder

 

Prof. Dr. Andreas Rödder lehrt seit 2005 Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungen konzentrieren sich auf das viktorianische England, die Geschichte des Konservatismus, die Weimarer Republik, die internationale Politik in der Zwischenkriegszeit sowie auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland vor allem in den 70er und 80er Jahren. In einem seiner aktuellen Forschungsprojekte beschäftigt er sich mit Wertewandlungsprozessen in der Industriegesellschaft. 2009 erschien sein vielbeachtetes Buch „Deutschland einig Vaterland. Die Geschichte der Wiedervereinigung“.

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Bitte bis spätestens Donnerstag, 9. Dezember 2010.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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