Volksfrömmigkeit – Neue Chancen für den Glauben?

Fr., 24.04.2009 bis Sa., 25.04.2009
Tagung

Programm
Freitag, 24. April 2009
15:00 Uhr Begrüßung
Dr. Florian Schuller
15:15 Uhr Renaissance populärer Religiosität?
Prof. Dr. Hubert Knoblauch,
Professor für Allgemeine Soziologie und Theorie moderner
Gesellschaften an der Technischen Universität Berlin
16:00 Uhr Pause
16:30 Uhr Neuer Wein in alten Schläuchen?
Marienverehrung und Josephskult in der Neuzeit
Prof. Dr. Stefan Samerski,
Kirchenhistoriker an der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität München
17:30 Uhr Diskussion
18:15 Uhr Vesper
19:00 Uhr Abendessen
Samstag, 25. April 2009
08:00 Uhr Laudes
08:30 Uhr Bayerische Frömmigkeit in kirchlichen Traditionen.
Ein historischer Rückblick auf Volk und Folklore
Prof. Dr. Wolfgang Brückner,
Professor für deutsche Philologie und
Volkskunde an der Universität Würzburg
09:00 Uhr "Fromme Dinge"?
Aspekte protestantischer Identität
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger,
Lehrstuhl für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft)
an der Universität Jena
09:30 Uhr Diskussion
10:00 Uhr Pause
10:30 Uhr Konkreter Gott – abstrakte Lehre?
Die Bedeutung der Volksfrömmigkeit für den Glauben der Kirche
Prof. Dr. Wolfgang Beinert,
Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte
an der Universität Regensburg
11:15 Uhr Pause
11:45 Uhr Das Phänomen Volksfrömmigkeit – Chancen und Risiken.
Eine pastoraltheologische Einschätzung
Prof. Dr. Stefan Knobloch OFMCap,
Professor für Pastoraltheologie
an der Universität Mainz
12:30 Uhr Diskussion
13:15 Uhr Mittagessen
Moderation Dr. Florian Schuller
Organisation Roland Weeger
Zum Thema

Blasiussegen und Kräuterweihe, Herrgottswinkel und Dreikönigswasser, Wallfahrten und Prozessionen – weite Teile religiösen Brauchtums und gelebter Frömmigkeit haben ihre Selbstverständlichkeit verloren. So scheint es. Aber manche Formen kehren überraschenderweise wieder: Das Pilgern erlebte in jüngster Zeit ungeahnten Aufschwung; man ist dann mal weg, aus welchen Motiven auch immer.

Eine sich selbst als aufgeklärt-rational verstehende Sichtweise tut sich meistens ziemlich schwer mit vielen Phänomenen populärer Religiosität. Emotionalität und Sinnlichkeit, der Hang zu Kult-, Erscheinungs- oder sonstigen Kraftorten, die Betonung von Ritualen und Zeichen werden distanziert betrachtet und mitunter in der Nähe von Aberglauben angesiedelt.

In eine ganz andere Richtung weisen allerdings zum Beispiel die überraschende Wertschätzung der Volksfrömmigkeit in der lateinamerikanischen Befreiungstheologie oder auch Romano Guardini, der noch um die „wertvollen Weisen geistlichen Volkslebens“ wusste.

Höchste Zeit also, dass sich auch die Akademie mit Volksfrömmigkeit als integrierendem Teil konkreter Glaubenspraxis beschäftigen sollte. Und zwar unter einem doppelten Aspekt: Der kritischen Reflexion einzelner Formen, vor allem aber der Chancen für erneuerten Glauben, nicht zuletzt der Hilfe zu je eigener selbstkritischer Überprüfung, wie es denn mit der persönlichen Glaubenspraxis stehe.

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Anmeldung

Anmeldung bitte bis spätestens Donnerstag, 23. April 2009.

Die Anmeldung mit den bestellten Leistungen ist verbindlich.
Sie gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein,
bitten wir um entsprechende Nachricht.


Kinderbetreuung

Für Eltern bietet die Akademie während der Veranstaltung kostenlos eine qualifizierte Betreuung ihrer Kinder (bis 12 Jahre) an. Wenn Sie dies wahrnehmen wollen, bitte unbedingt bei der Anmeldung im Feld "Bemerkung" Namen und Alter Ihrer Kinder angeben.

 

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

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