Verlorenes Paradies?

Fr., 25.11.2016
Abendveranstaltung mit dem Hilfswerk Adveniat und dem Erzbistum München und Freising

Bedrohte Schöpfung und bedrohte Völker im Amazonasraum


Programm

Freitag, 25. November 2016

Einlass ab 17.00 Uhr
18.00 Uhr

Adveniat-Filmclip

18.10 Uhr

Begrüßung
Dr. Florian Schuller
Prälat Bernd Klaschka
Monsignore Thomas Schlichting

 

18.30 Uhr

Workshops zur Auswahl

Die Teilnahme ist nur an einem der vier Workshops
möglich. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung
den gewünschten Workshop und eine Alternative an.

 

1.
Laudato si‘ und seine Impulse aus und für Amazonien
mit Bischof em. Erwin Kräutler, Brasilien,
und Thomas Wieland, Adveniat

Moderation:
Dr. Johannes Schießl, Katholische Akademie

2.
Repam – ein Bündnis an der Seite der Indigenen Amazoniens
mit Mauricio Lopez Oropeza, Repam,
und Bischof Raphael Cob Garcia, Ecuador

Moderation:
Martina Fornet-Ponse, Adveniat

3.
Der Amazonasraum und unsere Verantwortung
mit einem Vertreter der deutschen Politik
und Patricia Gualinga, Ecuador

Moderation:
Dr. Heiner Ganser-Kerperin, Adveniat

4.
Ecuador und das Münchner Erzbistum in der partnerschaftlichen Verantwortung für die Menschen
und die Umwelt im Amazonasraum

mit Prof. Dr. Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats München und Freising,
und Eduardo Perez, Vorsitzender des ecuadorianischen Laienrats

Moderation:
Eva-Maria Heerde-Hinojosa,
Sachausschuss Ecuador im Erzbistum München und Freising

19.30 Uhr

Gelegenheit zu einem Imbiss
auf Einladung des Erzbistums

 

20.00 Uhr

Rundgespräch

Prälat Bernd Klaschka, Essen
Bischof em. Erwin Kräutler, Altamira/Brasilien
Weihbischof Eduardo Castillo Pino, Portoviejo/Ecuador
Patricia Gualinga, Sarajacu/Ecuador

Moderation:
Dr. Florian Schuller

20.45 Uhr

Schlusswort
Kardinal Reinhard Marx,
Erzbischof von München und Freising

21.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Zum Thema

Die bundesweite Adveniat-Weihnachtsaktion wird heuer in München eröffnet. Unter dem Motto „Schützt unser gemeinsames Haus“ greift das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland zwei Anliegen auf, denen sich Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si‘ besonders zugewandt hat: der bedrohten Schöpfung und den bedrohten Völkern im Amazonasraum.

Dieser ist vom Klimawandel besonders stark betroffen, und eine Zerstörung der „Lunge der Erde“ hätte sogar Auswirkungen auf die ganze Welt. Für die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen, riesige Wasserkraftwerke und gigantische Plantagen sind oft internationale Konzerne verantwortlich. Durch den Raubbau an der Natur wird auch der Lebensraum der rund 100 indigenen Völker im Amazonasgebiet zunehmend zerstört. Das schiere Überleben, aber auch die Rechte der Indigenen gehören also notwendig zum Thema.

Unsere Veranstaltung will einen Dialog auf Augenhöhe mit Partnern aus Lateinamerika führen, wie ihn das Erzbistum München und Freising seit über 50 Jahren mit der Kirche von Ecuador pflegt, wo ja einige Quellflüsse des Amazonas entspringen.


Msgr. Dr. Florian Schuller
Direktor der Katholischen Akademie Bayern

Prälat Bernd Klaschka
Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Adveniat

Ordinariatsdirektor Msgr. Thomas Schlichting
Leiter des Ressorts Seelsorge und kirchliches Leben
im Erzbischöflichen Ordinariat München

 


Aus der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus:

„Nennen wir zum Beispiel jene an biologischer Vielfalt überreichen Lungen des Planeten, die das Amazonasgebiet und das Kongobecken darstellen, oder die großen Grundwasservorkommen und die Gletscher. Wir wissen um die Bedeutung dieser Orte für die Gesamtheit des Planeten und für die Zukunft der Menschheit … Die Ökosysteme der tropischen Urwälder enthalten eine biologische Vielfalt von einer enormen Komplexität, die ganz zu kennen beinahe unmöglich ist, doch wenn diese Wildnisse niedergebrannt oder eingeebnet werden, um Bodenbewirtschaftung zu entwickeln, gehen in wenigen Jahren unzählige Arten verloren, wenn die Gebiete sich nicht sogar in trockene Wüsten verwandeln.“
(Nr. 38)

„In diesem Sinne ist es unumgänglich, den Gemeinschaften der Ureinwohner mit ihren kulturellen Traditionen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sie sind nicht eine einfache Minderheit unter anderen, sie müssen vielmehr die wesentlichen Ansprechpartner werden, vor allem wenn man mit großen Projekten vordringt, die ihre Gebiete einbeziehen. Denn für sie ist das Land nicht ein Wirtschaftsgut, sondern eine Gabe Gottes und der Vorfahren, die in ihm ruhen; ein heiliger Raum, mit dem sie in Wechselbeziehung stehen müssen, um ihre Identität und ihre Werte zu erhalten. Wenn sie in ihren Territorien bleiben, sind es gerade sie, die am besten für sie sorgen …“
(Nr. 146)

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Mittwoch, 23. November 2016.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Da das Erzbistum die Veranstaltung fördert, ist der Eintritt frei.

Zurück