Urban Mining - Müll: Rohstoff der Zukunft?

Mi., 14.11.2012
Reihe 'Wissenschaft für jedermann' im Deutschen Museum

Programm

Mittwoch, 14. November 2012

19.00 Uhr

Einführung

Prof. Dr. Markus Vogt,
Professor für Christliche Sozialethik an der
Ludwig-Maximilians-Universität München

19.10 Uhr

Prof. Dr. Mario Mocker,
Professor für energetische und stoffliche Nutzung von
Abfall- und Reststoffen an der Hochschule Amberg-Weiden und
Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für
Umwelt, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT,
Institutsteil Sulzbach-Rosenberg

Urban Mining – Müll:
Rohstoff der Zukunft?

20.00 Uhr Diskussion
21.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Prof. Dr. Markus Vogt
Organisation: Michael Zachmeier
Zum Thema

Alles in der Welt ist begrenzt. Nicht zuletzt die konkreten Ressourcen unseres Wohlstands. Und nicht nur die Energieträger werden knapper und damit teurer. In den letzten Jahren rücken auch viele andere, für Industrienationen bedeutende Metalle und Mineralien in den Blickpunkt. Engpässe entstehen, weil die manchmal auf wenige Länder konzentrierten natürlichen Lagerstätten zur Neige gehen oder wenige, global operierende Konzerne den Markt beherrschen. Wenn dann noch wegen eines Wirtschaftsbooms oder der Einführung neuer Technologien die Nachfrage sprunghaft ansteigt, kann es zumindest temporär sogar bei Massenrohstoffen zu Einschränkungen kommen.

Neben Ressourceneffizienz und Substitution durch andere Materialien wird es deshalb immer wichtiger, den Kreislauf der Rohstoffe zu verstetigen. So könnte auf Zukunft hin das Schürfen nach Eisen, Kupfer und Brennbarem in abgelagertem Hausmüll, nach Phosphor in deponiertem Klärschlamm oder nach seltenen Metallen in Bergbau- und Hüttenhalden lohnenswert werden. Der neue Begriff dafür: „Urban Mining“. Um drei Ziele geht es: erstens alte Müllkippen oder Abraumhalden als Bergwerk zu erschließen; zweitens die permanent anfallenden Abfallströme intelligent zu organisieren; drittens die in der gesamten Infrastruktur, in Wohnungen, Industriegebäuden oder Leitungsnetzen verbauten Werkstoffe zu verwerten, wenn sie früher oder später dem Abriss anheimfallen.


Mario Mocker

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Ehrensaal des Deutschen Museums
Museumsinsel 1, München

Telefon: 089 / 21 79 - 1
Telefax: 089 / 21 79 - 3 24

www.deutsches-museum.de

 

Anmeldung

Anmeldeschluss: Dienstag, 13. November 2012.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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