Spiritual Care interreligiös

Fr., 18.10.2013 bis Sa., 19.10.2013
Tagung In Zusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität (IGGS)

Programm

Freitag,
18. Oktober 2013

 

14.15 Uhr

Mitgliederversammlung der Internationalen Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität (IGGS)

15.30 Uhr

Stehkaffee

 

16.00 Uhr

Begrüßung

16.15 Uhr

Das interreligiöse Feld von Spiritual Care –
Open Space

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr

Spiritualität als Tiefendimension des Religiösen
Prof. Dr. Tomáš Halík,
Professor für Soziologie an der Karlsuniversität in Prag und Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie

20.00 Uhr Pause
20.30 Uhr Diskussion

Samstag,
19. Oktober 2013

 

8.00 Uhr Frühstück
8.30 Uhr Geistlicher Impuls
9.00 Uhr

*Lehrhaus – Limmud
(Erklärung s. unter "Zum Thema")

12.00 Uhr Mittagessen
13.30 Uhr

Religiöse Pluralisierung als Herausforderung und Chance für Spiritual Care
Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel,
Juniorprofessor für Sozialwissenschaftliche Religionsforschung am Ruhr-Centrum für Religionswissenschaftliche Studien der Universität Bochum

14.15 Uhr Diskussion
14.45 Uhr Imbiss-Pause
15.15 Uhr

Presidential Address
Prof. Dr. Arndt Büssing,
Professor für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Universität Witten-Herdecke

16.30 Uhr

Eucharistiefeier in der Kapelle der Akademie

 

Moderation:

Prof. Dr. Arndt Büssing

Prof. Dr. Eckhard Frick SJ,
Professor für Spiritual Care an der LMU München

Prof. Dr. Traugott Roser,
Professor für Spiritual Care an der Universität Münster

Kooperationspartner:

Internationale Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität (IGGS)

Zum Thema

Der Begriff „Spiritualität“ war bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts ein innerchristlicher, vor allem innerkatholischer Begriff für die mystische Innenseite des Glaubens, also der persönlichen Frömmigkeit wie der Frömmigkeitskultur einer Ordensgemeinschaft oder geistlichen Bewegung. Unter dem Einfluss der Gesundheitswissenschaften entwickelte sich Spiritualität dann in einer breiten weltanschaulichen und kulturellen Debatte vor allem des angelsächsischen Sprachraums zu einem Breitbandbegriff. 

Der sogenannte „spiritual turn“ hatte dabei gegenüber dem Religionsbegriff oft einen anti-institutionellen und antikirchlichen Unterton, weshalb er kirchlicherseits häufig kritisch gesehen wurde. Namhafte Theologen wie Hans Urs von Balthasar und Josef Sudbrack SJ entwickelten daraufhin einen anthropologischen, interreligiös offenen Spiritualitätsbegriff.

Spiritual Care bezeichnet demzufolge die gemeinsame Sorge von Pflege, Psychotherapie, Sozialer Arbeit, Medizin und anderer Gesundheitsberufe für spirituelle Bedürfnisse, Krisen und Perspektiven kranker Menschen. So greift Spiritual Care einerseits die langjährigen Erfahrungen der Krankenhausseelsorge auf und bezieht die Seelsorgenden in die jeweilige Teamarbeit ein. Andererseits handelt es sich um ein neues Arbeitsgebiet, das die Grenzen der Professionen sowie der Konfessionen und Religionen überschreitet. Die Tagung will gerade dieser Selbstvergewisserung verschiedener Berufe und religiös-geistlicher Traditionen Rechnung tragen.

 

Prof. Dr. Arndt Büssing,
Vorstand der IGGS

Prof. Dr. Eckhard Frick SJ, 
Professor für Spiritual Care, LMU München

Prof. Dr. Traugott Roser, 
Professor für Spiritual Care, Universität Münster

Dr. Florian Schuller,
Akademiedirektor

 

*LEHRHAUS

Unser Lehrhaus lehnt sich an das jüdische LIMMUD an. Dieses hebräische Wort bedeutet „Lernen“ und es bezeichnet zugleich eine Technik, die sich besonders für Konferenzen eignet, um unter den Teilnehmenden einen schnellen Austausch von Ideen und Diskussionsbeiträgen zu ermöglichen. Alle Tagungsteilnehmenden sind eingeladen, nicht nur als Lernende anderen zuzuhören, sondern auch selbst mit einem kurzen Referat aktiv als Lehrende aufzutreten. Durch den schnellen Wechsel zwischen mehreren zeitlich parallelen Workshops entsteht eine gemeinsame Lernerfahrung, auch wenn nicht alle alles hören können.

Für dieses Symposion haben sich acht Lehrende zu einem Limmud-Beitrag bereit erklärt, wobei jeder Beitrag zweimal angeboten wird. Je vier Beiträge finden somit parallel statt.

Mit kurzen Pausen stellt sich der Vormittag wie folgt dar:

15 min Einführung

30 min Beitrag~~~~~~(parallel)~~~~~~30 min Beitrag
15 min Pause

30 min Beitrag~~~~~~(parallel)~~~~~~30 min Beitrag
15 min Pause

30 min Beitrag~~~~~~(parallel)~~~~~~30 min Beitrag
15 min Pause

30 min Beitrag~~~~~~(parallel)~~~~~~30 min Beitrag

Die Teilnehmer können so bis zu vier Beiträge hören, und die Lehrenden – neben ihrem eigenen – noch zwei andere Beiträge miterleben.

 

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 15. Oktober 2013.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Teilnahmekarten und Essensbons sind an der Tageskasse erhältlich.

Wenn die Übernachtungsmöglichkeiten im Kardinal Wendel Haus
nicht ausreichen, vermitteln wir auf Wunsch gegen Aufpreis
eine Unterkunft in einem nahegelegenen Hotel.
 
 
Anmeldung nach Anmeldeschluss
 
Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.
 
Bitte beachten Sie jedoch:
 
Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere 
Teilnehmerliste aufgenommen werden.
 
Eventuell gewünschte Mahlzeiten oder Übernachtungen können dann 
nur nach telefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20) gegebenenfalls 
noch gebucht werden.
 

Zurück