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| Montag, 18. Oktober 2010 | |
|---|---|
| 19.00 Uhr | Prof. Dr. Wilhelm Solms, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Marburg Sinti und Roma. Herausforderung für Politik, Gesellschaft, Kirche |
| 20.00 Uhr | Pause mit Gelegenheit zum Imbiss |
| 20.30 Uhr | Diskussion |
| Organisation: | Michael Zachmeier |
Die Nachrichten über das Erstarken rechtsradikaler Parteien, die Zunahme von Gewalt gegen Angehörige der Sinti und Roma, die Flucht von Roma aus osteuropäischen und anschließende Rückführung aus westeuropäischen Ländern sind alarmierend. Was ist zu tun?
Es gilt, Politiker davon zu überzeugen, das „Abkommen zum Schutz nationaler Minderheiten“, das die Mitgliedstaaten der EU unterzeichnet haben, endlich umzusetzen. Viele osteuropäische Staaten haben die Roma nicht integriert, wozu sie sich mit diesem Abkommen verpflichtet hatten, sondern ganz im Gegenteil Ghettos errichtet. Auch Deutschland soll, so wurde von der Kommission des Europarats mehrfach moniert, „erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die effektive Teilhabe dieser Minderheit insbesondere am kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu gewährleisten“. Auch die Abschiebungen von Roma aus Deutschland in den Kosovo werden vom Europarat sowie von der katholischen und der evangelischen Kirche und vielen anderen kritisiert.
In Städten wie München, wo, vermutlich kaum bemerkt, mehrere hundert Sinti zu Hause sind, sollten Bürger den Dialog mit den Angehörigen der Minderheit aufnehmen, um sie kennenzulernen und ihre Vorurteile abzulegen. Und die Kirchen müssen den Sinti, die keine Heiden, sondern gläubige Christen sind und noch vor kurzem zu neunzig Prozent Katholiken waren, zeigen, dass sie in ihrer Heimatgemeinde willkommen sind.
Diese Vorschläge sollen konkretisiert und zur Diskussion gestellt werden. Der Einwand, Sinti und Roma wollten sich ja gar nicht integrieren, wird dabei auch zur Sprache kommen.
Prof. Dr. Wilhelm Solms
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Bitte bis spätestens Freitag, 15. Oktober 2010.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.
Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.