Riskante Nähe

Fr., 08.05.2009
Filmgespräch
Begegnung mit dem Regisseur Andres Veiel

Programm
Freitag, 8. Mai 2009
18:00 Uhr Begrüßung
18:10 Uhr Rainer Gansera,
Filmkritiker, München
"Wir brauchen ein Ethos des Dokumentarischen".
Einführung zu Andres Veiel und seinem Film
"Die Überlebenden"
18:30 Uhr Vorführung des Dokumentarfilms (92 Min.)
"Die Überlebenden" (Deutschland, 1996)
von Andres Veiel
20:00 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss
20:30 Uhr Gespräch mit dem Regisseur
auf dem Podium mit Rainer Gansera
und zu Fragen aus dem Publikum
Kooperationspartner: DOK.FEST
24. Internationales Dokumentarfilmfestival München
Moderation und Organisation: Dr. Armin Riedel
Zum Thema

Verglichen mit dem spektakulären Erzählkino führt der Dokumentarfilm ein Schattendasein. Hin und wieder aber schlägt seine große Stunde: Wenn es ihm gelingt, brisante gesellschaftliche Themen packend zu verhandeln. Andres Veiel demonstriert das in seinen Filmen auf exemplarische Weise. Er stellt sich Themen, die Wunden der Gesellschaft markieren – Holocaust, Terrorismus, Selbstmord, Jugend-Gewalt – und er stellt sich ihnen mit dem Wagnis riskanter Nähe. Wie kann man das Vertrauen der Menschen gewinnen, ohne es zu missbrauchen? Wie kann man der Wahrheit nachfragen, ohne zu verletzen? Ein schwieriger Balance-Akt. Ihn zu wagen bezeichnet das Gelingen von Veiels Filmen.

Andres Veiel, 1959 in Stuttgart geboren, studierte zuerst Psychologie, absolvierte dann eine Regie- und Dramaturgieausbildung am Künstlerhaus Bethanien und wandte sich der Theater- und Filmarbeit zu. Bislang drehte er sechs dokumentarische Kinofilme. Sein berühmtester, „Black Box BRD“, thematisierte den RAF-Terrorismus und erwies sich mit über 100.000 Zuschauern als phänomenaler Erfolg.

1996 entstand die Dokumentation, die wir sehen und diskutieren werden: „Die Überlebenden“. Veiels persönlichster Film erkundet das Schicksal von drei ehemaligen Klassenkameraden, die sich nach dem Abitur das Leben nahmen.

Ein schmales, aber äußerst gewichtiges Œuvre. Sechs Filme, die höchste Anerkennung und Resonanz fanden, und Andres Veiel zum namhaftesten Dokumentaristen machten. Für seine Arbeiten – zu denen auch Theaterstücke, Drehbücher und Sachbücher zählen – erhielt er mehr als 30 Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis in Gold, den Europäischen Filmpreis, den Preis der deutschen Filmkritik.

Rainer Gansera



DOK.FEST

Das 24. Internationale Dokumentarfilmfestival München
findet vom 6. bis 13. Mai 2009 statt.

Programm und alle weiteren Informationen im Internet unter
www.dokfest-muenchen.de

Sonstige Informationen

Anmeldung

Das Platzangebot ist wegen der Filmvorführung begrenzt.

Anmeldung bitte bis spätestens Mittwoch, 6. Mai 2009.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

 

Kinderbetruung

Für Eltern bietet die Akademie während der Veranstaltung kostenlos eine qualifizierte Betreuung ihrer Kinder (bis 12 Jahre) an. Wenn Sie dies wahrnehmen wollen, bitte unbedingt bei der Anmeldung im Feld "Bemerkung" Namen und Alter Ihrer Kinder angeben.

 

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

Zurück