Religion in pluraler Gesellschaft

Mi., 12.10.2011 bis Sa., 15.10.2011
Philosophische Woche

Programm

Mittwoch, 12. Oktober 2011

15.00 Uhr Begrüßung
15.15 Uhr

Pluralismus und Perspektivendifferenz –
eine Bestandsaufnahme

Prof. Dr. Armin Nassehi,
Professor für Soziologie an der Universität München

16.00 Uhr Pause
16.30 Uhr

Vernünftiger Pluralismus – irrationaler Glaube?
Pluralität, Neutralität und die Zukunft der Religion

Prof. Dr. Thomas M. Schmidt,
Professor für Religionsphilosophie an der
Universität Frankfurt am Main

17.15 Uhr Diskussion
18.00 Uhr Abendessen

Donnerstag, 13. Oktober 2011

9.00 Uhr

Das Wissen braucht den Glauben.
Das Göttliche als Sinnhorizont des Daseins

Prof. Dr. h.c. Volker Gerhardt,
Professor für Praktische Philosophie an der
Humboldt-Universität zu Berlin

9.45 Uhr Pause
10.15 Uhr

Derrida versus Habermas. Zur Funktionsbestimmung
von Religion in Gesellschaft

Dr. Michael Reder,
Vertreter des Lehrstuhls für Praktische Philosophie
an der Hochschule für Philosophie

11.00 Uhr Diskussion
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr ARBEITSKREISE:

Theologische Beurteilungen des Pluralismus
der Religionen

Prof. Dr. Johannes Herzgsell SJ,
Professor für Religionsphilosophie, Religionswissenschaft und Grundlegung der Theologie an der Hochschule für Philosophie

Die Bedeutung der Religion in Hegels Philosophie des Rechts

Prof. Dr. Josef Schmidt SJ,
Professor für Philosophische Gotteslehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie

Religion als Türöffner für die Postmoderne.
Die Menschwerdung Gottes und das schwache
Denken der Hermeneutik

Dr. Michael Reder

Paulus. Die Begründung des Universalismus
(Alain Badiou)

Dr. Dominik Finkelde SJ,
Dozent für politische Philosophie und Kulturphilosophie an der Hochschule für Philosophie

18.00 Uhr Abendessen

Freitag, 14. Oktober 2011

9.00 Uhr

Katholische Kirche und moderne Demokratie.
Ein langer Weg zur Versöhnung

Prof. Dr. Hans Maier,
Professor für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der Universität München

9.45 Uhr Pause
10.15 Uhr

Islam und demokratischer Rechtsstaat.
Zwangsehe oder Liebesheirat?

Prof. Dr. Mathias Rohe,
Professor für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Erlangen-Nürnberg

11.00 Uhr Diskussion
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr ARBEITSKREISE:
wie am Donnerstag
18.00 Uhr Abendessen

Samstag, 15. Oktober 2011

9.00 Uhr

Staat und Religion:
Neue Herausforderungen einer alten Beziehung

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio,
Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bonn, Richter des Bundesverfassungsgerichts

9.45 Uhr Pause
10.15 Uhr

Zwischen Spaltpilz und Zusammenhalt.
Religionen und gesellschaftliche Integration

Prof. Dr. Edmund Arens,
Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Luzern

11.00 Uhr Diskussion
12.30 Uhr Mittagessen - Ende der Veranstaltung
Leiter der Philosophischen Woche:

Dr. Andreas Gösele SJ,
Dozent für Sozialethik, Logik und Grundlagen der
Sozialwissenschaften an der Hochschule für
Philosophie SJ, München

Täglich um 7.30 Uhr feiert er mit den Teilnehmern
der Philosophischen Woche Eucharistie.

Organisation: Dr. Pierre Scherer
Zum Thema

Nicht nur Religionslosigkeit, sondern auch Religion ist aus modernen säkularen Gesellschaften nicht wegzudenken. So geben noch 74 % der Deutschen an, einer Religionsgemeinschaft anzugehören, aber immerhin 15% bezeichnen sich als erklärte Atheisten. Andererseits – auch wenn immer wieder die Gefahren des religiösen Fundamentalismus beschworen werden – scheint in vielen Ländern doch ein grundsätzlich positives Verhältnis zu Religion und deren pluralen Erscheinungsformen vorzuherrschen.

Wie stellt nun der weltanschauliche Pluralismus das Selbstverständnis von Religion und Glauben grundsätzlich in Frage? Oder gehört Religion, auch in ihrer Vielfalt, nicht doch zum Menschsein? Wie können jene Religionen, die eine universale Botschaft verkünden, das Faktum der Pluralität von Religionen deuten? Nicht zuletzt ist zu fragen, welche Rolle Religion als gesellschaftliche Kraft in einer modernen demokratischen Gesellschaft spielt, spielen darf oder spielen sollte.

Diese Fragen sind nicht nur mit grundlegenden philosophischen Argumenten zu beantworten, sondern auch mit Blick auf die politische Geschichte wie auf die aktuelle deutsche Diskussion über das Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften, wobei die Position des Islam eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Dieser Problematik stellen sich aus verschiedenen Perspektiven die Referenten der Philosophischen Woche, welche auch dieses Jahr von der Katholischen Akademie in Bayern zusammen mit der Hochschule für Philosophie der Jesuiten verantwortet wird.

 

P. Dr. Andreas Gösele SJ
Dr. Florian Schuller

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 4. Oktober 2011.

Die Anmeldung mit allen bestellten Leistungen wird verbindlich,
sobald die entsprechende Gesamtsumme der Kosten auf unserem
Konto Nr. 23 55 000, LIGA Bank (BLZ 750 903 00) eingegangen ist.
Wir empfehlen frühzeitige Anmeldung.

Wenn die Übernachtungsmöglichkeiten im Kardinal Wendel Haus
nicht ausreichen, vermitteln wir auf Wunsch gegen Aufpreis
eine Unterkunft in einem nahegelegenen Hotel.

Bei Rücktritt von der Teilnahme nach Anmeldeschluss müssen wir
alle bestellten Leistungen in Rechnung stellen.

Das GESAMTARRANGEMENT beinhaltet die Teilnahme,
drei Übernachtungen von Mittwoch bis Samstag sowie
sechs Mahlzeiten (Mittwochabend bis Samstagmittag).

 

Zertifikate

Die Teilnahme an der gesamten Philosophischen Woche
wird auf Wunsch mit einem Zertifikat bestätigt.

Literatur

Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmer
eine Liste mit Literaturhinweisen.

Arbeitskreise

Die Inhalte der jeweils vier Arbeitskreise am Donnerstag
und am Freitag sind identisch.
Sie erleichtern uns die organisatorische Vorbereitung,
wenn Sie sich bereits bei der Anmeldung entscheiden,
welchen Arbeitskreis Sie an welchem Tag besuchen
möchten! Vielen Dank.

Zurück