Rainer Maria Rilkes "Duineser Elegien"

Do., 10.04.2014
Abendvortrag - Abschiedsvorlesung (I) Prof. Dr. Michael von Brück

Religionswissenschaftliche Zugänge


Programm

Donnerstag, 10. April 2014

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

18.00 Uhr

Begrüßung
18.15 Uhr

Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“
Religionswissenschaftliche Zugänge

Prof. Dr. Michael von Brück,
Lehrstuhl für Religionswissenschaft an der
Ludwig-Maximilians-Universität München

20.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Organisation: Dr. Johannes Schießl
Abschiedsvorlesung (I)

Dieser Vortrag bildet den Auftakt zur Abschiedsvorlesung
von Professor von Brück.
Die weiteren Abende finden in Kooperation
mit der Evangelischen Stadtakademie
München von 17. April bis 10. Juli 2014,
jeweils donnerstags von 18.15 bis 20.00 Uhr,
in der Großen Aula der LMU statt.

Zum Thema

Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“ (1912-1922) verdichten den kulturellen Epochenbruch Europas im Kontext des Ersten Weltkriegs. Der Glaube an den Fortschritt, kulturelle Werte, religiöse Gewissheiten brach zusammen. Die Sehnsucht nach Transzendenz aber blieb, ja, sie wird bei Rilke neu wach. Dem ging auch Romano Guardini in seinen Vorlesungen an der Münchner Universität über die Elegien vor mehr als 60 Jahren nach; es sind klassisch gewordene Deutungen, die wir heute in den Kontext der neueren Religionsgeschichte stellen können.

Rilkes Sprache geht aus vom Erlebbaren, sie schwingt sich auf zu Höhenflügen – und stürzt gelegentlich ab. Sie zaubert Sinnwelten, die ästhetisch nacherlebbar sind, jenseits der verlassenen Religion. Schon im Stundenbuch, dann aber in den Duineser Elegien und den Sonetten an Orpheus komprimiert Rilke die Sehnsüchte und Ängste einer Epoche im Angesicht des Lichtstrahls, der ihn immer wieder aufrichtet: die in kleinen Details der sinnlichen Erfahrung sich zeigende Vollkommenheit. Rilke ist fasziniert auch vom Buddha, dessen schweigendes Lächeln oder lächelndes Schweigen er besingt. Rilkes Leben steht paradigmatisch für eine post-religiöse Religiosität. Ein Seismograph der Erfahrung des modernen Menschen.

 

Michael von Brück

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 8. April 2014.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Teilnahme an der Abschiedsvorlesung (I)
ist kostenlos.

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